Moppel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Moppels · Nominativ Plural: Moppel
Aussprache
WorttrennungMop-pel
WortzerlegungMops-el
Wortbildung mit ›Moppel‹ als Erstglied: ↗moppelig  ·  mit ›Moppel‹ als Letztglied: ↗Tugendmoppel
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
kleiner, dicker Hund
2.
scherzhaft (kleiner) rundlicher Mensch
Beispiel:
ihr zweijähriger Sohn ist ein niedlicher, kleiner Moppel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mops · mopsen · Moppel
Mops m. Hund einer kleinen, dick wirkenden, wohl aus den Niederlanden eingeführten Rasse mit kurzen Beinen (Zwergform der Dogge), deren verdrießlich-verzogen scheinender Gesichtsausdruck das Benennungsmotiv abgibt, übertragen auch ‘dicker Kerl’, Übernahme (Anfang 18. Jh.) von nl. mops (neben mop), das zu nl. moppen ‘verdrießlich sein, brummen, knurren’ gebildet ist. Daneben begegnet bereits gegen Ende des 16. Jhs. nhd. Mops ‘träger, unfreundlicher, verdrießlicher Mensch’, das zu (mit nl. moppen verwandten) Verben wie nd. (westfäl.) möpen ‘Gesichter schneiden’ (engl. to mop), nhd. muffen ‘das Maul hängen lassen, finster blicken, knurren, murren’ zu stellen ist. Vgl. auch mengl. moppe, engl. mope ‘trübsinniger Mensch, Griesgram’. Zu Herkunft und weiterer Verwandtschaft s. ↗muffeln. mopsen Vb. ‘Kleinigkeiten stehlen’, reflexiv ‘sich langweilen, sich ärgern’, also eigentlich ‘sich verhalten bzw. aussehen wie ein Mops’ (19. Jh.). Deminutiv Moppel m. ‘kleiner Hund’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Dickerchen  ugs. · Moppel  ugs. · ↗Pummel  ugs. · ↗Pummelchen  ugs.
Synonymgruppe
Dicke · Dicker  ●  dicker Mensch  Hauptform · ↗Brecher  ugs. · ↗Brocken  ugs. · ↗Brummer  ugs. · ↗Dampfwalze  ugs. · ↗Dickerchen  ugs. · ↗Dickmadam  ugs. · ↗Dickwanst  derb · ↗Elefantenküken  ugs. · ↗Fass  derb · ↗Fettbauch  derb · ↗Fettkloß  derb · ↗Fettmops  ugs. · ↗Fettsack  derb · ↗Fettwanst  derb · ↗Fleischberg  derb · ↗Koloss  ugs. · ↗Kugel  ugs. · Moppel  ugs. · ↗Mops  ugs. · Person von Gewicht  ugs., ironisch · ↗Prachtexemplar  ugs., ironisch · ↗Pummelchen  ugs. · Quetschwurst  derb · ↗Rollmops  ugs. · ↗Schwergewicht  ugs., ironisch · ↗Tonne  derb · fette Sau  derb · fettes Schwein  derb
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ja, selbst der Klimaschutz droht an den Moppeln dieser Welt zu scheitern.
Die Zeit, 19.07.2012, Nr. 29
Mit der Revolution kamen aber die Advokaten aus der Provinz ans Ruder, pausbäckige Moppel mit einem Schmerbauch.
Die Zeit, 05.06.1964, Nr. 23
Dann nämlich ließe sich der Heilige Abend doppelt moppeln, und das in einer engelsgleichen Concorde!
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1996
Die Promoterin aus dem Sauerland mutierte im Container zwischenzeitlich zum Moppel
Bild, 03.03.2005
Langbeiner haben Hochwasser, die Moppel zwickt's im Bund und den Knochentuermen schlabbert der Hintern um die Knie.
Der Tagesspiegel, 03.04.2005
Zitationshilfe
„Moppel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Moppel#1>, abgerufen am 19.04.2019.

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Moppel, der oder das

GrammatikSubstantiv (Maskulinum, Neutrum) · Genitiv Singular: Moppels · Nominativ Plural: Moppel
Aussprache
WorttrennungMop-pel
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich, scherzhaft kleines, durch einen Motor angetriebenes Fahrzeug
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mops · mopsen · Moppel
Mops m. Hund einer kleinen, dick wirkenden, wohl aus den Niederlanden eingeführten Rasse mit kurzen Beinen (Zwergform der Dogge), deren verdrießlich-verzogen scheinender Gesichtsausdruck das Benennungsmotiv abgibt, übertragen auch ‘dicker Kerl’, Übernahme (Anfang 18. Jh.) von nl. mops (neben mop), das zu nl. moppen ‘verdrießlich sein, brummen, knurren’ gebildet ist. Daneben begegnet bereits gegen Ende des 16. Jhs. nhd. Mops ‘träger, unfreundlicher, verdrießlicher Mensch’, das zu (mit nl. moppen verwandten) Verben wie nd. (westfäl.) möpen ‘Gesichter schneiden’ (engl. to mop), nhd. muffen ‘das Maul hängen lassen, finster blicken, knurren, murren’ zu stellen ist. Vgl. auch mengl. moppe, engl. mope ‘trübsinniger Mensch, Griesgram’. Zu Herkunft und weiterer Verwandtschaft s. ↗muffeln. mopsen Vb. ‘Kleinigkeiten stehlen’, reflexiv ‘sich langweilen, sich ärgern’, also eigentlich ‘sich verhalten bzw. aussehen wie ein Mops’ (19. Jh.). Deminutiv Moppel m. ‘kleiner Hund’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Dickerchen  ugs. · Moppel  ugs. · ↗Pummel  ugs. · ↗Pummelchen  ugs.
Synonymgruppe
Dicke · Dicker  ●  dicker Mensch  Hauptform · ↗Brecher  ugs. · ↗Brocken  ugs. · ↗Brummer  ugs. · ↗Dampfwalze  ugs. · ↗Dickerchen  ugs. · ↗Dickmadam  ugs. · ↗Dickwanst  derb · ↗Elefantenküken  ugs. · ↗Fass  derb · ↗Fettbauch  derb · ↗Fettkloß  derb · ↗Fettmops  ugs. · ↗Fettsack  derb · ↗Fettwanst  derb · ↗Fleischberg  derb · ↗Koloss  ugs. · ↗Kugel  ugs. · Moppel  ugs. · ↗Mops  ugs. · Person von Gewicht  ugs., ironisch · ↗Prachtexemplar  ugs., ironisch · ↗Pummelchen  ugs. · Quetschwurst  derb · ↗Rollmops  ugs. · ↗Schwergewicht  ugs., ironisch · ↗Tonne  derb · fette Sau  derb · fettes Schwein  derb
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ja, selbst der Klimaschutz droht an den Moppeln dieser Welt zu scheitern.
Die Zeit, 19.07.2012, Nr. 29
Mit der Revolution kamen aber die Advokaten aus der Provinz ans Ruder, pausbäckige Moppel mit einem Schmerbauch.
Die Zeit, 05.06.1964, Nr. 23
Dann nämlich ließe sich der Heilige Abend doppelt moppeln, und das in einer engelsgleichen Concorde!
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1996
Die Promoterin aus dem Sauerland mutierte im Container zwischenzeitlich zum Moppel
Bild, 03.03.2005
Langbeiner haben Hochwasser, die Moppel zwickt's im Bund und den Knochentuermen schlabbert der Hintern um die Knie.
Der Tagesspiegel, 03.04.2005
Zitationshilfe
„Moppel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Moppel#2>, abgerufen am 19.04.2019.

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