Mops, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Mopses · Nominativ Plural: Möpse
Aussprache
Wortbildung mit ›Mops‹ als Erstglied: ↗Mopsgesicht · ↗Möpschen · ↗Möpslein · ↗mopsfidel
 ·  mit ›Mops‹ als Letztglied: ↗Fettmops · ↗Rollmops · ↗Zahlmops
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
früher sehr beliebter, kleiner, stämmiger Hund mit dickem Körper, rundem Kopf und kurzen Beinen, Zwergform der Bulldogge
Beispiele:
die alte Dame führte ihren Mops spazieren, hatte ihren Mops auf dem Schoß
scherzhaft lebe glücklich, lebe froh wie der Mops im Paletot
salopp keuchen wie ein asthmatischer Mops
Als unser Mops ein Möpschen war [Kinderlied]
bildlich dicker Mensch
Beispiel:
»Ja«, erwiderte der feiste Mops und schätzte mich dabei mitleidig durch seine goldgefaßte Brille ab [H. HauserinHammer u. Feder139]
2.
nur im Plural
salopp Geld
Beispiele:
ich habe keine Möpse mehr
dazu fehlen mir die Möpse
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mops · mopsen
Mops m. Hund einer kleinen, dick wirkenden, wohl aus den Niederlanden eingeführten Rasse mit kurzen Beinen (Zwergform der Dogge), deren verdrießlich-verzogen scheinender Gesichtsausdruck das Benennungsmotiv abgibt, übertragen auch ‘dicker Kerl’, Übernahme (Anfang 18. Jh.) von nl. mops (neben mop), das zu nl. moppen ‘verdrießlich sein, brummen, knurren’ gebildet ist. Daneben begegnet bereits gegen Ende des 16. Jhs. nhd. Mops ‘träger, unfreundlicher, verdrießlicher Mensch’, das zu (mit nl. moppen verwandten) Verben wie nd. (westfäl.) möpen ‘Gesichter schneiden’ (engl. to mop), nhd. muffen ‘das Maul hängen lassen, finster blicken, knurren, murren’ zu stellen ist. Vgl. auch mengl. moppe, engl. mope ‘trübsinniger Mensch, Griesgram’. Zu Herkunft und weiterer Verwandtschaft s. ↗muffeln. mopsen Vb. ‘Kleinigkeiten stehlen’, refl. ‘sich langweilen, sich ärgern’, also eigentl. ‘sich verhalten bzw. aussehen wie ein Mops’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Dicke · Dicker  ●  dicker Mensch  Hauptform · ↗Brecher  ugs. · ↗Brocken  ugs. · ↗Brummer  ugs. · ↗Dampfwalze  ugs. · ↗Dickerchen  ugs. · Dickmadam  ugs. · ↗Dickwanst  derb · ↗Elefantenküken  ugs. · ↗Fass  derb · ↗Fettbauch  derb · ↗Fettkloß  derb · ↗Fettmops  ugs. · ↗Fettsack  derb · ↗Fettwanst  derb · ↗Fleischberg  derb · ↗Koloss  ugs. · ↗Kugel  ugs. · ↗Moppel  ugs. · Mops  ugs. · Person von Gewicht  ugs., ironisch · ↗Prachtexemplar  ugs., ironisch · ↗Pummelchen  ugs. · Quetschwurst  derb · ↗Rollmops  ugs. · ↗Schwergewicht  ugs., ironisch · ↗Tonne  derb · fette Sau  derb · fettes Schwein  derb
Oberbegriffe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Hund Kläffer Mops Pekinesen Pudel bellt dicke hopst kotzt reiche schwarze sprechende trinken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mops‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und ihre falschen Möpse lässt sie dann natürlich auch gerne streicheln.
Bild, 24.07.2004
Sie ruft nach den beiden kleinen Möpsen, die gerade von zwei großen Hunden angefallen werden.
Süddeutsche Zeitung, 12.09.1996
Nur so hat der Mops die Chance, seinen Platz in unserer Gesellschaft zu definieren.
Loriot [d.i. Vicco von Bülow]: Sehr verehrte Damen und Herren ..., Zürich: Diogenes 1993, S. 165
In den letzten Jahren nehmen die rein schwarzen Möpse die Aufmerksamkeit der Liebhaber in Anspruch.
Welt und Wissen, 1927
Auf der Spiegelkommode stand ein porzellanener Mops mit weitgeöffnetem Rachen.
Sudermann, Hermann: Das Bilderbuch meiner Jugend. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 964
Zitationshilfe
„Mops“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mops>, abgerufen am 22.01.2018.

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