Moräne, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Moräne · Nominativ Plural: Moränen
Aussprache
WorttrennungMo-rä-ne (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Moräne‹ als Erstglied: ↗Moränenlandschaft  ·  mit ›Moräne‹ als Letztglied: ↗Mittelmoräne · ↗Randmoräne · ↗Seitenmoräne · ↗Wandermoräne
eWDG, 1974

Bedeutung

Geologie von Gletschereis mitgeführtes und abgelagertes Geröll
Beispiele:
eine eiszeitliche Moräne
der beschwerliche Aufstieg führte über Gletscher und Moränen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Moräne f. ‘von Gletscherablagerungen herrührendes Gestein oder Geröll’, Entlehnung von frz. moraine ‘Geröll’, das seit dem Ende des 18. Jhs. in frz. Schreibung in dt. Texten auftritt, dann im 19. Jh. eingedeutscht als geologischer Terminus geläufig wird. Frz. moraine stammt aus der Sprache des Tals von Chamonix und wird durch H. B. de Saussure (Voyage dans les Alpes, 1779) bekannt. Südostfrz. Bildungen wie savoyard. morěna ‘Erdwall am Fuße eines abschüssigen Ackers’, prov. mourreno ‘angeschwemmtes Geröll, Hügel, Geröllhaufen’ gehören als Ableitungen zu einem (auch in aprov. mor, morre ‘Schnauze’, prov. mourre ‘Felsvorsprung’ begegnenden) vielleicht vorröm. Wortstamm *murr-, der in den Bedeutungen ‘Schnauze’, ‘Hügel’ und ‘Geröll’ ebenfalls im Ital. und Span. lebendig ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
Moräne [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Unterbegriffe
  • Endmoräne · Stirnmoräne
  • Ablationsmoräne · Obermoräne

Typische Verbindungen
computergeneriert

Eiszeit Gletscher

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Moräne‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die 1973 erbaute Station schmiegt sich unauffällig in die bräunliche Umgebung der Moräne.
Die Zeit, 22.06.2007, Nr. 26
Nur ein schmaler Pfad windet sich durch das Geröll der Moräne.
Süddeutsche Zeitung, 16.10.1998
Hier haben nur die drei letzten Eiszeiten mit mächtigen Schuttablagerungen (Moränen) ihre deutlichen Spuren hinterlassen.
Krämer, Walter: Geheimnis der Ferne, Leipzig u. a.: Urania-Verlag 1971, S. 22
Im Geschiebe (in der Moräne) sind größere und kleinere Granitbrocken, Feldspat und Quarz, auch Feuersteine eingestreut.
Annemarie Lange, Berliner Müggelsee Köpenick-Schmöckwitz-Erkner: Leipzig: VEB F.A. Brockhaus Verlag 1968, S. 34
Auf der Suche nach ursprünglichen Lagerstätten stieß man dann auf der Insel Sylt ebenfalls auf Werkzeuge vom Altonaer Typus, allerdings auch wieder in einer Moräne.
Rust, Alfred: Der primitive Mensch. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 386
Zitationshilfe
„Moräne“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Moräne>, abgerufen am 10.12.2018.

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