Motivierung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungMo-ti-vie-rung (computergeneriert)
Wortzerlegungmotivieren-ung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Motiv · Leitmotiv · motivieren · Motivation · Motivierung
Motiv n. ‘Beweggrund, Anlaß, Antrieb’, Entlehnung (16. Jh.) aus gleichbed. mlat. motivum, substantiviertem Neutrum des Adjektivs spätlat. mōtīvus ‘Bewegung bewirkend, zur Bewegung geeignet, beweglich’ (vgl. nlat. causa motiva); zu lat. movēre (mōtum) ‘bewegen’. Im ausgehenden 18. Jh. entwickelt das (vielfach mit Beweggrund, Bewegungsgrund verdeutschte) Substantiv unter dem Einfluß von gleichfalls auf spätlat. mōtīvus zurückgehendem ital. motivo ‘charakteristische melodische Einheit eines Musikstücks, für den Gesamtaufbau wichtige Passage eines literarischen Werkes’ und dem als Musikausdruck aus dem Ital. übernommenen frz. motif die Bedeutung ‘(künstlerisches) Thema, Leitgedanke, charakteristischer inhaltlicher Bestandteil (eines künstlerischen Werkes)’. Vgl. dazu Leitmotiv n. ‘wiederkehrendes, eine Person oder Situation begleitendes musikalisches Motiv’ (in Opern, sinfonischen Dichtungen), in bezug auf C. M. v. Weber (Jähns 1871) und auf R. Wagner (Wolzogen 1876). Danach auch allgemein ‘leitender Gedanke’. motivieren Vb. ‘begründen’ (18. Jh.), wohl nach frz. motiver. Motivation f. Motivierung f. (beide 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Anregung · ↗Anreiz · ↗Ansporn · ↗Antrieb · ↗Aufhänger · ↗Motivation · Motivierung · ↗Reiz · ↗Sinnesreiz  ●  ↗Inzentiv  fachspr., bildungssprachlich, selten
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Charakter Handeln Mobilisierung Personal bedürfen moralisch psychologisch religiös

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Motivierung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich bitte, diese entscheidende Motivierung des Führers vortragen zu dürfen.
o. A.: Einhundertvierzigster Tag. Dienstag, 28. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 9580
Daran muß der Autor denken, also mit psychologischen Motivierungen sparsam und vorsichtig umgehen.
Die Zeit, 25.09.1964, Nr. 39
Dies ist nicht verwunderlich, denn die SPD hat ein großes Problem bei der Motivierung ihrer Anhänger.
Süddeutsche Zeitung, 06.08.2002
Dies ist zweifellos eine sehr humanistische Charakterisierung der »eigentlichen« Motivierung unseres Verhaltens.
Thomae, Hans: Motivation. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 22223
Aber sie ist nur ein intellektuelles Instrument geworden für eine in Wahrheit nicht mehr rationalistische Motivierung.
Schmitt, Carl: Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen Parlamentarismus, Berlin: Duncker & Humblot 1991 [1923], S. 69
Zitationshilfe
„Motivierung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Motivierung>, abgerufen am 23.07.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Motiviertheit
motiviert
motivieren
Motivforschung
Motivator
Motivik
motivisch
Motivlage
Motivsammler
Motivstruktur