Mucks, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Muckses · Nominativ Plural: Muckse
Wortbildung  mit ›Mucks‹ als Erstglied: ↗mucksmäuschenstill · ↗mucksstill  ·  mit ›Mucks‹ als Grundform: ↗mucksen

Bedeutungsübersicht+

  1. [umgangssprachlich] ⟨kein Mucks⟩
    1. a) kein Laut, Wort
    2. b) kein Widerspruch
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich kein Mucks
a)
kein Laut, Wort
Beispiele:
keinen Mucks machen
über etw. keinen Mucks verlieren
er sagte den ganzen Abend keinen Mucks (= gar nichts)
aber er hat nichts davon gesagt, keinen Mucks hat er gegeben [ J. RothRadetzkymarsch43]
b)
kein Widerspruch
Beispiel:
Die lassen sich erschießen, auch hängen, ohne einen Mucks zu sagen [ BredelEnkel400]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

mucksen · Mucks · Muckser
mucksen Vb. in der Wendung (sich) nicht mucksen ‘keinen Laut von sich geben, sich still verhalten, nicht rühren’ (17. Jh.), doch vgl. ahd. irmuckazzen ‘leise, mit halb geöffnetem Mund reden’ (Hs. 12. Jh.), Intensivbildung zu dem unter ↗mucken (s. d.) behandelten Verb. Mucks m. ‘halb unterdrückter Laut, nur angedeutete Bewegung’, Rückbildung zum Verb, vorwiegend in verneinten Sätzen (17. Jh.). Muckser m. gleichbed. mit Mucks, aber auch ‘jmd., der einen unterdrückten Laut von sich gibt, eine angedeutete Bewegung macht’ (17. Jh.). Vgl. (k)einen Mucks, Muckser, (k)ein Mückschen, Mückslein tun (17. Jh.)

Thesaurus

Synonymgruppe
Geräusch · ↗Laut · Mucks · ↗Ton

Typische Verbindungen zu ›Mucks‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mucks‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mucks‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dafür ist das Auto flüsterleise, man hört drinnen keinen Mucks.
Bild, 09.03.2006
Als er aufhörte, gab der Beamte keinen Mucks mehr von sich.
Der Tagesspiegel, 24.08.1996
Erst dann soll man es beißen und es darf keinen Mucks mehr machen dabei.
Späth, Gerold: Commedia, Frankfurt a. M.: S. Fischer 1980 [1980], S. 112
Zu Hause kam die Auflösung über Mucks sonderbares Verhalten unter die Leute.
Lochner, Rudolf: Gulle, Rammkeil und Muck. In: Flieger am Feind, Gütersloh: Bertelsmann 1934 [1934], S. 219
Herr Funke hat ihn gefragt, aber natürlich wieder kein Mucks.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 1022
Zitationshilfe
„Mucks“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mucks>, abgerufen am 30.11.2020.

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