Muffel, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Muffels · Nominativ Plural: Muffel
WorttrennungMuf-fel
Wortbildung mit ›Muffel‹ als Erstglied: ↗Muffeltier · ↗Muffelwild
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

selten
Synonym zu Mufflon
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

muff · mupf · Muff3 · Mupf · muffen2 · müffen2 · mupfen · aufmüpfig · muffeln · Muffel · muff(e)lig
muff, obd. mupf Interjektion des Widerwillens, für einen knurrigen, verdrießlichen Laut, Muff3, Mupf m. ‘Verziehen des Mundes, Hängemaul, dunkler, brummiger Ton’ (15. Jh.), mhd. gemüffe n. ‘verdrießliches Brummen, Maulen’. muffen2, müffen2, mupfen Vb. ‘den Mund (spöttisch) verziehen, murren, brummen’ (15. Jh.), obd. müpfen ‘die Nase rümpfen’, aufmupfen ‘verdrießlich blicken, aufbrausen’, dazu in neuerer Sprache aufmüpfig Adj. ‘aufsässig, widersetzlich’ (20. Jh.). Als Iterativum muffeln Vb. ‘kauend die Lippen bewegen, mürrisch, verdrießlich sein, brummend reden’ (15. Jh.). Muffel m. ‘Mops’ (18. Jh.), ‘verdrießlicher, unfreundlicher, ungesprächiger, mürrischer Mensch’ (19. Jh.). muff(e)lig Adj. ‘mürrisch, maulfaul’ (19. Jh.), älter muffig (18. Jh.), muffisch (16. Jh.). Alle Formen kann man als lautnachahmende Bildungen mit nl. moppen, mopperen ‘brummen, verdrießlich knurren’, engl. (aus dem Nd.?) to mop ‘Grimassen schneiden’ (s. ↗Mops) an eine Schallwurzel ie. *mū̌- ‘einen dumpfen Laut von sich geben (auch mit geschlossenem Mund), undeutlich reden, unartikuliert murmeln, Mund, Maul’ anschließen (s. ↗Maul).

Thesaurus

Synonymgruppe
Fadian  ugs., österr. · Grantscherm  ugs., österr. · ↗Griesgram  ugs. · ↗Isegrim  ugs. · Knasterer  ugs. · ↗Miesepeter  ugs. · ↗Miesmacher  ugs. · Muffel  ugs. · Muffkopp  ugs., rheinisch · ↗Murrkopf  ugs. · ↗Nieselpriem  ugs. · ↗Partykiller  ugs. · ↗Sauertopf  ugs. · ↗Spaßbremse  ugs., Hauptform · ↗Stimmungskiller  ugs. · ↗Trauerkloß  ugs.
Oberbegriffe
  • unangenehme Person  ●  ↗Unsympath  männl. · Unsympathin  weibl.
Assoziationen
Zoologie
Synonymgruppe
Europäischer Mufflon · ↗Muffelwild · ↗Wildschaf  ●  Muffel  ugs.
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sobald man irgend etwas nicht mitmacht, wird man automatisch zum Muffel.
Die Welt, 23.03.2005
Wenn Armut nicht eindrucksvoll genug ist, den reichen Muffel froh zu machen, nennt man das gewöhnlich Zynismus.
konkret, 1995
Sie trugen das Boot nach draußen, wo Muffel schon zwei Holzböcke hingestellt hatte.
Die Zeit, 17.01.1949, Nr. 03
Vollends vermiest wurde den Schlips-Bossen der Muffel durch eine Marktforschungs-Studie.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München: Piper 2001 [1999], S. 285
Wir beschlossen, den Muffel allein im Abteil zu lassen und unserem Frohsinn im Speisewagen weiterzuleben.
Lehmann, Arthur-Heinz: Mensch, sei positiv dagegen!, Dresden: Heyne 1939 [1939], S. 21
Zitationshilfe
„Muffel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Muffel#1>, abgerufen am 07.12.2019.

Weitere Informationen …

Muffel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Muffels · Nominativ Plural: Muffel
Aussprache
WorttrennungMuf-fel
Wortbildung mit ›Muffel‹ als Letztglied: ↗Bewegungsmuffel · ↗Ehemuffel · ↗Fernsehmuffel · ↗Fußballmuffel · ↗Gurtmuffel · ↗Morgenmuffel · ↗Wahlmuffel
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend
1.
muffliger Mensch
Beispiel:
er war ein alter, großer Muffel
2.
übertragen Person, die eine Tätigkeit ungern ausführt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

muff · mupf · Muff3 · Mupf · muffen2 · müffen2 · mupfen · aufmüpfig · muffeln · Muffel · muff(e)lig
muff, obd. mupf Interjektion des Widerwillens, für einen knurrigen, verdrießlichen Laut, Muff3, Mupf m. ‘Verziehen des Mundes, Hängemaul, dunkler, brummiger Ton’ (15. Jh.), mhd. gemüffe n. ‘verdrießliches Brummen, Maulen’. muffen2, müffen2, mupfen Vb. ‘den Mund (spöttisch) verziehen, murren, brummen’ (15. Jh.), obd. müpfen ‘die Nase rümpfen’, aufmupfen ‘verdrießlich blicken, aufbrausen’, dazu in neuerer Sprache aufmüpfig Adj. ‘aufsässig, widersetzlich’ (20. Jh.). Als Iterativum muffeln Vb. ‘kauend die Lippen bewegen, mürrisch, verdrießlich sein, brummend reden’ (15. Jh.). Muffel m. ‘Mops’ (18. Jh.), ‘verdrießlicher, unfreundlicher, ungesprächiger, mürrischer Mensch’ (19. Jh.). muff(e)lig Adj. ‘mürrisch, maulfaul’ (19. Jh.), älter muffig (18. Jh.), muffisch (16. Jh.). Alle Formen kann man als lautnachahmende Bildungen mit nl. moppen, mopperen ‘brummen, verdrießlich knurren’, engl. (aus dem Nd.?) to mop ‘Grimassen schneiden’ (s. ↗Mops) an eine Schallwurzel ie. *mū̌- ‘einen dumpfen Laut von sich geben (auch mit geschlossenem Mund), undeutlich reden, unartikuliert murmeln, Mund, Maul’ anschließen (s. ↗Maul).

Thesaurus

Synonymgruppe
Fadian  ugs., österr. · Grantscherm  ugs., österr. · ↗Griesgram  ugs. · ↗Isegrim  ugs. · Knasterer  ugs. · ↗Miesepeter  ugs. · ↗Miesmacher  ugs. · Muffel  ugs. · Muffkopp  ugs., rheinisch · ↗Murrkopf  ugs. · ↗Nieselpriem  ugs. · ↗Partykiller  ugs. · ↗Sauertopf  ugs. · ↗Spaßbremse  ugs., Hauptform · ↗Stimmungskiller  ugs. · ↗Trauerkloß  ugs.
Oberbegriffe
  • unangenehme Person  ●  ↗Unsympath  männl. · Unsympathin  weibl.
Assoziationen
Zoologie
Synonymgruppe
Europäischer Mufflon · ↗Muffelwild · ↗Wildschaf  ●  Muffel  ugs.
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sobald man irgend etwas nicht mitmacht, wird man automatisch zum Muffel.
Die Welt, 23.03.2005
Wenn Armut nicht eindrucksvoll genug ist, den reichen Muffel froh zu machen, nennt man das gewöhnlich Zynismus.
konkret, 1995
Sie trugen das Boot nach draußen, wo Muffel schon zwei Holzböcke hingestellt hatte.
Die Zeit, 17.01.1949, Nr. 03
Vollends vermiest wurde den Schlips-Bossen der Muffel durch eine Marktforschungs-Studie.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München: Piper 2001 [1999], S. 285
Wir beschlossen, den Muffel allein im Abteil zu lassen und unserem Frohsinn im Speisewagen weiterzuleben.
Lehmann, Arthur-Heinz: Mensch, sei positiv dagegen!, Dresden: Heyne 1939 [1939], S. 21
Zitationshilfe
„Muffel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Muffel#2>, abgerufen am 07.12.2019.

Weitere Informationen …

Muffel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Muffels · Nominativ Plural: Muffel
Aussprache
WorttrennungMuf-fel
eWDG, 1974

Bedeutung

Zoologie haarloser Teil zwischen den Nasenlöchern und der Oberlippe bei Wiederkäuern, Maul
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

muff · mupf · Muff3 · Mupf · muffen2 · müffen2 · mupfen · aufmüpfig · muffeln · Muffel · muff(e)lig
muff, obd. mupf Interjektion des Widerwillens, für einen knurrigen, verdrießlichen Laut, Muff3, Mupf m. ‘Verziehen des Mundes, Hängemaul, dunkler, brummiger Ton’ (15. Jh.), mhd. gemüffe n. ‘verdrießliches Brummen, Maulen’. muffen2, müffen2, mupfen Vb. ‘den Mund (spöttisch) verziehen, murren, brummen’ (15. Jh.), obd. müpfen ‘die Nase rümpfen’, aufmupfen ‘verdrießlich blicken, aufbrausen’, dazu in neuerer Sprache aufmüpfig Adj. ‘aufsässig, widersetzlich’ (20. Jh.). Als Iterativum muffeln Vb. ‘kauend die Lippen bewegen, mürrisch, verdrießlich sein, brummend reden’ (15. Jh.). Muffel m. ‘Mops’ (18. Jh.), ‘verdrießlicher, unfreundlicher, ungesprächiger, mürrischer Mensch’ (19. Jh.). muff(e)lig Adj. ‘mürrisch, maulfaul’ (19. Jh.), älter muffig (18. Jh.), muffisch (16. Jh.). Alle Formen kann man als lautnachahmende Bildungen mit nl. moppen, mopperen ‘brummen, verdrießlich knurren’, engl. (aus dem Nd.?) to mop ‘Grimassen schneiden’ (s. ↗Mops) an eine Schallwurzel ie. *mū̌- ‘einen dumpfen Laut von sich geben (auch mit geschlossenem Mund), undeutlich reden, unartikuliert murmeln, Mund, Maul’ anschließen (s. ↗Maul).

Thesaurus

Synonymgruppe
Fadian  ugs., österr. · Grantscherm  ugs., österr. · ↗Griesgram  ugs. · ↗Isegrim  ugs. · Knasterer  ugs. · ↗Miesepeter  ugs. · ↗Miesmacher  ugs. · Muffel  ugs. · Muffkopp  ugs., rheinisch · ↗Murrkopf  ugs. · ↗Nieselpriem  ugs. · ↗Partykiller  ugs. · ↗Sauertopf  ugs. · ↗Spaßbremse  ugs., Hauptform · ↗Stimmungskiller  ugs. · ↗Trauerkloß  ugs.
Oberbegriffe
  • unangenehme Person  ●  ↗Unsympath  männl. · Unsympathin  weibl.
Assoziationen
Zoologie
Synonymgruppe
Europäischer Mufflon · ↗Muffelwild · ↗Wildschaf  ●  Muffel  ugs.
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sobald man irgend etwas nicht mitmacht, wird man automatisch zum Muffel.
Die Welt, 23.03.2005
Wenn Armut nicht eindrucksvoll genug ist, den reichen Muffel froh zu machen, nennt man das gewöhnlich Zynismus.
konkret, 1995
Sie trugen das Boot nach draußen, wo Muffel schon zwei Holzböcke hingestellt hatte.
Die Zeit, 17.01.1949, Nr. 03
Vollends vermiest wurde den Schlips-Bossen der Muffel durch eine Marktforschungs-Studie.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München: Piper 2001 [1999], S. 285
Wir beschlossen, den Muffel allein im Abteil zu lassen und unserem Frohsinn im Speisewagen weiterzuleben.
Lehmann, Arthur-Heinz: Mensch, sei positiv dagegen!, Dresden: Heyne 1939 [1939], S. 21
Zitationshilfe
„Muffel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Muffel#3>, abgerufen am 07.12.2019.

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