Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Mufti, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Muftis · Nominativ Plural: Muftis
Aussprache 
Worttrennung Muf-ti
Herkunft zu muftīarab (مفتي) ‘Ausleger des Gesetzes’
eWDG

Bedeutung

mohammedanischer Rechtsgelehrter
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mufti m. Rechtsgelehrter des Islam, im Dt. zuerst (um 1700) ‘oberste Amtsperson in Rechts- und Religionsangelegenheiten in der Türkei’, Entlehnung (über frz. mufti, 16. Jh.) von arab. muftī ‘Ausleger des Gesetzes’.

Typische Verbindungen zu ›Mufti‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mufti‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mufti‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er selbst habe seine Imame aufgefordert, Mädchen unter 17 Jahren nicht zu verheiraten, sagt der Mufti. [Die Welt, 25.02.2005]
Das kann zwar anstrengend sein, ist aber nicht par ordre du mufti zu verhindern. [Süddeutsche Zeitung, 03.09.1999]
Diese verstießen gegen islamische Gesetze, weil sich die Mädchen halb nackt vor Männern zeigten, wurde der Mufti in der ägyptischen Presse zitiert. [Die Welt, 16.05.2001]
Die Geschichte mit dem Bügeleisen wies der Mufti als falsch zurück. [Die Zeit, 24.08.2009 (online)]
Der Mufti hat beachtlichen geistlichen und gesellschaftlichen Einfluß, aber keine politischen oder gesetzgeberischen Kompetenzen. [o. A. [po.]: Mufti. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1983]]
Zitationshilfe
„Mufti“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mufti>.

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