Mufti, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Muftis · Nominativ Plural: Muftis
Aussprache 
Worttrennung Muf-ti
Herkunft Arabisch
eWDG, 1974

Bedeutung

mohammedanischer Rechtsgelehrter
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mufti m. Rechtsgelehrter des Islam, im Dt. zuerst (um 1700) ‘oberste Amtsperson in Rechts- und Religionsangelegenheiten in der Türkei’, Entlehnung (über frz. mufti, 16. Jh.) von arab. muftī ‘Ausleger des Gesetzes’.

Typische Verbindungen zu ›Mufti‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mufti‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mufti‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er selbst habe seine Imame aufgefordert, Mädchen unter 17 Jahren nicht zu verheiraten, sagt der Mufti.
Die Welt, 25.02.2005
Das kann zwar anstrengend sein, ist aber nicht par ordre du mufti zu verhindern.
Süddeutsche Zeitung, 03.09.1999
Bis dahin muss es der Mufti, das religiöse Oberhaupt, prüfen.
Bild, 10.05.2004
Der Mufti hat beachtlichen geistlichen und gesellschaftlichen Einfluß, aber keine politischen oder gesetzgeberischen Kompetenzen.
o. A. [po.]: Mufti. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1983]
Hunderte deutsche Kriegsverbrecher, vor allem SS-Angehörige, flohen wie der Mufti in den Nahen Osten.
konkret, 1996
Zitationshilfe
„Mufti“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mufti>, abgerufen am 22.10.2020.

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