Muhme, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Muhme · Nominativ Plural: Muhmen
Aussprache 
Worttrennung Muh-me
Wortbildung  mit ›Muhme‹ als Letztglied: ↗Großmuhme · ↗Kindesmuhme · ↗Kornmuhme

Bedeutungsübersicht+

  1. [veraltet] ...
    1. 1. Tante
    2. 2. ältere Verwandte, Gevatterin
eWDG

Bedeutung

veraltet
1.
Tante
2.
ältere Verwandte, Gevatterin
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Muhme f. ‘weibliche Verwandte’, ursprünglich ‘Schwester der Mutter’, heute nur noch scherzhaft, ahd. muoma (9. Jh.), mhd. muome ‘Schwester der Mutter’, spätmhd. auch ‘weibliche Verwandte’, mnd. mȫme, mit Dissimilation mnd. mȫne und anord. mōna ‘Mutter’ gehen auf das unter ↗Mama (s. d.) genannte Lallwort für ‘Mutter’ ie. *māmā zurück. Im 18. Jh. wird Muhme von den differenzierenden Bezeichnungen ↗Tante, ↗Cousine, ↗Nichte (s. d.) verdrängt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Tante  Hauptform · ↗Base (aus väterlicher Linie)  fachspr., veraltet · Muhme (aus mütterlicher Linie)  fachspr., veraltet · Tantchen  ugs.

Verwendungsbeispiele für ›Muhme‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Mädchen, der Vater, die Mutter, alle Muhmen und Vettern können ihn belügen, wenn sie wollen, er ist machtlos dagegen.
Keller, Paul: Ferien vom Ich, München: Bergstadtverl. Korn 1963 [1915], S. 232
Es war jedoch nicht die Mehrzahl von einer Klatschtante, Muhme oder Vatersschwester, sondern von Basis oder der chemischen Base.
Reimann, Hans: Vergnügliches Handbuch der Deutschen Sprache, Düsseldorf: Econ-Verl. 1964 [1931], S. 236
Da sah sie beinahe so häßlich aus wie die Muhme Rumpumpel.
Preußler, Otfried: Die kleine Hexe, Stuttgart: Thienemann 1980 [1957], S. 89
Zitationshilfe
„Muhme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Muhme>, abgerufen am 24.02.2021.

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