Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Mullbinde, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mullbinde · Nominativ Plural: Mullbinden
Aussprache 
Worttrennung Mull-bin-de
Wortzerlegung Mull1 Binde
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mull · Mullbinde
Mull m. ‘dünnes Baumwollgewebe, Verbandszeug’, Übernahme (18. Jh.) von gleichbed. engl. mull. Ausgangsform ist Hindi malmal, eine Art Musselin bezeichnend (eigentlich ‘sehr weich’), dessen anglisierte Schreibung mulmull zu engl. mull verkürzt wird. Mullbinde f. (20. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Mullbinde‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Loch über dem Hals mit Mullbinden ausstopfen, das darf man nicht vergessen, sonst spritzt das ganze Blut heraus. [Die Zeit, 14.10.1983, Nr. 42]
Zerbrechlich und durchscheinend hängt es in der Nacht, wie eine gebrauchte Mullbinde. [Süddeutsche Zeitung, 21.11.2000]
Der junge Mann verschleppt das Mädchen, vergewaltigt es mehrfach, und erwürgt es schließlich mit einer Mullbinde. [Der Tagesspiegel, 05.04.2001]
Dort fiel der Mann über das Mädchen her, vergewaltigte es und erdrosselte es mit einer Mullbinde. [Bild, 07.11.2002]
Die Mädchen, die ich im Haus traf, hatten ein eigenes Spiel: Sie wickelten sich Mullbinden um Gelenke, Beine oder die Hand, gegenseitig oder allein. [Die Zeit, 28.06.1968, Nr. 26]
Zitationshilfe
„Mullbinde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mullbinde>.

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