Munition, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Munition · Nominativ Plural: Munitionen
Aussprache
WorttrennungMu-ni-ti-on
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Munition‹ als Erstglied: ↗Munitionsbunker · ↗Munitionsdepot · ↗Munitionsfabrik · ↗Munitionsgürtel · ↗Munitionslager · ↗Munitionsnachschub · ↗Munitionstransport · ↗Munitionsträger · ↗Munitionszug
 ·  mit ›Munition‹ als Letztglied: ↗Leuchtspurmunition
eWDG, 1974

Bedeutung

Sammelbezeichnung für alle Arten von Patronen, Granaten, Bomben, Minen
Beispiele:
scharfe Munition
Munition ausgeben, austeilen
Munition drehen (= herstellen), verbrauchen
seine Munition verschießen
sie waren ausreichend mit Munition versorgt
umgangssprachlich die Munition geht aus (= geht zur Neige)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Munition f. ‘Schießbedarf (Geschosse und Treibladungen) für Feuerwaffen’, Entlehnung (16. Jh.) von mfrz. munition ‘Gesamtheit der zum Kriegführen nötigen Mittel (Waffen, Sprengstoff, Geschoßvorrat sowie Proviant), Kriegsbedarf’, lat. mūnītio (Genitiv mūnītiōnis) ‘Befestigung, Verwahrung, Errichtung eines festen, schützenden Ortes, Befestigungsmittel, -werk’, mlat. auch ‘Lebensmittel, Futter’, zu lat. mūnīre ‘mauern, schanzen, in Verteidigungszustand setzen’. Im Dt. erfolgt wie im neueren Frz. Bedeutungsverengung.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausrüstung Bewaffnung Ersatzteil Geschütz Gewehr Granate Handfeuerwaffe Handgranate Kaliber Kriegsmaterial Maschinengewehr Maschinenpistole Mine Nachschub Panzer Pistole Proviant Revolver Schusswaffe Sprengstoff Treibstoff Tränengas Uran Waffe beschlagnahmen lagern scharf sicherstellen uranhaltig verschießen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Munition‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie verzweifeln allmählich daran, mit ausgeleiertem Material scharfe Munition drehen zu müssen.
Der Tagesspiegel, 22.02.2002
Warum soll man nicht so lange auf diese Munition verzichten, bis noch einmal alles überprüft ist?
Süddeutsche Zeitung, 10.01.2001
Denn erstens fehlt ihnen die Munition, und zweitens kann niemand mit ihnen umgehen.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 69
Er ging in den Laden zurück und steckte weitere Munition ein.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 276
Die Wege der Munition und des Goldes scheinen weitverzweigt und schwierig zu sein.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 204
Zitationshilfe
„Munition“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Munition>, abgerufen am 22.10.2019.

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