Museumslandschaft, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Museumslandschaft · Nominativ Plural: Museumslandschaften
Nebenform Museenlandschaft · Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Museenlandschaft · Nominativ Plural: Museenlandschaften
Aussprache [muˈzeːʊmsˌlantʃaft] · [muˈzeːənˌlantʃaft]
Worttrennung Mu-se-ums-land-schaft ● Mu-se-en-land-schaft
Wortzerlegung MuseumLandschaft
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

durch Faktoren wie Qualität, Anzahl, Vielfalt o. Ä. gekennzeichnetes Gefüge der Museen einer bestimmten Region
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die deutsche, europäische, internationale Museumslandschaft; eine reiche, vielfältige Museumslandschaft
als Genitivattribut: die Neuordnung der Museumslandschaft
Beispiele:
Zu DDR‑Zeiten als Centrum Warenhaus genutzt, stand es [das Kaufhaus Schocken] […] lange leer, ehe es nun durch den Umbau zum Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz […] eine neue Nutzung gefunden hat. Ein Glücksfall für die drittgrösste Stadt Sachsens, in der sich in den letzten Jahren eine interessante Museumslandschaft entwickelt hat. [Neue Zürcher Zeitung, 18.07.2014]
In Sachen Digitalisierung sei das Museum bislang »eines der Schlusslichter« in der deutschen Museenlandschaft. In den kommenden Jahren sollen alle Werke über Datenbanken und die Internetseite öffentlich zugänglich gemacht werden. [Die Welt, 01.08.2018]
Auch das Völkerkundemuseum stelle »einen bedeutenden Beitrag zum Reichtum unserer Museenlandschaft dar, indem es sich mit der kulturellen Vielfalt anderer Völker und Erdteile, wie etwa Afrika, Asien u. s. w.« beschäftigt. [Der Standard, 05.07.2010]
Teure Ausleihen quer durch die internationale Museumslandschaft kann man sich in Zukunft nicht mehr so ohne weiteres leisten. [Süddeutsche Zeitung, 26.09.2003]
Nach ihren [der Fachleute] Vorstellungen soll das Residenzschloß als Herzstück der Dresdner Museumslandschaft in der Nähe von Sempergalerie und Zwinger herausragende Bedeutung erhalten. [Süddeutsche Zeitung, 02.11.1996]
Die großen Kunstmuseen und Gemäldegalerien der großen Städte, an die automatisch jeder, dem das Thema begegnet, denkt, machen in Wahrheit ja nur einen Bruchteil der Museumslandschaft aus […], zu der im übrigen all die historischen und ethnologischen Museen einerseits und dörfliche Sammelstellen für kulturelles Strandgut andererseits auch gehören. [Die Zeit, 19.02.1971, Nr. 08]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Museumslandschaft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Museumslandschaft>, abgerufen am 10.05.2021.

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