Musical, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Musicals · Nominativ Plural: Musicals
Aussprache 
Worttrennung Mu-si-cal
Wortbildung  mit ›Musical‹ als Erstglied: ↗Musical-Theater · ↗Musicaltheater  ·  mit ›Musical‹ als Letztglied: ↗Filmmusical
Herkunft aus gleichbedeutend musicalamerik-engl
eWDG

Bedeutung

aus Amerika stammende, seit Anfang des 20. Jahrhunderts auch in Europa übliche musikalische Komödie, die Elemente aus Singspiel, Revue, Operette, Kabarett enthält und in der darstellerische, tänzerische und musikalische Elemente vorhanden sind
Beispiele:
ein heiteres, spritziges Musical
das weltbekannte Musical »My Fair Lady«
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Musik · musikalisch · Musikant · Musikus · Musiker · musizieren · Musical
Musik f. ‘Tonkunst, Gesamtheit der Tondichtungen (eines Volkes, einer Zeit), Wiedergabe, Darbietung einer Tondichtung’, Übernahme von lat. (ars) mūsica, aus griech. mūsikḗ (téchnē) (μουσικὴ τέχνη) ‘Musenkunst, Musik’ (im Sinne der Antike auch Dichtkunst und Geistesbildung umfassend), dem substantivierten Fem. des Adjektivs lat. mūsicus, griech. mūsikós (μουσικός) ‘zu den Musenkünsten (Dichtkunst und Musik) gehörig, ihren Regeln folgend’, Ableitung von griech. Mū́sa (Μοῦσα) ‘die die Künste, besonders Gesang und Dichtkunst, beschirmende Göttin’ (s. ↗Muse). Das lat. Wort wird, auf die Tonkunst bezogen, zum ersten Mal im 9. Jh. in einen ahd. Text aufgenommen (musica, Otfrid); dann folgt als Entlehnung aus dem Lat. mhd. mūseke, mūsic, frühnhd. Music (16. Jh.). Unter Einfluß von gleichbed. frz. musique setzt sich die Schreibung Musik (17. Jh.) und Betonung auf der Endsilbe durch. musikalisch Adj. ‘die Musik betreffend, nach ihren Regeln gestaltet, musikbegabt, klangvoll’ (Anfang 16. Jh.), aus mlat. musicalis. Musikant m. ‘Spielmann, wer zur Unterhaltung und zum Tanz aufspielt’ (2. Hälfte 16. Jh.), zu lat. mūsicāns (Genitiv mūsicantis), Part. Präs. von lat. mūsicāre (s. unten), heute oft geringschätzig. Musikus m. ‘Musik Ausübender’ (um 1500), früher der gewähltere Ausdruck gegenüber Musiker (Adelung), heute nur noch scherzhaft, lat. mūsicus ‘Tonsetzer, Tonkünstler’, Substantivierung des Adjektivs lat. mūsicus (s. oben); die heute übliche Berufsbezeichnung ist die eingedeutschte Form Musiker m. (Ende 18. Jh.). musizieren Vb. ‘Musik machen, ein Instrument, ein Tonstück spielen’ (Mitte 16. Jh.), aus lat. mūsicāre ‘musikalisch, melodisch einrichten’. Musical n. ‘modernes Musiktheater, heiteres musikalisches Singspiel’, Übernahme (Mitte 20. Jh.) von amerik.-engl. musical, substantivierte Kurzform von engl. musical comedy.

Thesaurus

Synonymgruppe
Musical · Musiktheaterstück · ↗Singspiel
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Musical‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Musical‹.

Verwendungsbeispiele für ›Musical‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nach 2377 Vorstellungen wurde das Musical "Annie" vom Spielplan des Uris-Theaters in New York abgesetzt.
o. A. [cbs.]: Broadway. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1983]
An dieser Stelle ist ausnahmsweise das Musical dem Film überlegen.
Die Zeit, 17.12.2003, Nr. 51
Gerade meine Musicals lehnen sich stark an die Oper an.
Der Tagesspiegel, 01.10.1999
Was es bedeutet, die Massen dort abholen zu wollen, wo sie stehen, belegt die Geschichte des Musicals exemplarisch.
konkret, 1996
Auch die Operette und das Musical halten sich weitgehend an das Nummernschema.
Fath, Rolf: Wörterbuch - N. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 6950
Zitationshilfe
„Musical“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Musical>, abgerufen am 12.05.2021.

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