Musik, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Musik · Nominativ Plural: Musiken
Aussprache
WorttrennungMu-sik (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Musik‹ als Erstglied: ↗Musikanlage · ↗Musikautomat · ↗Musikband · ↗Musikbar · ↗Musikbarbar · ↗Musikbegeisterung · ↗Musikberichterstatter · ↗Musikbibliothek · ↗Musikbox · ↗Musikbranche · ↗Musikclub · ↗Musikcorps · ↗Musikdampfer · ↗Musikdatei · ↗Musikdirektor · ↗Musikdrama · ↗Musiker · ↗Musikerziehung · ↗Musikfachmann · ↗Musikfest · ↗Musikfestspiel · ↗Musikfilm · ↗Musikfreund · ↗Musikgenie · ↗Musikgeschichte · ↗Musikgeschäft · ↗Musikhistoriker · ↗Musikhochschule · ↗Musikindustrie · ↗Musikinstrument · ↗Musikjournalist · ↗Musikkapelle · ↗Musikkassette · ↗Musikklub · ↗Musikkorps · ↗Musikkritik · ↗Musikkritiker · ↗Musikleben · ↗Musiklehre · ↗Musiklehrer · ↗Musikliebe · ↗Musikliebhaber · ↗Musikliteratur · ↗Musikmeister · ↗Musiknarr · ↗Musiknote · ↗Musikologe · ↗Musikpreis · ↗Musikpreisrätsel · ↗Musikproduzent · ↗Musikprogramm · ↗Musikpublikum · ↗Musikpädagoge · ↗Musikrat · ↗Musikreiten · ↗Musiksaal · ↗Musikschaffen · ↗Musikschrank · ↗Musikschule · ↗Musiksender · ↗Musiksoziologie · ↗Musiksprache · ↗Musikstudent · ↗Musikstück · ↗Musikszene · ↗Musiktheater · ↗Musiktheorie · ↗Musiktherapie · ↗Musiktruhe · ↗Musikunterricht · ↗Musikverlag · ↗Musikverleger · ↗Musikvideo · ↗Musikwerk · ↗Musikwissenschaft · ↗Musikwissenschaftler · ↗Musikzeitschrift · ↗musikbegabt · ↗musikbegeistert · ↗musikhistorisch · ↗musikverständig
 ·  mit ›Musik‹ als Letztglied: ↗Abendmusik · ↗Ballettmusik · ↗Barbarenmusik · ↗Barockmusik · ↗Beatmusik · ↗Begleitmusik · ↗Biermusik · ↗Blasmusik · ↗Blechmusik · ↗Bumsmusik · ↗Bühnenmusik · ↗Chormusik · ↗Discomusik · ↗Diskomusik · ↗Dorfmusik · ↗E-Musik · ↗Engelsmusik · ↗Ensemblemusik · ↗Fahrstuhlmusik · ↗Festmusik · ↗Figuralmusik · ↗Filmmusik · ↗Folkmusik · ↗Gebrauchsmusik · ↗Geistermusik · ↗Grammofonmusik · ↗Grammophonmusik · ↗Hausmusik · ↗Hintergrundmusik · ↗Instrumentalmusik · ↗Jagdmusik · ↗Janitscharenmusik · ↗Jazzmusik · ↗Jugendmusik · ↗Kaffeehausmusik · ↗Kammermusik · ↗Kapellmeistermusik · ↗Katzenmusik · ↗Kirchenmusik · ↗Klaviermusik · ↗Kunstmusik · ↗Kurmusik · ↗Lautsprechermusik · ↗Lieblingsmusik · ↗Live-Musik · ↗Livemusik · ↗Marschmusik · ↗Mensuralmusik · ↗Metamusik · ↗Militärmusik · ↗Morgenmusik · ↗Nachtmusik · ↗Negermusik · ↗Operettenmusik · ↗Opernmusik · ↗Orchestermusik · ↗Orgelmusik · ↗Popmusik · ↗Programm-Musik · ↗Programmmusik · ↗Radiomusik · ↗Rapmusik · ↗Regimentsmusik · ↗Rockmusik · ↗Salonmusik · ↗Schallplattenmusik · ↗Schalmeienmusik · ↗Schlagermusik · ↗Schrammelmusik · ↗Schulmusik · ↗Schunkelmusik · ↗Sphärenmusik · ↗Spielmusik · ↗Stadtmusik · ↗Streichmusik · ↗Tafelmusik · ↗Tanzmusik · ↗Trauermusik · ↗Turmmusik · ↗U-Musik · ↗Unterhaltungsmusik · ↗Urmusik · ↗Urwaldmusik · ↗Vierteltonmusik · ↗Vokalmusik · ↗Volksmusik · ↗Walzermusik · ↗Weltmusik · ↗Werbemusik · ↗Westernmusik · ↗Wunschmusik · ↗Zigeunermusik · ↗Zukunftsmusik · ↗Zwischenaktmusik · ↗Zwischenaktsmusik · ↗Zwischenmusik · ↗Zwölftonmusik
 ·  mit ›Musik‹ als Binnenglied: ↗Jugendmusikbewegung
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
nur im Singular
Kunst, die Töne so ordnet, dass Melodien im zeitlichen Nacheinander, Harmonien im gleichzeitigen Nebeneinander oder Übereinander hervorgebracht werden und durch rhythmische Gliederung Werke entstehen, die das menschliche Gefühlsleben auf mannigfaltige Weise zum Ausdruck bringen, Tonkunst
Beispiele:
geistliche, weltliche, homophone, polyphone, klassische, moderne, atonale, mechanische, elektronische Musik
deutsche, russische, italienische Musik
Musik lieben, pflegen, treiben, studieren
er will nur gute Musik hören
er kennt die zeitgenössische Musik, ist ein Freund der guten Musik
Freude, Gefallen an (der) Musik haben, finden
sprichwörtlich der Ton macht die Musik (= die Art und Weise, wie man etwas sagt, ist entscheidend)
An die Musik [SchubertAn die MusikTitel]
übertragen
Beispiele:
die Nachricht, diese Auszeichnung, das öffentliche Lob ist Musik für meine, in meinen Ohren (= ist mir sehr willkommen)
Es war nur die Musik der Worte und der seltsame Zauber des Gedichtes, was mich in Ruhe wiegte [LuxemburgBriefe42]
2.
meist im Singular
das durch 1 Geschaffene, Musikwerk, Musikwerke
Beispiele:
eine gute, edle, feierliche Musik
eine leichte, leise, gedämpfte, rauschende Musik erklang
umgangssprachlich eine flotte Musik erklang
er schreibt schwere, gehaltvolle Musik
die Musik zu einem Operntext, Film schreiben
eine sinnliche, zarte, liebliche Musik ertönte im Radio
die Musik brach plötzlich ab
der Film brachte an mehreren Stellen eine untermalende Musik
die Musik setzte mit einem Tusch ein
Veranstaltungen mit Musik und Tanz
Ließ sich alles in Musik setzen zu einem Jubilate für Chor, Soli [FürnbergMozart-Novelle64]
3.
umgangssprachlich Musikkapelle
Beispiele:
die Musik spielte einen Tusch
an der Spitze des Demonstrationszuges marschiert die Musik
die Musik spielt zum Tanz auf, spielte einen Walzer
die Musik bestellen, bezahlen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Musik · musikalisch · Musikant · Musikus · Musiker · musizieren · Musical
Musik f. ‘Tonkunst, Gesamtheit der Tondichtungen (eines Volkes, einer Zeit), Wiedergabe, Darbietung einer Tondichtung’, Übernahme von lat. (ars) mūsica, aus griech. mūsikḗ (téchnē) (μουσικὴ τέχνη) ‘Musenkunst, Musik’ (im Sinne der Antike auch Dichtkunst und Geistesbildung umfassend), dem substantivierten Fem. des Adjektivs lat. mūsicus, griech. mūsikós (μουσικός) ‘zu den Musenkünsten (Dichtkunst und Musik) gehörig, ihren Regeln folgend’, Ableitung von griech. Mū́sa (Μοῦσα) ‘die die Künste, besonders Gesang und Dichtkunst, beschirmende Göttin’ (s. ↗Muse). Das lat. Wort wird, auf die Tonkunst bezogen, zum ersten Mal im 9. Jh. in einen ahd. Text aufgenommen (musica, Otfrid); dann folgt als Entlehnung aus dem Lat. mhd. mūseke, mūsic, frühnhd. Music (16. Jh.). Unter Einfluß von gleichbed. frz. musique setzt sich die Schreibung Musik (17. Jh.) und Betonung auf der Endsilbe durch. musikalisch Adj. ‘die Musik betreffend, nach ihren Regeln gestaltet, musikbegabt, klangvoll’ (Anfang 16. Jh.), aus mlat. musicalis. Musikant m. ‘Spielmann, wer zur Unterhaltung und zum Tanz aufspielt’ (2. Hälfte 16. Jh.), zu lat. mūsicāns (Genitiv mūsicantis), Part. Präs. von lat. mūsicāre (s. unten), heute oft geringschätzig. Musikus m. ‘Musik Ausübender’ (um 1500), früher der gewähltere Ausdruck gegenüber Musiker (Adelung), heute nur noch scherzhaft, lat. mūsicus ‘Tonsetzer, Tonkünstler’, Substantivierung des Adjektivs lat. mūsicus (s. oben); die heute übliche Berufsbezeichnung ist die eingedeutschte Form Musiker m. (Ende 18. Jh.). musizieren Vb. ‘Musik machen, ein Instrument, ein Tonstück spielen’ (Mitte 16. Jh.), aus lat. mūsicāre ‘musikalisch, melodisch einrichten’. Musical n. ‘modernes Musiktheater, heiteres musikalisches Singspiel’, Übernahme (Mitte 20. Jh.) von amerik.-engl. musical, substantivierte Kurzform von engl. musical comedy.

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Musik · ↗Tonkunst  ●  Frau Musica (Allegorie)  geh. · Lala  ugs. · ↗Mucke  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Festival Film Hochschule Jahrhundert Jazz Kunst Literatur Malerei Sprache Tanz Text Theater Video alt elektronisch erklingen geistlich hören klassisch klingen komponieren laut lieben modern neu populär schreiben spielen traditionell zeitgenössisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Musik‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie forderten bereits in den zwanziger Jahren, revolutionäre Ideen in revolutionäre Musik zu verpacken.
konkret, 1996
Und die Musik von Lou Reed war nun längst kein scheues Suchen mehr.
Die Zeit, 21.06.1996, Nr. 26
Auch die Musik dürfte schon ein Stadium weitgehender organischer Entwicklung erreicht haben.
Angelis, Alberto de u. a.: Rom. In: Blume, Friedrich (Hg.), Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1963], S. 35120
Offenbar hat er auch noch ein größeres Werk über Musik geschrieben, das nicht erhalten ist.
Reaney, Gilbert: Nikomachos von Gerasa. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1961], S. 31221
Die Melodie der Sprache hatte über die Musik gesiegt, die man der Sprache hatte aufzwingen wollen.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 27234
Zitationshilfe
„Musik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Musik>, abgerufen am 11.12.2018.

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