Musiker, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Musikers · Nominativ Plural: Musiker
Aussprache
WorttrennungMu-si-ker
HerkunftGriechisch
WortzerlegungMusik-er
Wortbildung mit ›Musiker‹ als Letztglied: ↗Allroundmusiker · ↗Berufsmusiker · ↗Ensemblemusiker · ↗Jazzmusiker · ↗Kammermusiker · ↗Kirchenmusiker · ↗Laienmusiker · ↗Orchestermusiker · ↗Popmusiker · ↗Rockmusiker · ↗Soulmusiker · ↗Studiomusiker
eWDG, 1974

Bedeutung

jmd., der beruflich Musik ausübt
Beispiele:
er wollte Musiker werden
ein temperamentvoller Musiker
der Cellist ist ein Musiker von internationalem Rang
Orchestermitglied
Beispiel:
die Musiker betraten die Bühne, nahmen an den Pulten Platz
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Musik · musikalisch · Musikant · Musikus · Musiker · musizieren · Musical
Musik f. ‘Tonkunst, Gesamtheit der Tondichtungen (eines Volkes, einer Zeit), Wiedergabe, Darbietung einer Tondichtung’, Übernahme von lat. (ars) mūsica, aus griech. mūsikḗ (téchnē) (μουσικὴ τέχνη) ‘Musenkunst, Musik’ (im Sinne der Antike auch Dichtkunst und Geistesbildung umfassend), dem substantivierten Fem. des Adjektivs lat. mūsicus, griech. mūsikós (μουσικός) ‘zu den Musenkünsten (Dichtkunst und Musik) gehörig, ihren Regeln folgend’, Ableitung von griech. Mū́sa (Μοῦσα) ‘die die Künste, besonders Gesang und Dichtkunst, beschirmende Göttin’ (s. ↗Muse). Das lat. Wort wird, auf die Tonkunst bezogen, zum ersten Mal im 9. Jh. in einen ahd. Text aufgenommen (musica, Otfrid); dann folgt als Entlehnung aus dem Lat. mhd. mūseke, mūsic, frühnhd. Music (16. Jh.). Unter Einfluß von gleichbed. frz. musique setzt sich die Schreibung Musik (17. Jh.) und Betonung auf der Endsilbe durch. musikalisch Adj. ‘die Musik betreffend, nach ihren Regeln gestaltet, musikbegabt, klangvoll’ (Anfang 16. Jh.), aus mlat. musicalis. Musikant m. ‘Spielmann, wer zur Unterhaltung und zum Tanz aufspielt’ (2. Hälfte 16. Jh.), zu lat. mūsicāns (Genitiv mūsicantis), Part. Präs. von lat. mūsicāre (s. unten), heute oft geringschätzig. Musikus m. ‘Musik Ausübender’ (um 1500), früher der gewähltere Ausdruck gegenüber Musiker (Adelung), heute nur noch scherzhaft, lat. mūsicus ‘Tonsetzer, Tonkünstler’, Substantivierung des Adjektivs lat. mūsicus (s. oben); die heute übliche Berufsbezeichnung ist die eingedeutschte Form Musiker m. (Ende 18. Jh.). musizieren Vb. ‘Musik machen, ein Instrument, ein Tonstück spielen’ (Mitte 16. Jh.), aus lat. mūsicāre ‘musikalisch, melodisch einrichten’. Musical n. ‘modernes Musiktheater, heiteres musikalisches Singspiel’, Übernahme (Mitte 20. Jh.) von amerik.-engl. musical, substantivierte Kurzform von engl. musical comedy.

Thesaurus

Musik
Synonymgruppe
Musikant · ↗Musikus (scherzh. altertümelnd)  ●  Musiker  Hauptform · ↗Spielmann  veraltet
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • aufspielen  ●  das musikalische Rahmenprogramm liefern  variabel · für die musikalische Untermalung sorgen  variabel
Synonymgruppe
...spieler (Musikinstrument) · Musiker  ●  Frau am (... / Frau an der ...)  ugs., weibl., variabel · ↗Instrumentalist  fachspr. · Mann am (... / an der ...)  ugs., männl., variabel
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Jazz-Pianist

Typische Verbindungen
computergeneriert

Artist Band Dichter Dirigent Ensemble Filmemacher Komponist Konzert Künstler Literat Maler Musikerin Orchester Produzent Schauspieler Schriftsteller Sänger Tänzer ausgebildet ausübend bedeutend befreundet begabt berühmt blind geboren hervorragend jung professionell vier

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Musiker‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Konzert von hundert Musikern, das ich bald hören werde, fällt mir ein.
Strittmatter, Erwin: Der Laden, Berlin: Aufbau-Verl. 1983, S. 908
Wieso ist er nicht längst genannt worden neben den andern emigrierten Musikern?
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1946. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1946], S. 250
Dann wird die Unterhaltung der Gäste wenigstens nicht häufiger von den Musikern, als die Musik von der Unterhaltung gestört werden.
Stettenheim, Julius: Der moderne Knigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1902], S. 19352
Nach dem Käse rundeten die Musiker den Abend mit dem Allegro vivace aus demselben Streichquartett ab.
Suter, Martin: Lila, Lila, Zürich: Diogenes 2004, S. 311
Von seiner Position aus waren zwar keine Musiker zu sehen, bei denen er sich mit Applaus hätte bedanken können.
Kuckart, Judith: Lenas Liebe, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 129
Zitationshilfe
„Musiker“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Musiker>, abgerufen am 23.09.2019.

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