Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Muskel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Muskels · Nominativ Plural: Muskeln · wird meist im Plural verwendet
Aussprache 
Worttrennung Mus-kel
eWDG

Bedeutung

aktives Bewegungsorgan des Körpers, das den Hauptbestandteil des Fleisches bildet
Beispiele:
kräftige, feste, stählerne Muskeln
der Boxer hat pralle Muskeln
einen Muskel spannen, anspannen, entspannen
in seinem Gesicht bebten die Muskeln vor Erregung
die Tigerkatze lässt ihre Muskeln spielen
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Muskel · muskulös · Muskulatur
Muskel m. ‘fleischiger, Bewegung bewirkender Teil im menschlichen und tierischen Körper’, gelehrte Entlehnung (Anfang 18. Jh.) über die medizin.-lat. Wissenschaftssprache (Muscul, 17. Jh.) aus lat. mūsculus ‘Muskel’, eigentlich ‘Mäuschen’, Deminutivbildung zu lat. mūs ‘Maus’. Die verbreitete Bedeutungsübertragung (s. Maus) beruht auf dem Vergleich der Muskelbewegungen unter der Haut mit dem Laufen einer Maus bzw. mit deren oval-rundlicher Form. – muskulös Adj. ‘von Muskeln durchzogen, kräftig’ (18. Jh.), frz. musculeux, lat. mūsculōsus. Muskulatur f. ‘Muskelgefüge, Gesamtheit der Muskeln’ (19. Jh.), gelehrte latinisierende Bildung.

Thesaurus

Anatomie
Synonymgruppe
Muskel [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Muskel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Muskel‹.

Körperstellesystem anspannen antagonistisch dehnen entspannen erschlaffen gedehnt gelähmt gestählt lockern lähmen quergestreift schlaff schmerzen schmerzend schwellend spannen stählen trainieren trainiert verhärtet verkrampfen verkrampft verspannt zucken zumachen übersäuert

Verwendungsbeispiele für ›Muskel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Muskel, um den es hier geht, hat die Form einer 8. [Wilberg, Gerlinde M.: Zeit für uns, München: Frauenbuchverl. 1979, S. 18]
Umgekehrt kann ein verkürzter glatter Muskel seine Länge ohne weitere aktive Tätigkeit beibehalten. [Rüdel, Reinhard u. Brenner, Bernhard: Muskeln und Motilität. In: Dudel, Josef u. a. (Hgg.) Neurowissenschaft, Berlin: Springer 1996, S. 152]
Die Organe, die sie in Bewegung setzen, sind unsere Muskeln. [Frisch, Karl von: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 54]
Braucht jemand mehr Gehalt, mehr Mädels, mehr Muskeln, mehr Stil? [Die Zeit, 27.04.2000, Nr. 18]
Die Tiere erlangten die Kontrolle über ihre Muskeln zum Teil zurück. [Die Zeit, 04.02.1999, Nr. 6]
Zitationshilfe
„Muskel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Muskel>.

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