Muskulatur, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Muskulatur · Nominativ Plural: Muskulaturen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungMus-ku-la-tur (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Muskulatur‹ als Letztglied: ↗Atemmuskulatur · ↗Bauchmuskulatur · ↗Beinmuskulatur · ↗Gefäßmuskulatur · ↗Herzmuskulatur · ↗Rückenmuskulatur
eWDG, 1974

Bedeutung

Gesamtheit der Muskeln
Beispiele:
die Muskulatur des Körpers
ein Mann mit kräftiger Muskulatur
die Muskulatur straffen, entspannen, spielen lassen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Muskel · muskulös · Muskulatur
Muskel m. ‘fleischiger, Bewegung bewirkender Teil im menschlichen und tierischen Körper’, gelehrte Entlehnung (Anfang 18. Jh.) über die medizin.-lat. Wissenschaftssprache (Muscul, 17. Jh.) aus lat. mūsculus ‘Muskel’, eigentlich ‘Mäuschen’, Deminutivbildung zu lat. mūs ‘Maus’. Die verbreitete Bedeutungsübertragung (s. ↗Maus) beruht auf dem Vergleich der Muskelbewegungen unter der Haut mit dem Laufen einer Maus bzw. mit deren oval-rundlicher Form. muskulös Adj. ‘von Muskeln durchzogen, kräftig’ (18. Jh.), frz. musculeux, lat. mūsculōsus. Muskulatur f. ‘Muskelgefüge, Gesamtheit der Muskeln’ (19. Jh.), gelehrte latinisierende Bildung.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Atemweg Beckenboden Bindegewebe Dehnung Durchblutung Erschlaffen Erschlaffung Fettgewebe Gebärmutter Gefäßwand Kontraktion Kräftigung Sehne Skelett Verkrampfung Verspannung Wirbelsäule axial erschlaffen erschlafft glatt kräftigen mimisch quergestreift schlaff somatisch verkrampfen verkrampft verspannen verspannt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Muskulatur‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf die Augen achte er bei Frauen, bei Männern eher auf die Muskulatur.
Der Tagesspiegel, 15.01.2004
Auf die elektrischen Reize hin strafft sich die Muskulatur, die Kinder halten sich gerade.
Der Spiegel, 14.11.1983
Die Muskulatur an Armen und Beinen wirkte durch ihre Überzeichnung dekorativ.
o. A.: Lexikon der Kunst - O. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1993], S. 14166
In dem langen und schmalen Rücken sah man zugleich die feine Muskulatur spielen.
Baum, Vicky: Menschen im Hotel, München: Droemersche Verlagsanstalt 1956 [1929], S. 217
Die anderen reagieren auch intensiv, doch im Gegensatz zur ersten Gruppe mit deutlichem Erschlaffen der Muskulatur.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 14
Zitationshilfe
„Muskulatur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Muskulatur>, abgerufen am 17.10.2019.

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