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Muttermal, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Muttermal(e)s · Nominativ Plural: Muttermale
Aussprache 
Worttrennung Mut-ter-mal
Wortzerlegung Mutter1 Mal1
eWDG

Bedeutung

angeborener, oft brauner oder braunschwarzer Fleck am Körper
Beispiel:
ein Muttermal am Arm
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mal2 · Denkmal · Mahnmal · Merkmal · Muttermal · Wundmal
Mal2 n. ‘Zeichen, Fleck, verfärbte Hautstelle’ (Wund-, Muttermal), hervorgegangen aus ahd. māl, vgl. ougmāl ‘Augenschminke’, anamāl(i) ‘Narbe’ (9. Jh.), mhd. mnd. māl ‘Zeichen, Merkmal, Fleck’, mnl. mael, nl. maal, got. mēla (Plur.) ‘Schrift’ (germ. *mēla-; zu Herkunft und Verwandtschaft s. malen), mit dem ahd. (um 800), mhd. meil ‘Fleck, Zeichen, Befleckung, Sünde, Schande’ in frühnhd. mal ‘Zeichen, Fleck, Markierung’ zusammenfällt, wobei zugleich vielfach semantischer Einfluß von lautgleichem Mal1 (s. d.) erkennbar ist. Die Herkunft von ahd. mhd. meil, mnd. mēl, aengl. māl, engl. mole ‘Muttermal’, got. mail ‘Runzel’ ist ungewiß. Vielleicht sind vergleichbar griech. miá͞inein (μιαίνειν) ‘beflecken, besudeln’ und lit. máiva ‘Sumpfboden’, so daß eine Wurzel ie. *mai- ‘beflecken, beschmutzen’ angenommen werden kann. – Denkmal n. ‘Erinnerungszeichen’ (16. Jh.); seit dem 17. Jh. (wohl unter Einfluß von Monument, s. d.) ‘gegenständliches Bauwerk, Standbild’. Mahnmal n. ‘zur Mahnung, Erinnerung gesetztes Zeichen oder Denkmal’ (20. Jh.). Merkmal n. ‘Kennzeichen’ (17. Jh.). Muttermal n. ‘von Geburt an vorhandener Fleck, Zeichen in der Haut’ (16. Jh.). Wundmal n. ‘Zeichen einer körperlichen Verletzung, frische oder vernarbte Wunde’, ahd. wuntmāli (um 1000), wuntmāl (11. Jh.), mhd. wuntmāl.

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Chloasma · Hautfleck · Leberfleck · Pigmentfleck  ●  Muttermal  ugs. · Nävus  fachspr. · Pigmentnävus  fachspr. · Schönheitsfleck  ugs.

Typische Verbindungen zu ›Muttermal‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Muttermal‹.

Verwendungsbeispiele für ›Muttermal‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch der Mann auf dem Video habe ein solches Muttermal nicht. [Die Zeit, 13.06.2008 (online)]
Im nächsten Jahr wird sein erster Roman erscheinen, "Das Muttermal", eine Geschichte über Schuld. [Süddeutsche Zeitung, 30.09.1997]
Was man auf den warmtonigen Oberflächen der Fotos sieht, ist meist nur schemenhaft erkennbar, vielleicht erscheinen Muttermale auf der Haut. [Der Tagesspiegel, 19.09.1998]
Wichtig ist, selber rechtzeitig ein auffälliges oder verändertes Muttermal zu erkennen. [Süddeutsche Zeitung, 20.07.2000]
Sie hat Narben am linken Handgelenk und ein Muttermal auf der Nase. [Süddeutsche Zeitung, 14.12.2004]
Zitationshilfe
„Muttermal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Muttermal>.

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