Muttermal, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungMut-ter-mal
WortzerlegungMutter1Mal1
eWDG, 1974

Bedeutung

angeborener, oft brauner oder braunschwarzer Fleck am Körper
Beispiel:
ein Muttermal am Arm
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mal2 · Denkmal · Mahnmal · Merkmal · Muttermal · Wundmal
Mal2 n. ‘Zeichen, Fleck, verfärbte Hautstelle’ (Wund-, Muttermal), hervorgegangen aus ahd. māl, vgl. ougmāl ‘Augenschminke’, anamāl(i) ‘Narbe’ (9. Jh.), mhd. mnd. māl ‘Zeichen, Merkmal, Fleck’, mnl. mael, nl. maal, got. mēla (Plur.) ‘Schrift’ (germ. *mēla-; zu Herkunft und Verwandtschaft s. ↗malen), mit dem ahd. (um 800), mhd. meil ‘Fleck, Zeichen, Befleckung, Sünde, Schande’ in frühnhd. mal ‘Zeichen, Fleck, Markierung’ zusammenfällt, wobei zugleich vielfach semantischer Einfluß von lautgleichem ↗Mal (s. d.) erkennbar ist. Die Herkunft von ahd. mhd. meil, mnd. mēl, aengl. māl, engl. mole ‘Muttermal’, got. mail ‘Runzel’ ist ungewiß. Vielleicht sind vergleichbar griech. miá͞inein (μιαίνειν) ‘beflecken, besudeln’ und lit. máiva ‘Sumpfboden’, so daß eine Wurzel ie. *mai- ‘beflecken, beschmutzen’ angenommen werden kann. Denkmal n. ‘Erinnerungszeichen’ (16. Jh.); seit dem 17. Jh. (wohl unter Einfluß von ↗Monument, s. d.) ‘gegenständliches Bauwerk, Standbild’. Mahnmal n. ‘zur Mahnung, Erinnerung gesetztes Zeichen oder Denkmal’ (20. Jh.). Merkmal n. ‘Kennzeichen’ (17. Jh.). Muttermal n. ‘von Geburt an vorhandener Fleck, Zeichen in der Haut’ (16. Jh.). Wundmal n. ‘Zeichen einer körperlichen Verletzung, frische oder vernarbte Wunde’, ahd. wuntmāli (um 1000), wuntmāl (11. Jh.), mhd. wuntmāl.

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Chloasma · Hautfleck · ↗Leberfleck · ↗Pigmentfleck  ●  Muttermal  ugs. · Nävus  fachspr. · Pigmentnävus  fachspr. · ↗Schönheitsfleck  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brust Entfernung Haar Kinn Leberfleck Leberflecken Lippe Mund Narbe Nase Ohr Rücken Stirn Tätowierung Wange Warze auffällig entfernen harmlos winzig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Muttermal‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch der Mann auf dem Video habe ein solches Muttermal nicht.
Die Zeit, 13.06.2008 (online)
Im nächsten Jahr wird sein erster Roman erscheinen, "Das Muttermal", eine Geschichte über Schuld.
Süddeutsche Zeitung, 30.09.1997
Findlingskinder, mit denen es das Schicksal gut meint, pflegen ein charakteristisches Muttermal zu besitzen, mit dem sie alles Nötige beweisen können.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26352
Auch die häßliche Warze und das oft lästige Muttermal eignen sich nicht für häusliche Kuren.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 2
Manchmal trug Hanna ein Kleid, dessen Ausschnitt weit genug war, um das Muttermal an der linken oberen Schulter zu zeigen.
Schlink, Bernhard: Der Vorleser, Zürich: Diogenes 1995, S. 89
Zitationshilfe
„Muttermal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Muttermal>, abgerufen am 21.08.2018.

Weitere Informationen …