Mutterrecht, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungMut-ter-recht
WortzerlegungMutter1Recht
Wortbildung mit ›Mutterrecht‹ als Erstglied: ↗mutterrechtlich
eWDG, 1974

Bedeutung

in der Gentilgesellschaft bestehende rechtliche Ordnung von Abstammungsfolge und Erbfolge in mütterlicher Linie, Matriarchat

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Einige Jahre später, nach dem Erscheinen des „Mutterrechts“, gab es sogar noch eine ethnologische Bestätigung.
Die Zeit, 20.11.1987, Nr. 48
Auf diesen Fall sollte man den Namen »Mutterrecht« im technischen Sinn beschränken.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 196
Von vielen seiner Lieder weiß man doch, daß die dichterische Fiktion das größere Mutterrecht an ihnen hatte, als das wirkliche Erleben.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26320
Eine der am weitesten verbreiteten Formen ist die, welche mit einem ungeschickten und irreführenden Namen als Mutterrecht oder gar als Matriarchat bezeichnet wird.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. I,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1884], S. 18839
Den jüdischen Monotheismus lässt er aus der Vertreibung der Menschen aus dem Paradies der sexuellen Freiheit und des Mutterrechts hervorgehen.
Süddeutsche Zeitung, 26.08.2003
Zitationshilfe
„Mutterrecht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mutterrecht>, abgerufen am 21.11.2019.

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