Nähmaschine, die
GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungNäh-ma-schi-ne (computergeneriert)
WortzerlegungnähenMaschine
Wortbildung mit ›Nähmaschine‹ als Letztglied: ↗Koffernähmaschine · ↗Schiffchennähmaschine · ↗Zickzacknähmaschine
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Maschine mit Hand-, Fuß- oder elektrischem Antrieb zum Nähen
2.
Soldatensprache
a)
Maschinengewehr
b)
im Zweiten Weltkrieg   altes, ein klappernd-surrendes Geräusch verursachendes (russisches) Kampf- oder Beobachtungsflugzeug
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

nähen · Naht · Näherin · Nähmaschine
nähen Vb. ‘(Stoff)teile mit Stichen verbinden, schneidern’, ahd. nāen (9. Jh.), mhd. næjen, næn, nægen, næwen, mnd. neyen, mnl. naeyen, nl. naaien (germ. *nējan) führen mit verwandten Wörtern wie griech. nḗn (νῆν, aus *ονηιειν) ‘spinnen’, nḗma (νῆμα) ‘Gespinst, Faden’, lat. nēre ‘spinnen’, nēmen ‘Gespinst, Gewebe’, (ablautend) kymr. nyddu ‘spinnen’, lit. nýtis ‘Weberkamm’, russ. nit’ (нить) ‘Faden’, (mit anlautendem s-) mir. snīm ‘das Spinnen’, air. snāth(e) ‘Faden’ auf die Wurzelformen ie. *(s)nē-, *(s)nēi- ‘Fäden zusammendrehen, mit dem Faden hantieren, weben, spinnen, nähen’. Das innerhalb des Germ. nur im Dt. und Nl. bezeugte Verb muß, wie die Ableitung ↗Nadel (s. d.) zeigt, ursprünglich weiter verbreitet gewesen sein. Auf die dentale Wurzelerweiterung ie. *ned- gehen ↗Nessel, ↗nesteln und ↗Netz (s. d.) zurück. Naht f. ‘Stofflinie, an der etw. zusammengenäht ist’, ahd. nāt (11. Jh.), mhd. mnd. nāt, mnl. naet, nl. naad, ti-Abstraktum zum Verb. Vielfach übertragen auf Nahtähnliches, bereits mhd. ‘Verbindungsstelle der (Schädel)knochen’ (14. Jh.), ‘Verbindung zusammengelöteter oder -geschweißter Metallteile’ (18. Jh.), vgl. Schweißnaht. Näherin f. ‘mit Nadel und Faden Nähende’, frühnhd. naegerinne, neierin (15./16. Jh.); voraus geht das zu den alten Formen von Naht gebildete Nomen agentis ahd. nātāri, nāteri (11. Jh.), mhd. nātære ‘Näher, Schneider’, wozu mhd. nātærinne, næterīn f., nhd. (älter) Nähterin. Nähmaschine f. (Mitte 19. Jh.), Übersetzung von engl. sewing-machine.
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Armbanduhren Bügeleisen Büromaschinen Fahrräder Fernsehgeräte Garn Hausgebrauch Kühlschrank Matratzen Nadeln Operationstisch Plattenspieler Rattern Regenschirms Rundfunkgeräten Schreibmaschine Seziertisch Singer Staubsauger Surren Waschmaschinen Zusammentreffen elektrische gebrauchte mechanischen näht rattern ratternden schnurrt surren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nähmaschine‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das unverwüstliche Material lässt sich mit einer normalen Nähmaschine bearbeiten.
Der Tagesspiegel, 16.01.2002
Die neue Nähmaschine erlaubt erstmals das Zusammennähen beliebig großer Teile.
Die Welt, 04.03.1999
Die Verwendung der hier vermittelten Kenntnisse macht eine treue Nähmaschine überhaupt erst rentabel.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 332
Nun habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt, hinten am Fenster.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 07.11.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Das beste Stück in der kahlen Stube war eine Nähmaschine.
Bischoff, Charitas: Bilder aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1912], S. 6927
Zitationshilfe
„Nähmaschine“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nähmaschine>, abgerufen am 20.02.2018.

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