Nabob, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Nabobs · Nominativ Plural: Nabobs
Aussprache
WorttrennungNa-bob
HerkunftArabisch → Englisch
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Titel mohammedanischer indischer Fürsten; Statthalter im Reiche des Großmoguls
2.
übertragen steinreicher Mann
Beispiel:
Der andere [Bankdirektor], ein Halunke […] brachte seine Beute in Sicherheit und ist heute ein angestaunter, mit Orden bedeckter Nabob [Wasserm.Maurizius520]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nabob m. ‘reicher, prachtliebender Mensch’, Entlehnung (Mitte 18. Jh.) von engl. nabob ‘englischer Beamter, der in Indien Reichtum erwarb’, zuvor ‘Statthalter des Großmoguls’ (des ehemaligen mohammedanischen Herrschers in Indien), in dieser Bedeutung über port. nababo aus Hindi navāb, bengal. nabāb, nach arab. nuwwāb (Plur.), naʼib (Sing.) ‘Stellvertreter’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein) Krösus · (ein) Nabob · (ein) Reicher · (ein) Schwerreicher · ↗Finanzgröße · ↗Finanzkapitalist · ↗Finanzmagnat · ↗Geldaristokrat · ↗Milliardär · ↗Millionär · Superreicher · reicher Mann  ●  (ein) Rockefeller  ugs. · ↗Geldsack  derb · ↗Pfeffersack  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Snob indisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nabob‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Aussterben der Nabobs stellt die großen Hotels vor große Probleme.
Die Zeit, 25.01.1988, Nr. 04
Dafür lassen die einheimischen Nabobs ihr Geld gelegentlich auch mal im eigenen Land arbeiten.
Die Zeit, 18.02.1980, Nr. 07
Da der Nabob selbst niemals weiß, wie reich er ist, so wird sein Vermögen von jedem, der ihn nicht kennt, genau angegeben.
Stettenheim, Julius: Der moderne Knigge. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1902], S. 19547
Minister, Botschafter, Aristokraten und Nabobs aus aller Welt verkehrten hier gerne.
Süddeutsche Zeitung, 17.08.1996
Der tote Gatte wird zu Martha zurückgebracht und in seiner Tasche findet sie den Judaslohn, der ihre Gunst dem Nabob verkaufen wollte.
Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 03.03.1926
Zitationshilfe
„Nabob“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nabob>, abgerufen am 23.05.2019.

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