Nachahmung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungNach-ah-mung (computergeneriert)
Wortzerlegungnachahmen-ung
Wortbildung mit ›Nachahmung‹ als Erstglied: ↗Nachahmungstäter · ↗nachahmungswürdig
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
entsprechend der Bedeutung von nachahmen (Lesart a)
Beispiele:
Nachahmung verboten
man warf ihm sklavische Nachahmung vor
entsprechend der Bedeutung von nachahmen (Lesart b)
Beispiele:
etw. zur Nachahmung empfehlen
das regt zur Nachahmung an, sollte allen zur Nachahmung dienen
etw. findet Nachahmung (= wird nachgeahmt)
2.
nachgebildeter Gegenstand, Kopie
Beispiel:
es hat sich herausgestellt, dass der Schmuck eine billige Nachahmung ist

Thesaurus

Synonymgruppe
Bildnis · Nachahmung · ↗Nachbildung · ↗Statue
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Falsifikat · ↗Falsifikation · ↗Fälschung · Nachahmung · Schein...
Assoziationen
Synonymgruppe
Nachahmen · Nachahmung  ●  Nachäffen  ugs. · ↗Nachäfferei  ugs.
Synonymgruppe
Imitat · ↗Imitation · Nachahmung · ↗Nachbildung
Assoziationen
Synonymgruppe
Abklatsch · ↗Attrappe · ↗Falsifikat · ↗Fälschung · ↗Imitat · ↗Imitation · ↗Klischee · ↗Kopie · Nachahmung · ↗Nachbildung · ↗Plagiat · ↗Schablone · ↗Simulation · Simulierung · Vorspiegelung falscher Tatsachen · Vortäuschung falscher Tatsachen · potemkinsches Dorf  ●  ↗Fake  ugs., engl. · ↗Mimikry  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
Fälschung · ↗Imitat · ↗Kopie · Nachahmung · ↗Nachbau · ↗Nachbildung · ↗Plagiat
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Emulation · Nachahmung · ↗Nachbildung

Typische Verbindungen
computergeneriert

Antike Entlehnung Fälschung Mimesis Nachahmung Natur Original Produktpiraterie Quell Schöne Vorbild Wiederholung animieren anregen bildend bloß empfehlen ermuntern gedankenlos geschmacklos getreu kontrapunktisch minderwertig naturalistisch reizen sklavisch täuschend unerlaubt verleiten verlocken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nachahmung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Damit hörte man auf, die Normen der Dichtung aus der klassischen Literatur zu beziehen, und man hörte auf, Dichtung als Nachahmung des Lebens zu begreifen.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 207
Schon in den zwanziger Jahren waren zahllose Nachahmungen im Handel.
Der Tagesspiegel, 22.06.1999
Es genügt ihr nicht mehr, sich Welt anzueignen durch Nachahmung.
Die Zeit, 01.08.1980, Nr. 32
Die echte Nachahmung "wegen der Form des Tuns" ist wahrscheinlich überhaupt nur menschlich.
Gehlen, Arnold: Urmensch und Spätkultur, Bonn: Athenäum 1956, S. 157
Und nicht bloß die verbotene Frage, auch die verpönte Nachahmung, das verbotene Weinen, das verbotene waghalsige Spiel, können zu solchen Narben führen.
Horkheimer, Max u. Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung, Amsterdam: Querido 1947 [1944], S. 300
Zitationshilfe
„Nachahmung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nachahmung>, abgerufen am 22.09.2019.

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