Nachbemerkung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Nachbemerkung · Nominativ Plural: Nachbemerkungen
WorttrennungNach-be-mer-kung
Wortzerlegungnach-Bemerkung
ZDL-Vollartikel, 2019

Bedeutungen

1.
einem Text nachgestellte, kommentierende oder erläuternde Anmerkung
Beispiele:
In der editorischen Nachbemerkung heisst es, offensichtliche Fehler lexikalischer, orthographischer oder syntaktischer Natur seien stillschweigend beseitigt worden. [Neue Zürcher Zeitung, 07.05.2014]
Sie [Geschichten] ergänzen die Sagen als Nachbemerkungen oder erläutern einen besonders interessanten Aspekt. [Sagenstark, 23.08.2016, aufgerufen am 15.09.2018]
Samar Yazbek: Die Fremde im Spiegel. Aus dem Arabischen von Larissa Bender, mit einer Nachbemerkung der Übersetzerin. [Neue Zürcher Zeitung, 14.02.2015]
In einer Nachbemerkung begründet der Autor: Nur von zweien der damals Beteiligten sei ausreichend biografisches Material vorhanden. [Berliner Zeitung, 22.09.2005]
Die Herausgeberin bemüht sich in ihren Nachbemerkungen, Kupka als einen Visionär der Kunstentwicklung des zwanzigsten Jahrhunderts darzustellen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.02.2002]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine editorische, knappe, kurze Nachbemerkung
in Präpositionalgruppe/-objekt: [etw.] in einer Nachbemerkung schreiben
2.
nachträgliche, auf eine vorangegangene Diskussion oder ein Geschehen Bezug nehmende, kommentierende Äußerung
Beispiele:
Man sieht also, wenn ich mir die kleine Nachbemerkung vielleicht noch erlauben darf, die Diskussion um Studiengebühren allein greift zu kurz. [Der Standard, 21.01.2007]
Eine kleine Nachbemerkung sei noch gestattet. [bumi bahagia, 21.03.2015, aufgerufen am 14.09.2018]
Die Runde schwieg danach, nur Töpfer fand, eine kleine Nachbemerkung sei angebracht: Er wolle nicht so gern in einem Staat leben, meinte der Minister, in dem die philippinischen Dienstmädchen regelmäßig zu Schwangerschaftstests gezwungen […] würden. [Süddeutsche Zeitung, 29.08.2002]
Es folgen noch ein paar grummelnde Nachbemerkungen des Inhalts, daß er schon morgen seine Arbeit auch »ganz woanders« machen könne[…]. [Der Spiegel, 18.11.1985]
Den Ulbricht-Besuch in Kairo versieht Hans-Jürgen Wischnewski mit der Nachbemerkung, die meisten Ägypter hätten auch jedem Besucher aus der Bundesrepublik zugejubelt, da für sie »Deutscher gleich Deutscher« sei. [Die Zeit, 26.03.1965, Nr. 13]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine knappe, kurze Nachbemerkung

Typische Verbindungen zu ›Nachbemerkung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Herausgeber editorisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nachbemerkung‹.

Zitationshilfe
„Nachbemerkung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nachbemerkung>, abgerufen am 21.01.2020.

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