Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Nachdruck, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache 
Worttrennung Nach-druck
Wortzerlegung nach- Druck2
Wortbildung  mit ›Nachdruck‹ als Erstglied: nachdrücklich
eWDG

Bedeutungen

1.
unveränderte Neuauflage eines Druckwerkes
Beispiele:
die vorliegende Ausgabe ist ein unveränderter, originalgetreuer Nachdruck
der Nachdruck war schnell vergriffen
unerlaubte Vervielfältigung eines noch urheberrechtlich geschützten Werkes der Literatur oder Tonkunst
Beispiele:
ein widerrechtlicher Nachdruck
Nachdruck verboten, nicht gestattet
ein Werk gegen Nachdruck schützen
2.
Betonung
Grammatik: nur im Singular
a)
Beispiel:
Sie sprach in unverbindlichem Konversationston und legte besonderen Nachdruck auf das Wort »Frau« [ WeiskopfAbschied v. Frieden1,150]
b)
Eindringlichkeit, Entschiedenheit
Beispiele:
er sagte, erklärte ihm mit allem Nachdruck, dass es so nicht weitergehen kann
etw. mit Nachdruck fordern, behaupten, ablehnen
es wurde allen noch einmal mit Nachdruck in Erinnerung gebracht
eine Sache mit Nachdruck (= großer Energie) betreiben
ein Ziel mit Nachdruck verfolgen
120 Frauen und 80 Kinder … zogen vor das Parlament, um ihren Forderungen Nachdruck (= Gewicht) zu verleihen [ BrechtGedichte82]

Thesaurus

Synonymgruppe
Aplomb · Nachdruck · Vehemenz
Assoziationen
Synonymgruppe
Betonung · Eindringlichkeit · Emphase · Emphasis · Hervorhebung · Nachdruck · Pointierung · Verdeutlichung
Assoziationen
Synonymgruppe
Nachdruck  ●  Reprint  fachspr., engl., Jargon
Synonymgruppe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Nachdruck‹ (berechnet)

Abstellung Buchs Erstausgabe Karikatur Mohammed-karikatur besondere einige expressiv fremdsprachlich geboten gebührend gleiehem groesserem grossem grösserem grösstem interterritorial legen noetigen nötig photomechanisch sanft unternommen veranstaltet verbieten verleihen verschaffen zwischenstaatlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nachdruck‹.

Verwendungsbeispiele für ›Nachdruck‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allein der Nachdruck, mit dem das Argument ausgeschlossen wurde, ließ es für mich unübersehbar werden. [Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 257]
Dieser nannte mit einem gewissen Nachdruck noch einmal seinen Namen. [Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 25]
Als er dann die eigentlichen Originale kennenlernt, hält er sie für verfälschte Nachdrucke. [Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 437]
Wie rasch erfüllte sich nun das Geschick des »Nachdrucks der Revolution«! [Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Beginn der Fremdherrschaft bis zur Reform des Börsenvereins im neuen Deutschen Reiche. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 3972]
Auf die letzteren, ein viel zu wenig erforschtes Gebiet, weist sie mit besonderem Nachdruck hin. [Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 05.03.1931]
Zitationshilfe
„Nachdruck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nachdruck>.

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