Nachdruck, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungNach-druck (computergeneriert)
Wortzerlegungnach-Druck2
Wortbildung mit ›Nachdruck‹ als Erstglied: ↗nachdrücklich
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
unveränderte Neuauflage eines Druckwerkes
Beispiele:
die vorliegende Ausgabe ist ein unveränderter, originalgetreuer Nachdruck
der Nachdruck war schnell vergriffen
unerlaubte Vervielfältigung eines noch urheberrechtlich geschützten Werkes der Literatur oder Tonkunst
Beispiele:
ein widerrechtlicher Nachdruck
Nachdruck verboten, nicht gestattet
ein Werk gegen Nachdruck schützen
2.
nur im Singular
Betonung
a)
Beispiel:
Sie sprach in unverbindlichem Konversationston und legte besonderen Nachdruck auf das Wort »Frau« [WeiskopfAbschied v. Frieden1,150]
b)
Eindringlichkeit, Entschiedenheit
Beispiele:
er sagte, erklärte ihm mit allem Nachdruck, dass es so nicht weitergehen kann
etw. mit Nachdruck fordern, behaupten, ablehnen
es wurde allen noch einmal mit Nachdruck in Erinnerung gebracht
eine Sache mit Nachdruck (= großer Energie) betreiben
ein Ziel mit Nachdruck verfolgen
120 Frauen und 80 Kinder ... zogen vor das Parlament, um ihren Forderungen Nachdruck (= Gewicht) zu verleihen [BrechtGedichte82]

Thesaurus

Synonymgruppe
Aplomb · Nachdruck · ↗Vehemenz
Assoziationen
Synonymgruppe
Betonung · ↗Eindringlichkeit · ↗Emphase · Emphasis · ↗Hervorhebung · Nachdruck · ↗Pointierung · ↗Verdeutlichung
Assoziationen
Synonymgruppe
Nachdruck  ●  ↗Reprint  fachspr., engl., Jargon
Assoziationen

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch wurde er wegen des Nachdrückens vor dem Abgang hart bestraft.
Die Zeit, 11.04.2011, Nr. 15
Zitationshilfe
„Nachdruck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nachdruck>, abgerufen am 16.07.2019.

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