Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Nachfrage, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Nachfrage · Nominativ Plural: Nachfragen
Aussprache  [ˈnaːχfʀaːgə]
Worttrennung Nach-fra-ge
Grundformnachfragen

Bedeutungsübersicht+

  1. das Nachfragen
    1. a) [umgangssprachlich] ...
    2. b) ⟨nach einer Ware herrscht große Nachfrage⟩ eine Ware wird viel verlangt
eWDG

Bedeutung

das Nachfragen
a)
umgangssprachlich
Beispiel:
»geht es dir wieder besser?« »Danke der Nachfrage« (= »geht es dir wieder besser?« »Danke, dass du danach fragst«)
veraltend Nachfrage nach jmdm., etw. haltennach jmdm., etw. fragen
Beispiel:
Kommissar Escherich setzte zehn Leute an, die … im Norden und Osten Berlins Nachfrage nach Enno Kluge halten sollten [ FalladaJeder stirbt247]
b)
nach einer Ware herrscht große Nachfrageeine Ware wird viel verlangt
Beispiele:
nach diesem Stoff herrscht allgemeine Nachfrage
es ist, besteht (eine) lebhafte, rege, schwache, geringe Nachfrage nach dem Buch, diesem Artikel, den Eintrittskarten
die Nachfrage übersteigt das Angebot, ist gestiegen, hat nachgelassen
das Verhältnis von Angebot und Nachfrage
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.

Thesaurus

Synonymgruppe
...begehren · Anliegen · Antrag · Antragstellung · Begehren · Ersuchen · Gesuch · Nachfrage · Wunsch  ●  Ansuchen  österr. · Bitte (um)  Hauptform · ...anfrage  fachspr. · Anfrage  fachspr. · Desiderium  geh., lat. · freundliches Ersuchen  geh., formell
Unterbegriffe
Assoziationen
Ökonomie
Synonymgruppe
Bedarf · Kauflaune · Nachfrage
Unterbegriffe
  • Gesamtnachfrage · aggregierte Nachfrage · gesamtwirtschaftliche Nachfrage

Typische Verbindungen zu ›Nachfrage‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nachfrage‹.

Konsument anziehend befriedigen erhöht gering gesamtwirtschaftlich gestiegen gesunken gross grösser inländisch lebhaft mangelnd mehrmalig nachlassend profitieren rege rückläufig schwach sinkend steigen steigend ungebrochen verstärkt wachsen wachsend zunehmen übersteigen

Verwendungsbeispiele für ›Nachfrage‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch die Preise passen sich nicht notwendig an die gesunkene Nachfrage an. [Kurz, Robert: Schwarzbuch Kapitalismus, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 626]
Die Nachfrage nach Kapital zeugt immer neue Nachfrage aus sich heraus. [Schumpeter, Joseph: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Berlin: Duncker u. Humblot 1997 [1912], S. 289]
Wenn die genannte Überzeichnungsquote stimmt, dann bleibt die Nachfrage größer als das Angebot. [o. A. [aha]: Überzeichnung. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1996]]
Die Erklärungen sind mitunter banal, das gibt der Politiker auf Nachfrage zu. [Die Zeit, 20.01.2000, Nr. 4]
Abwegig erscheint allerdings die Behauptung, das Sparen wirke durch den Ausfall staatlicher Nachfrage wachstumshemmend. [Die Zeit, 21.10.1999, Nr. 43]
Zitationshilfe
„Nachfrage“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nachfrage>.

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