Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Nachschub, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Nachschub(e)s · Nominativ Plural: Nachschübe
Aussprache 
Worttrennung Nach-schub
Wortbildung  mit ›Nachschub‹ als Erstglied: Nachschubbasis · Nachschublieferung · Nachschublinie · Nachschubstaffel · Nachschubtruppe · Nachschubweg
 ·  mit ›Nachschub‹ als Letztglied: Munitionsnachschub · Truppennachschub · Verpflegungsnachschub
eWDG

Bedeutungen

1.
das Versorgen, besonders der kämpfenden Truppe, mit neuem Material zur Ergänzung entstandener Lücken
Beispiele:
im Nachschub gab es Stockungen
den Nachschub von Munition, in der Verpflegung unterbrechen
2.
neues Material, das besonders der kämpfenden Truppe zur Ergänzung entstandener Lücken dient
Beispiele:
Nachschub benötigen, erhalten
der Nachschub wurde aus Flugzeugen abgeworfen
vor Ladenschluß hab ich Nachschub an Karten gekauft [ H. KantAula93]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Schub · Schubkarren · Schubkarre · Schublade · Nachschub · Schuber
Schub m. ‘das Schieben, Stoß, was auf einmal geschoben wird, Schiebefach, die Kraft, mit der ein durch Rückstoß bewegter Körper angetrieben wird’, Verbalabstraktum zu dem unter schieben (s. d.) behandelten Verb. Mhd. schup ‘Aufschub, Fristverlängerung, das Schieben der Schuld auf einen anderen, Beweismittel, Strafe’ ist zunächst ein Ausdruck der Rechtssprache. Erst vom 16. Jh. an wird Schub (wohl als Neubildung zum Verb) in allgemeinerem Sinne verwendet und steht für ‘Stoß’ (16. Jh.; s. auch Schubs), ‘was auf einmal geschoben wird, eine gewisse Menge’ (17. Jh., z. B. ein Schub Brot, Semmeln), ‘Schiebelade, -fach’ (um 1800) und (im physikalisch-technischen Bereich) ‘Kraft, mit der etw. vorwärts getrieben wird’. – Schubkarren m. Schubkarre f. ‘einrädriger Karren, der geschoben wird’ (16. Jh.), Schuffkarren (15. Jh.). Schublade f. ‘Lade oder Kasten, die zum Öffnen und Schließen heraus- und hineinzuschieben sind’ (16. Jh.). Nachschub m. ‘Hinterhergeschobenes zur Ergänzung einer (Versorgungs)lücke’ (15. Jh.), vor allem im militärischen Bereich ‘Versorgung der Truppe mit Proviant, Munition und mit frischen Einheiten’. Schuber m. Gerätebezeichnung für eine Sache, die geschoben wird, ‘Riegel’, in die etw. geschoben wird, ‘Umhüllung, Futteral’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Nachschub · Zufuhr

Typische Verbindungen zu ›Nachschub‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nachschub‹.

Verwendungsbeispiele für ›Nachschub‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ohne steten Nachschub würden sie aus den von ihnen zeitweise okkupierten Gebieten völlig verschwinden. [Natzmer, Gert von: Tierstaaten und Tiergesellschaften, Berlin: Safari-Verl. 1967, S. 206]
Sie benötigten Nachschub, also Geld, um neue Dosen kaufen zu können. [Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 70]
Damit Ihnen Ihre Leser nie ausgehen, haben wir für Nachschub gesorgt. [o. A.: Zuspruch. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]]
Das Geld werde in jedem Fall »Mittel für anderen Nachschub«. [konkret, 1985]
Da muss wöchentlich Nachschub her, und ein Budget hat sein Club nicht. [Die Zeit, 05.12.2012, Nr. 49]
Zitationshilfe
„Nachschub“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nachschub>.

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