Nachsehen, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Nachsehens · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Nach-se-hen
Grundformnachsehen
Mehrwortausdrücke  das Nachsehen haben
eWDG

Bedeutungen

das Nachsehen haben (= nichts mehr bekommen, leer ausgehen)
Beispiel:
es gab Kaffee und Kuchen, aber weil sie zu spät kam, hatte sie das Nachsehen, blieb ihr das Nachsehen
Sport jmdm. das Nachsehen geben (= jmdn. um den Sieg bringen, im Wettkampf schlagen)
Beispiel:
die junge Sportlerin gab der mehrfachen Meisterin im Turmspringen das Nachsehen

Typische Verbindungen zu ›Nachsehen‹ (berechnet)

bleiben geben liess

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nachsehen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Nachsehen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer sich vor allem für das Wohl seiner Studenten engagiert, hat das Nachsehen. [Die Zeit, 18.03.2013, Nr. 11]
Diejenigen, die wie Paul kaum ein Wort Deutsch sprechen, haben oft das Nachsehen. [Die Zeit, 14.12.2009, Nr. 50]
Doch dieses Mal kann es nicht einmal ein augenzwinkerndes Nachsehen geben. [Die Zeit, 15.03.1991, Nr. 12]
Auch dieser Don Juan ist ein Meister des Entschwindens: wer ihm schöne Augen macht, hat auf immer das Nachsehen. [Süddeutsche Zeitung, 06.08.2004]
Die Speisen werden weder umgerührt noch braucht der Deckel zum Nachsehen häufig aufgehoben zu werden. [Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 197]
Zitationshilfe
„Nachsehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nachsehen>.

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