Nachsilbe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Nachsilbe · Nominativ Plural: Nachsilben
Aussprache  [ˈnaːχzɪlbə]
Worttrennung Nach-sil-be
Wortzerlegung nach-Silbe
eWDG, 1974

Bedeutung

Sprachwissenschaft Silbe, die an den Wortstamm angehängt wird; Suffix
Gegenwort zu Vorsilbe
Beispiel:
›‑er‹ in ›Fleischer‹ ist eine Nachsilbe

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Anhängsel · angehängte Silbe  ●  Nachsilbe  Hauptform · ↗Suffix  fachspr., wissenschaftlich
Oberbegriffe

Verwendungsbeispiele für ›Nachsilbe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bilde mit diesen Nachsilben aus den folgenden sechs Wörtern je ein Hauptwort.
Süddeutsche Zeitung, 03.11.1998
Die hebräisch-aramäische Komponente bildet etwa 10 v. H., wobei die semitischen Formen häufig mit deutschen Vor- und Nachsilben versehen werden.
Rapp, E. L.: Jiddische Sprache. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 19156
Die heute verschollene Nachsilbe »öte« entspricht unserem modernen »sam«; sie lebt verborgen noch in Wörtern wie »Armut« (ehemals »armoede«), »Heimat« oder »Kleinod« weiter.
Krämer, Walter / Sauer, Wolfgang, Lexikon der populären Sprachirrtümer, Frankfurt a. M.: Eichborn 2001, S. 155
Bekanntlich liegt die Betonung des französischen Wortes auf der Nachsilbe -age.
Die Welt, 13.03.2006
Die Nachsilbe "int" werde in der Behörde für Überwachungsaktionen genutzt als Abkürzung für human intelligence, also Spionage.
Die Zeit, 24.08.2013, Nr. 34
Zitationshilfe
„Nachsilbe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nachsilbe>, abgerufen am 30.09.2020.

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