Nachtfalter, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungNacht-fal-ter
eWDG, 1974

Bedeutung

nachts fliegender Falter
Beispiele:
Nachtfalter schwirren durchs offene Fenster, flattern mir ins Gesicht
Nachtfalter kreisten leidenschaftlich um die eben entzündeten Straßenlaternen [Hesse3,496]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Falter · Zweifalter · Nachtfalter · Tagfalter
Falter m. ‘Schmetterling’. Ahd. fīfalt(a)ra f. (9. Jh.), fīfaltar m. (Hs. 12. Jh.), mhd. vīvalter m., asächs. fīfoldara, mnl. vīveltere (weitergebildet zu nl. vijfwouter), aengl. fīfalde, anord. fīfrildi sind wie lat. pāpilio ‘Schmetterling’ reduplizierende Bildungen zur Wurzel ie. *pel(ə)- ‘gießen, fließen, füllen, schwimmen, fliegen, flattern’ (wozu auch ↗flattern, ↗Fledermaus, ↗voll, s. d.) und bedeuten ‘Flatterndes’; weitere außergerm. Verwandte sind lit. petelìškė ‘Falter’ und die baltoslaw. Bezeichnungen für ‘Wachtel’ lit. píepala(s), russ. pérepel (перепел). Die reduplizierende Wortform hat zu vielen mundartlichen und volksetymologischen Nebenformen und Umdeutungen geführt, zumal (in Anlehnung an ↗zwei, s. d.) Zwie-, Zweifalter m. ahd. zvīfaltra (Hs. 12. Jh.), frühnhd. zwivalder (15. Jh.), ferner auch Feifalter, Pfeiffalter; die vereinfachte Form Falter setzt sich erst gegen Ende des 18. Jhs. durch. Nachtfalter m. Tagfalter m. (beide 18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Insekt Mücke Raupe Schmetterling

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nachtfalter‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei der Jagd auf den kosmischen Nachtfalter zählt die richtige Ausrichtung.
Die Welt, 11.08.1999
Ich hätte die Nacht aufs Papier spießen mögen wie einen großen Nachtfalter.
Der Spiegel, 03.07.1989
Die Nachtfalter hatten große, leuchtend grüne Augen und schlugen geheimnisvoll mit ihren schönen, schimmernden Flügeln.
Bassewitz, Gerdt von: Peterchens Mondfahrt, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1991 [1900], S. 31
Fast auf die gleiche Weise finden die Männchen mancher Nachtfalter zu dem oft weit entfernten Weibchen.
Natzmer, Gert von: Tierstaaten und Tiergesellschaften, Berlin: Safari-Verl. 1967, S. 41
Er trieb jetzt seine Frau an, in den Keller zum »Nachtfalter« zu kommen.
Meisel-Hess, Grete: Die Intellektuellen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 10964
Zitationshilfe
„Nachtfalter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nachtfalter>, abgerufen am 08.12.2019.

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