Nackenschlag, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungNa-cken-schlag
WortzerlegungNackenSchlag
eWDG, 1974

Bedeutung

Beispiele:
jmdm. einen Nackenschlag versetzen (= jmdm. bewusst, rücksichtslos Schaden zufügen und ihn damit empfindlich treffen)
Nackenschläge fürchten, einstecken, hinnehmen müssen, bekommen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nacken · Nackenschlag · hartnäckig
Nacken m. ‘hinterer Teil des Halses’, ahd. (h)nac (8. Jh.), (h)nacko (Hs. 13. Jh.), mhd. nac, nacke, asächs. hnakko (in Ortsnamen), mnd. nacke, mnl. nac, nacke, anord. hnakki, hnakkr, schwed. nacke (germ. *hnakkan-) haben neben sich Formen mit e in der Wurzelsilbe wie mnd. mnl. necke, nl. nek, afries. hnekka, aengl. hnecca, engl. neck. Das e wird entweder als Ablaut angesehen (s. ↗Genick) oder als Umlaut, hervorgerufen durch ein inzwischen geschwundenes j der Folgesilbe. Die Bildungen führen auf ein nur aus dem Germ. zu erschließendes ie. *kneg- bzw. *knog-, Gutturalerweiterung der (fast nur in erweiterter Form vorliegenden) Wurzel ie. *ken- ‘zusammendrücken, -knicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’ (s. auch ↗Nuß, ↗Nocken), so daß Nacken ursprünglich als ‘etw. Zusammengeballtes, eine Erhöhung (auf dem Rücken von Tieren)’ zu verstehen ist. Vgl. auch toch. A kñuk ‘Genick’ und air. cnocc, abret. cnoch ‘Hügel’ (zu ie. *kneug-, *kneuk-). Nackenschlag m. ‘Demütigung, üble Nachrede’, im 18. Jh. vom Nd. ausgehend, auch im eigentlichen Sinne ‘Schlag in den Nacken’. hartnäckig Adj. ‘beharrlich, unnachgiebig’ (15. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

einstecken erholen erneut hart hinnehmen kassieren nah personell schwer sportlich verdauen verkraften versetzen wegstecken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nackenschlag‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber wir haben zuletzt so viele Nackenschläge erhalten ", sagte Fink.
Die Zeit, 12.05.2013 (online)
Aber erst mal muss der Tabellenletzte einen weiteren Nackenschlag wegstecken.
Bild, 22.09.2003
Jedes Tor war wie ein Nackenschlag, einen, den wir nicht wegstecken konnten.
Der Tagesspiegel, 18.12.2000
Lachen kann er über die Nackenschläge seines Schicksals, aber er lacht nicht laut.
Süddeutsche Zeitung, 12.01.1994
Die Vorlage bedeutet einen schweren Nackenschlag für eine ganze Nation.
Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 03.03.1908
Zitationshilfe
„Nackenschlag“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nackenschlag>, abgerufen am 11.11.2019.

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