Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Nadel, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Nadel · Nominativ Plural: Nadeln
Aussprache 
Worttrennung Na-del
Wortbildung  mit ›Nadel‹ als Erstglied: Nadelarbeit · Nadelbaum · Nadelbehälter · Nadelbrief · Nadelbuch · Nadelbüchse · Nadeldrucker · Nadeldüse · Nadeleinfädler · Nadelfeile · Nadelgehölz · Nadelgeld · Nadelholz · Nadelkissen · Nadelkraut · Nadellager · Nadelmalerei · Nadelpapier · Nadelspiel · Nadelspitze1 · Nadelspitze2 · Nadelstich · Nadelstreifen · Nadelstärke · Nadelteppich · Nadelwald · Nadelöhr · nadelfein · nadelfertig · nadelförmig · nadelig · nadelspitz · nadlig
 ·  mit ›Nadel‹ als Letztglied: Abtastnadel · Aktivistennadel · Anstecknadel · Aufbaunadel · Brillantnadel · Bronzenadel · Brustnadel · Busennadel · Deklinationsnadel · Diamantnadel · Düsennadel · Ehrennadel · Eibennadel · Einziehnadel · Eisnadel · Felsennadel · Felsnadel · Fichtennadel · Filetnadel · Gewandnadel · Grammofonnadel · Grammophonnadel · Graviernadel · Haarnadel · Hakennadel · Heftnadel · Hilfsnadel · Hohlnadel · Holznadel · Hutnadel · Häkelnadel · Impfnadel · Infusionsnadel · Injektionsnadel · Kaltnadel · Kiefernadel · Kiefernnadel · Kompassnadel · Krawattennadel · Kristallnadel · Lockennadel · Magnetnadel · Nähmaschinennadel · Nähnadel · Packnadel · Perlennadel · Punktionsnadel · Radiernadel · Reißnadel · Rouladennadel · Rundnadel · Rundstricknadel · Sacknadel · Saphirnadel · Schlipsnadel · Schmucknadel · Seenadel · Sicherheitsnadel · Spicknadel · Stahlnadel · Stecknadel · Sticknadel · Stopfnadel · Stricknadel · Tachometernadel · Tachonadel · Tannennadel · Teufelsnadel · Vereinsnadel · Vorstecknadel · Wandernadel · Ziernadel · Zündnadel · Ätznadel
eWDG

Bedeutungen

1.
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze (zum Einstechen)
Beispiele:
eine feine, dicke, starke, große, lange, kurze, spitze, stumpfe, abgebrochene, rostige, verbogene Nadel
ich habe mich an, mit einer Nadel gestochen
umgangssprachliches konnte keine Nadel zur Erde fallen, so dicht standen die Leute
umgangssprachlichdas habe ich wie eine Nadel (= überall) gesucht
umgangssprachlichich sitze, stehe wie auf Nadeln (= warte mit quälender Ungeduld)
a)
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze (zum Einstechen), mit einem Öhr zum Nähen, Stopfen und Sticken
Beispiele:
eine Nadel einfädeln
eine neue Nadel (in die Nähmaschine) einsetzen
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlichetw. ist mit heißer Nadel genäht (= hält nicht lange)
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze (zum Einstechen), mit einem Kopf am oberen Ende zum Feststecken
Beispiel:
etw. mit Nadeln abstecken, befestigen, anstecken
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze (zum Einstechen), mit einem Haken zum Häkeln
Beispiel:
für diese Häkelspitze braucht man eine sehr dünne Nadel
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze (zum Einstechen) zum Stricken
Beispiele:
wieviel Maschen sind auf der Nadel?
eine Masche von der Nadel fallen lassen
mit den Nadeln klappern
b)
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze (zum Einstechen) mit einer Höhlung an Injektionsspritzen
Beispiel:
die Nadel sterilisieren
c)
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze zum Ritzen
Beispiel:
die Nadel des Radierers
d)
Grammophonnadel
Beispiele:
die Nadel vorsichtig aufsetzen, abnehmen
die Nadel kratzt
2.
Schmuckgegenstand zum Anstecken
Beispiele:
eine goldene, silberne Nadel
eine moderne Nadel am Pullover tragen
mit … einer zarten, blühweißen Halsbinde, in der eine Nadel mit einer Perle steckte [ MoloEin Deutscher315]
3.
Zeiger, der etw. anzeigt
a)
Zeiger am Kompass
Beispiel:
die Nadel zeigt nach Norden, steht still, dreht sich
b)
Zeiger am Tachometer
Beispiel:
die Nadel pendelte zwischen neunzig und hundert Stundenkilometern
4.
dünnes, sehr schmales, meist immergrünes Blatt des Nadelbaumes
Grammatik: meist im Plural
Beispiele:
der Tannenbaum hat Nadeln
der Baum verliert die Nadeln, wirft die Nadeln ab
die Nadeln der Kiefer
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nadel · Stecknadel · Stricknadel · Nähnadel · Sicherheitsnadel · nadeln · Nadelbaum
Nadel f. ‘Nähgerät, Stechwerkzeug, Schmuck zum Anstecken, Zeiger am Kompaß, Blatt des Nadelbaums’, ahd. nādala, mit Metathese nālda (9. Jh.), mhd. nādel, nādele, nālde, nhd. Nadel und (mundartlich) Nolde, asächs. nāðla, mnd. nātel, nālde, mnl. naelde, nl. naald, afries. nēdle, nēlde, aengl. nǣdl, engl. needle, anord. nāl, schwed. nål, got. nēþla (germ. *nēþlō-) führen als Bildungen mit dem fem. Suffix ie. -tlā auf die unter nähen (s. d.) angeführte Wurzel ie. *(s)nē- ‘Fäden zusammendrehen, mit dem Faden hantieren, weben, spinnen, nähen’. Nadel bezeichnet ursprünglich die Nähnadel, dann auch nadelförmige Geräte und Geräteteile, häufig in Zusammensetzungen wie Haar-, Injektions-, Kompaß-, Spick-, Zündnadel. – Stecknadel f. ‘mit einem Kopf versehene Nadel zum Feststecken’, frühnhd. stecknolde (15. Jh.). Stricknadel f. ‘(Metall)nadel zum Stricken’, frühnhd. strickenalde (15. Jh.). Nähnadel f. ‘mit einem Öhr versehene Nadel zum Nähen’ (17. Jh.). Sicherheitsnadel f. ‘Nadel mit einem die Spitze verdeckenden Verschluß’ (19. Jh.). nadeln Vb. ‘die Nadeln verlieren’ von Nadelbäumen (Anfang 20. Jh.), älter ‘mit Nadeln nähen, sticken’ (17. Jh.). Nadelbaum m. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Nadel[Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Unterbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Nadel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nadel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Nadel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber wie beim Häkeln brauchst du die zum Garn passenden Nadeln. [Frost, Margarete: Aus bunten Fäden, Leipzig: Verl. für die Frau 1986, S. 94]
In den äußeren Rand des dunkel verfärbten Schafts hatte jemand mit einer feinen Nadel etwas eingeritzt. [Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 220]
Da geht man fast auf lauter Nadeln, Denn jede findet was zu tadeln. [Röhrich, Lutz: Nadel. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 4207]
Doch gerade das zentrale Instrument, der Editor, scheint mit der heißen Nadel gestrickt. [C’t, 1997, Nr. 15]
Warum blieb ihr nur der Weg des unwürdigen Wegsterbens mit einer Nadel im Arm? [Die Zeit, 25.11.1999, Nr. 48]
Zitationshilfe
„Nadel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nadel>.

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