Nadel, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Nadel · Nominativ Plural: Nadeln
Aussprache
WorttrennungNa-del
Wortbildung mit ›Nadel‹ als Erstglied: ↗Nadelarbeit · ↗Nadelbaum · ↗Nadelbrief · ↗Nadelbuch · ↗Nadelbüchse · ↗Nadeldrucker · ↗Nadeldüse · ↗Nadeleinfädler · ↗Nadelgehölze · ↗Nadelgeld · ↗Nadelhölzer · ↗Nadelkissen · ↗Nadelmalerei · ↗Nadelpapier · ↗Nadelspitze1 · ↗Nadelspitze2 · ↗Nadelstich · ↗Nadelstreifen · ↗Nadelstärke · ↗Nadelwald · ↗Nadelöhr · ↗nadelfein · ↗nadelfertig · ↗nadelförmig · ↗nadelig · ↗nadelspitz · ↗nadlig
 ·  mit ›Nadel‹ als Letztglied: ↗Aktivistennadel · ↗Anstecknadel · ↗Aufbaunadel · ↗Brillantnadel · ↗Bronzenadel · ↗Busennadel · ↗Deklinationsnadel · ↗Diamantnadel · ↗Düsennadel · ↗Ehrennadel · ↗Einziehnadel · ↗Eisnadel · ↗Felsennadel · ↗Felsnadel · ↗Fichtennadel · ↗Filetnadel · ↗Grammofonnadel · ↗Grammophonnadel · ↗Graviernadel · ↗Haarnadel · ↗Heftnadel · ↗Hilfsnadel · ↗Holznadel · ↗Hutnadel · ↗Häkelnadel · ↗Impfnadel · ↗Infusionsnadel · ↗Injektionsnadel · ↗Kaltnadel · ↗Kiefernnadel · ↗Kompassnadel · ↗Krawattennadel · ↗Kristallnadel · ↗Lockennadel · ↗Magnetnadel · ↗Nähmaschinennadel · ↗Nähnadel · ↗Packnadel · ↗Perlennadel · ↗Punktionsnadel · ↗Radiernadel · ↗Rouladennadel · ↗Rundnadel · ↗Schlipsnadel · ↗Schmucknadel · ↗Sicherheitsnadel · ↗Spicknadel · ↗Stahlnadel · ↗Stecknadel · ↗Sticknadel · ↗Stopfnadel · ↗Stricknadel · ↗Tachometernadel · ↗Tachonadel · ↗Tannennadel · ↗Vereinsnadel · ↗Vorstecknadel · ↗Ziernadel · ↗Zündnadel · ↗Ätznadel
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze (zum Einstechen)
Beispiele:
eine feine, dicke, starke, große, lange, kurze, spitze, stumpfe, abgebrochene, rostige, verbogene Nadel
ich habe mich an, mit einer Nadel gestochen
umgangssprachlich es konnte keine Nadel zur Erde fallen, so dicht standen die Leute
umgangssprachlich das habe ich wie eine Nadel (= überall) gesucht
umgangssprachlich ich sitze, stehe wie auf Nadeln (= warte mit quälender Ungeduld)
a)
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze (zum Einstechen), mit einem Öhr zum Nähen, Stopfen und Sticken
Beispiele:
eine Nadel einfädeln
eine neue Nadel (in die Nähmaschine) einsetzen
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlich etw. ist mit heißer Nadel genäht (= hält nicht lange)
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze (zum Einstechen), mit einem Kopf am oberen Ende zum Feststecken
Beispiel:
etw. mit Nadeln abstecken, befestigen, anstecken
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze (zum Einstechen), mit einem Haken zum Häkeln
Beispiel:
für diese Häkelspitze braucht man eine sehr dünne Nadel
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze (zum Einstechen) zum Stricken
Beispiele:
wieviel Maschen sind auf der Nadel?
eine Masche von der Nadel fallen lassen
mit den Nadeln klappern
b)
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze (zum Einstechen) mit einer Höhlung an Injektionsspritzen
Beispiel:
die Nadel sterilisieren
c)
kleines, feines, dünnes Gerät, meist aus Metall, mit einer Spitze zum Ritzen
Beispiel:
die Nadel des Radierers
d)
Grammophonnadel
Beispiele:
die Nadel vorsichtig aufsetzen, abnehmen
die Nadel kratzt
2.
Schmuckgegenstand zum Anstecken
Beispiele:
eine goldene, silberne Nadel
eine moderne Nadel am Pullover tragen
mit ... einer zarten, blühweißen Halsbinde, in der eine Nadel mit einer Perle steckte [MoloEin Deutscher315]
3.
Zeiger, der etw. anzeigt
a)
Zeiger am Kompass
Beispiel:
die Nadel zeigt nach Norden, steht still, dreht sich
b)
Zeiger am Tachometer
Beispiel:
die Nadel pendelte zwischen neunzig und hundert Stundenkilometern
4.
meist im Plural
dünnes, sehr schmales, meist immergrünes Blatt des Nadelbaumes
Beispiele:
der Tannenbaum hat Nadeln
der Baum verliert die Nadeln, wirft die Nadeln ab
die Nadeln der Kiefer
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nadel · Stecknadel · Stricknadel · Nähnadel · Sicherheitsnadel · nadeln · Nadelbaum
Nadel f. ‘Nähgerät, Stechwerkzeug, Schmuck zum Anstecken, Zeiger am Kompaß, Blatt des Nadelbaums’, ahd. nādala, mit Metathese nālda (9. Jh.), mhd. nādel, nādele, nālde, nhd. Nadel und (mundartlich) Nolde, asächs. nāðla, mnd. nātel, nālde, mnl. naelde, nl. naald, afries. nēdle, nēlde, aengl. nǣdl, engl. needle, anord. nāl, schwed. nål, got. nēþla (germ. *nēþlō-) führen als Bildungen mit dem fem. Suffix ie. -tlā auf die unter ↗nähen (s. d.) angeführte Wurzel ie. *(s)nē- ‘Fäden zusammendrehen, mit dem Faden hantieren, weben, spinnen, nähen’. Nadel bezeichnet ursprünglich die Nähnadel, dann auch nadelförmige Geräte und Geräteteile, häufig in Zusammensetzungen wie Haar-, Injektions-, Kompaß-, Spick-, Zündnadel. Stecknadel f. ‘mit einem Kopf versehene Nadel zum Feststecken’, frühnhd. stecknolde (15. Jh.). Stricknadel f. ‘(Metall)nadel zum Stricken’, frühnhd. strickenalde (15. Jh.). Nähnadel f. ‘mit einem Öhr versehene Nadel zum Nähen’ (17. Jh.). Sicherheitsnadel f. ‘Nadel mit einem die Spitze verdeckenden Verschluß’ (19. Jh.). nadeln Vb. ‘die Nadeln verlieren’ von Nadelbäumen (Anfang 20. Jh.), älter ‘mit Nadeln nähen, sticken’ (17. Jh.). Nadelbaum m. (18. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Drehzahlmesser Faden Garn Heuhauf Heuhaufe Junkie Kiefer Kompaß Masche Plattenspieler Rille Schere Schlinge Spritze Vene Zwirn dunkelgrün durchbohren durchstechen fein heiß hineinstechen nähen pieksen ritzen spießen spitz sprichwörtlich stechen stricken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nadel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zuerst müssen die Wissenschaftler noch die Stabilität der Nadel erhöhen.
Die Welt, 04.04.2002
Dazu nimmt sie eine gebogene Nadel, wie sie auch von Chirurgen bei Operationen verwendet wird.
Der Tagesspiegel, 15.11.1999
Da geht man fast auf lauter Nadeln, Denn jede findet was zu tadeln.
Röhrich, Lutz: Nadel. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 4207
Sie steckt sich die Nadeln fester in den dünnen Zopf.
Goote, Thor [d.i. Langsdorff, Werner von]: Die Fahne Hoch!, Berlin: Zeitgeschichte-Verlag 1933 [1933], S. 320
Und drittens war es mit einer Nadel am Futter befestigt.
Kästner, Erich: Emil und die Detektive, Hamburg: Dressler 1991 [1928], S. 50
Zitationshilfe
„Nadel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nadel>, abgerufen am 26.06.2019.

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