Nadelbaum, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungNa-del-baum
WortzerlegungNadelBaum
eWDG, 1974

Bedeutung

Baum, der zur Klasse der Nadelhölzer gehört
Beispiel:
Fichten und Tannen sind Nadelbäume
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nadel · Stecknadel · Stricknadel · Nähnadel · Sicherheitsnadel · nadeln · Nadelbaum
Nadel f. ‘Nähgerät, Stechwerkzeug, Schmuck zum Anstecken, Zeiger am Kompaß, Blatt des Nadelbaums’, ahd. nādala, mit Metathese nālda (9. Jh.), mhd. nādel, nādele, nālde, nhd. Nadel und (mundartlich) Nolde, asächs. nāðla, mnd. nātel, nālde, mnl. naelde, nl. naald, afries. nēdle, nēlde, aengl. nǣdl, engl. needle, anord. nāl, schwed. nål, got. nēþla (germ. *nēþlō-) führen als Bildungen mit dem fem. Suffix ie. -tlā auf die unter ↗nähen (s. d.) angeführte Wurzel ie. *(s)nē- ‘Fäden zusammendrehen, mit dem Faden hantieren, weben, spinnen, nähen’. Nadel bezeichnet ursprünglich die Nähnadel, dann auch nadelförmige Geräte und Geräteteile, häufig in Zusammensetzungen wie Haar-, Injektions-, Kompaß-, Spick-, Zündnadel. Stecknadel f. ‘mit einem Kopf versehene Nadel zum Feststecken’, frühnhd. stecknolde (15. Jh.). Stricknadel f. ‘(Metall)nadel zum Stricken’, frühnhd. strickenalde (15. Jh.). Nähnadel f. ‘mit einem Öhr versehene Nadel zum Nähen’ (17. Jh.). Sicherheitsnadel f. ‘Nadel mit einem die Spitze verdeckenden Verschluß’ (19. Jh.). nadeln Vb. ‘die Nadeln verlieren’ von Nadelbäumen (Anfang 20. Jh.), älter ‘mit Nadeln nähen, sticken’ (17. Jh.). Nadelbaum m. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Nadelbaum  ●  ↗Konifere  ugs.
Oberbegriffe
  • Baum  ●  Makrophanerophyt  fachspr.
Unterbegriffe
  • Bergföhre  ●  ↗Bergkiefer  Hauptform · Pinus mugo  fachspr., botanisch
  • Christbaum · ↗Lichterbaum · ↗Tannenbaum · ↗Weihnachtsbaum
  • Tanne  ●  Abies  fachspr., botanisch · ↗Tannenbaum  ugs.
  • Sumpfeibe · echte Sumpfzypresse
  • Berg-Mammutbaum · Riesenmammutbaum · Wellingtonie  ●  Sequoiadendron giganteum  fachspr., botanisch
  • Chinesisches Rotholz · Metasequoie · Urweltmammutbaum · Wassertanne
  • Krammet · Quackelbusch  ●  ↗Wacholder  Hauptform · Juniper  geh., selten · ↗Juniperus  fachspr., botanisch · Kranewitt  ugs., süddt. · ↗Machandel  ugs., niederdeutsch
  • Krummholzkiefer · Krüppelkiefer · ↗Latsche · ↗Latschenkiefer · Legföhre · Legkiefer  ●  Pinus mugo subsp. mugo  fachspr., botanisch
  • Affenschwanzbaum · Andentanne · Chilenische Araukarie · Chilenische Schmucktanne · Schuppentanne  ●  Auracaria auraucana  fachspr., botanisch · Schlangenbaum  ugs.
  • Norfolk-Tanne · ↗Zimmertanne  ●  Araucaria heterophylla  fachspr., botanisch
  • Eibe · gewöhnliche Eibe  ●  Europäische Eibe  fachspr. · Gemeine Eibe  fachspr. · Taxus baccata  fachspr. · normale Eibe  ugs.
  • Hemlocktanne · Schierlingstanne  ●  ↗Tsuga  fachspr., botanisch
  • Chinazypresse · Wasserfichte
  • Weihrauchkiefer  ●  Amerikanische Terpentin-Kiefer  fachspr., botanisch · Pinus taeda  fachspr., botanisch · Weihrauch-Kiefer  fachspr., botanisch
  • Küsten-Sequoie · Küstenmammutbaum  ●  Sequoia sempervirens  fachspr., botanisch
  • Grannenkiefer  ●  Langlebige Kiefer  fachspr., botanisch · Pinus longaeva  fachspr., botanisch
  • Hakenkiefer · Spirke  ●  Aufrechte Bergkiefer  fachspr. · Pinus mugo subsp. uncinata  fachspr., botanisch
  • Tränenkiefer  ●  Pinus wallichiana  fachspr., botanisch · Tränen-Kiefer  fachspr., botanisch
  • Japanische Eibe  fachspr., botanisch · Taxus cuspidata  fachspr., botanisch
  • Fruchtende Bechereibe  fachspr., botanisch · Taxus x media 'Hicksii'  fachspr., botanisch
  • männliche Bechereibe  ●  Taxus x media 'Hillii'  fachspr., botanisch · nicht fruchtende Bechereibe  fachspr.
  • Säuleneibe  ●  Taxus baccata 'Fastigiata'  fachspr., botanisch
  • Eibe  ●  ↗Taxus  fachspr., botanisch
  • Waldkiefer  ●  Gemeine Kiefer  fachspr., botanisch · ↗Kiefer  ugs. · Pinus sylvestris  fachspr., botanisch · Wald-Kiefer  fachspr., botanisch · normale Kiefer  ugs.
  • Arbe · ↗Arve · ↗Zirbe · ↗Zirbel  ●  ↗Zirbelkiefer  Hauptform · Pinus cembra  fachspr., botanisch
  • Strobe · Weymouth(s)kiefer  ●  Pinus strobus  fachspr., botanisch · Weymouth-Kiefer  fachspr., botanisch
  • Schwarzkiefer  ●  Pinus nigra  fachspr., botanisch
  • Schirmföhre  ●  Parapluie-Baum  ugs., wienerisch · Pinus nigra ssp. nigra (var. austriaca)  fachspr., botanisch · Österreichische Schwarzkiefer  fachspr., botanisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Birke Buche Eiche Fichte Garten Harz Kiefer Laubbaum Nadel Wald dunkel fressen geschmückt immergrün mächtig pflanzen schädigen wachsen wachsend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nadelbaum‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor allem sind fast alle Nadelbäume aus dem Schutz herausgefallen, dürfen also abgeholzt werden, egal wie dick sie sind.
Der Tagesspiegel, 19.04.2004
Während der Stein brennt, verbreitet sich ein angenehmer Duft - der Duft von Nadelbäumen.
Süddeutsche Zeitung, 09.02.1995
Früher war dieser schattennutzende Nadelbaum in unsern Wäldern weit verbreitet.
Wiehle, Hermann u. Harm, Marie: Lebenskunde für Mittelschulen - Klasse 3, Halle u. a.: Schroedel u. a. 1941, S. 0
Durch wiederholtes Betrachten der verschiedenen großen und kleinen Nadelbäume im Wald und der unterschiedlichen Arten wenden sie ihn immer wieder an.
Brumme, Gertrud-Marie: Muttersprache im Kindergarten, Berlin: Volk u. Wissen 1981 [1966], S. 47
Wo man einem Nadelbaum Äste absägt, bleibt er zeitlebens kahl.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 75
Zitationshilfe
„Nadelbaum“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nadelbaum>, abgerufen am 06.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Nadelarbeit
Nadel
Nada
Nackttänzerin
Nacktszene
Nadelbehälter
Nadelbrief
Nadelbuch
Nadelbüchse
Nadeldrucker