Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Nadelgehölz, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Nadelgehölzes · Nominativ Plural: Nadelgehölze
Aussprache [ˈnaːdl̩gəˌhœlʦ]
Worttrennung Na-del-ge-hölz
Wortzerlegung Nadel Gehölz
DWDS-Vollartikel

Bedeutungen

1.
aus Nadelbäumen bestehendes Gehölz (1), Waldstück
Beispiele:
Am Schlagbaum vorbei, der die Grenze zum Nationalpark markiert, geht es dann auf gewundenen Pfaden hinein in den Wald. Und was für ein Wald: kein lichtes nordisches Nadelgehölz, wo die Bäume wie in einer Plantage schlank und rank zum Himmel wachsen. Wir betreten vielmehr einen mächtigen, dunklen, knorrigen Laubwald[…]. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2000]
Der Weg zum efeuumrankten »Schloss Lerbach«[…] führt durch stille Wälder, an Teichen und Weiden vorbei, einen kristallklaren Bachlauf entlang und endet nach einem Bergaufstück durch dunkles Nadelgehölz auf dem Schlosshof. [Die Welt, 11.09.2010]
Ausgedehnte Wälder, in denen sich Buchen und Birken in das Nadelgehölz mischen, Heideflächen, die in Teichlandschaften übergehen – diese Vielfalt und der Reichtum an seltenen Tierarten machen das östlichste deutsche Naturschutzgebiet zu einer ungemein reizvollen Entdeckung. [Neue Zürcher Zeitung, 02.11.2009]
[…] erst im Schwarzwald habe ich gemerkt, was mir zu meinem Glück fehlte. Die Seen um Rheinsberg, die Mischwälder. Im Schwarzwald wächst ja Nadelgehölz[…]. [Bild, 27.02.2003]
Schweißgebadet erreiche ich die Fichtenschonung, die in vergangenen Jahren immer fette Steinpilzbeute brachte. Ich streife durchs dichte Nadelgehölz. Robbe unter die niedrigsten Bäumchen. [Frankfurter Rundschau, 15.10.1999]
2.
der Nadelbaum, das einzelne Gehölz (2)
Beispiele:
Unter den stattlichen Nadelgehölzen […], die vielerorts in Österreich gedeihen, findet sich eine Art mit glänzenden und besonders wohlriechenden Nadeln. Beim Zerreiben steigt Zitrusduft in die Nase. Die Bäume gehören zur Spezies Pseudotsuga menziesii, besser bekannt als Douglasie. [Der Standard, 24.12.2014]
In der »Gartenordnung« des Münchner Kleingartenvereins heißt es […]: »Mindestens ein Drittel der gesamten Gartenparzelle muss zum Anbau von Gartenerzeugnissen (Obst und Gemüse) genutzt werden.« Weiters war zu erfahren: »Nadelgehölze sind nicht zulässig«, und »Laubgehölze sind, fachlich geschnitten, auf maximal vier Meter Höhe zu beschränken«. [Süddeutsche Zeitung, 25.09.2013]
in der Ausstellung […] lernt man die Gehölze kennen, die im Herbst ihre Blätter nicht abwerfen. Dazu gehören neben Fichte, Tanne, Kiefer auch weniger bekannte Nadelgehölze wie Wacholder und Eibe, und auch Laub tragende Gehölze wie die Stechpalme. [Der Tagesspiegel, 06.11.2003]
Bei der Mischbepflanzung wachsen winterharte Kleingehölze und Stauden mit Sommerblumen zusammen, die letzteren werden im Herbst entfernt. Die Dauerbepflanzung erfolgt mit winterharten Laub‑ und Nadelgehölzen. [Reinhardt Höhn, Blumen für den Balkon: Berlin: VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag 1976, S. 87]
Für Steingärten unentbehrlich ist die Bergkiefer (Pinus mugo). Dieses sehr anspruchslose Nadelgehölz erfreut uns das ganze Jahr über durch interessanten, kompakten Wuchs und seine frischgrünen Nadeln. [Berliner Zeitung, 26.09.1959]
Alle Bäume, die gegen Frost sorgfältig geschützten Rosenstöcke[…], das kleine Nadelgehölz, die Zwergzypressen und die Lebensbäume, die in den Vorgärten unserer Häuser stehen, sind vermummt vom Schnee. [Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 03.03.1909]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Nadelgehölz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nadelgeh%C3%B6lz>.

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