Nahrung, die
GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Nahrung · Nominativ Plural: Nahrungen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungNah-rung
Wortzerlegungnähren-ung
Wortbildung mit ›Nahrung‹ als Erstglied: ↗Nahrungsaufnahme · ↗Nahrungsbedarf · ↗Nahrungsgut · ↗Nahrungsmangel · ↗Nahrungsmittel · ↗Nahrungsquelle · ↗Nahrungssorge · ↗Nahrungssuche · ↗Nahrungsvorrat · ↗Nahrungszufuhr
 ·  mit ›Nahrung‹ als Letztglied: ↗Babynahrung · ↗Breinahrung · ↗Fertignahrung · ↗Flaschennahrung · ↗Fleischnahrung · ↗Geistesnahrung · ↗Hauptnahrung · ↗Heilnahrung · ↗Kindernahrung · ↗Kraftnahrung · ↗Nervennahrung · ↗Pflanzennahrung · ↗Rohkostnahrung · ↗Säuglingsnahrung · ↗Tiernahrung · ↗Zusatznahrung
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
alles, was der Ernährung dient, das Essen und Trinken
Beispiele:
eine gute, gesunde, abwechslungsreiche, vitaminreiche, konzentrierte, ausreichende, reichliche, unzureichende, schwerverdauliche, kärgliche, schlechte, dürftige Nahrung
feste, flüssige, tierische, pflanzliche Nahrung
die tägliche Nahrung
für Nahrung sorgen
ich nehme genügend Nahrung zu mir
die Nahrung des Menschen
als Nahrung dienen
die Nahrung verweigern
bildlich
Beispiel:
[der Kamin] liegt in den letzten Zügen, aber ich bin zu schwach, ihm neue Nahrung zu geben (= Brennstoff nachzulegen) [G. HartlaubGroßer Wagen196]
übertragen
Beispiele:
das Kind verlangt schon nach geistiger Nahrung
Bücher sind die Nahrung des Geistes
denn er war bemüht, ihren Gedanken Nahrung und Beschäftigung zu geben [UhsePatrioten1,376]
Antrieb
Beispiele:
ein Gerücht, Verdacht erhält, findet (neue) Nahrung
dieser Vorfall gab seinem Zorn, Argwohn, seiner Unzufriedenheit neue Nahrung
ein Glück, daß Stefans Aussehen keiner gefährlichen Vermutung Nahrung gab [GoesAber im Winde227]
2.
veraltet Unterhalt
Beispiel:
denn jeder Talbewohner ist ... auch Landbebauer und zieht hieraus seine gute und nachhaltige Nahrung [StifterBergkristall2,295]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

nähren · ernähren · Ernährung · Ernährer · Nahrung · nahrhaft · Nahrungsmittel
nähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, den Unterhalt ermöglichen, pflegen’, ahd. nerien, nerren (8. Jh.), mhd. nern, neren, nerigen, nergen, nerren ‘genesen machen, (er)retten, am Leben erhalten, ernähren’, asächs. aengl. nerian, mnd. nēren, anord. næra, schwed. nära, got. nasjan ‘retten’, germ. *nazjan sind Kausativa (in der ursprünglichen, sehr umfassenden Bedeutung ‘genesen machen’, d. h. ‘retten, davonkommen lassen, durch Nahrung, Pflege am Leben erhalten’) zu dem unter ↗genesen (s. d.) aufgeführten Verb. ernähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, für jmds. Lebensunterhalt sorgen’, ahd. irnerien, irnerren ‘erretten’ (11. Jh.), mhd. ernern ‘gesund machen, heilen, erretten, am Leben erhalten, mit Nahrung versorgen’; Ernährung f. Ernährer m. (19. Jh.). Nahrung f. ‘alles zur Ernährung Dienende, Lebensmittel’, ahd. narunga (10. Jh.), mhd. narunge ‘Lebensunterhalt’, Ableitung von (im Nhd. untergegangenem) ahd. nara ‘Erlösung’ (8. Jh.), ‘Nahrung, Unterhalt’ (10. Jh.; vgl. lībnara, 9. Jh., asächs. līfnara ‘Lebensunterhalt’), mhd. nar ‘Heil, Rettung, Nahrung, Unterhalt’ (germ. *nazō-), wozu auch nahrhaft Adj. ‘reich an Nährstoffen, gewinnbringend’ (17. Jh.), älter nahrhaftig (15. Jh.) und Nahrhaftigkeit (16. Jh.). Nahrungsmittel Plur. (17. Jh.).

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Essen · Esswaren · ↗Lebensmittel · ↗Nahrungsmittel  ●  ↗Viktualien  veraltet · Esssachen  ugs. · ↗Fressalien  derb
Oberbegriffe
  • nicht lebendes Objekt · unbelebtes Objekt
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Futter · ↗Kost
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Flüssigkeit Genuß Getränke Gewerkschaft Kleidung Lebensraum Medikamente Medizin Obdach Sauerstoff Suche Trinkwasser Unterkunft Versorgung Wasser aufgenommene aufnehmen eiweißreiche feste fettreiche flüssige geistige genmanipulierte gesunde pflanzliche tierische versorgt verweigert vitaminreiche zugeführt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nahrung‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das alles hat in unserer Nahrung wahrhaftig nichts zu suchen!
Süddeutsche Zeitung, 02.01.2003
Wenn Sie können, hängen Sie die Nahrung in einen Baum.
Der Tagesspiegel, 27.10.2000
Seine Kritiker fänden in dieser Frage gute Nahrung gegen ihn.
Nr. 174: Gespräch Kohl mit Gorbatschow vom 10. Februar 1990. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1990], S. 24352
Damit können wir unsere Nahrung viel gründlicher zerkleinern als ein Hund.
P. M.: Peter Moosleitners interessantes Magazin, 1985, Nr. 7
Man ließ sie also in Ruhe, jedoch fast ohne Nahrung.
o. A.: Fünfundvierzigster Tag. Dienstag, 29. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 21267
Zitationshilfe
„Nahrung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nahrung>, abgerufen am 22.10.2017.

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