Nahrungsmittel, das
GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungNah-rungs-mit-tel
WortzerlegungNahrungMittel
Wortbildung mit ›Nahrungsmittel‹ als Erstglied: ↗Nahrungsmittelallergie · ↗Nahrungsmittelchemie · ↗Nahrungsmittelchemiker · ↗Nahrungsmittelindustrie · ↗Nahrungsmittelkonzern · ↗Nahrungsmittelvergiftung
 ·  mit ›Nahrungsmittel‹ als Letztglied: ↗Grundnahrungsmittel
eWDG, 1974

Bedeutung

Lebensmittel außer Genussmitteln
Beispiele:
ein wertvolles, vitaminreiches, kalorienreiches Nahrungsmittel
Es wurde verboten, den Gefangenen zusätzliche Nahrungsmittel zu übersenden [Feuchtw.Narrenweisheit405]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

nähren · ernähren · Ernährung · Ernährer · Nahrung · nahrhaft · Nahrungsmittel
nähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, den Unterhalt ermöglichen, pflegen’, ahd. nerien, nerren (8. Jh.), mhd. nern, neren, nerigen, nergen, nerren ‘genesen machen, (er)retten, am Leben erhalten, ernähren’, asächs. aengl. nerian, mnd. nēren, anord. næra, schwed. nära, got. nasjan ‘retten’, germ. *nazjan sind Kausativa (in der ursprünglichen, sehr umfassenden Bedeutung ‘genesen machen’, d. h. ‘retten, davonkommen lassen, durch Nahrung, Pflege am Leben erhalten’) zu dem unter ↗genesen (s. d.) aufgeführten Verb. ernähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, für jmds. Lebensunterhalt sorgen’, ahd. irnerien, irnerren ‘erretten’ (11. Jh.), mhd. ernern ‘gesund machen, heilen, erretten, am Leben erhalten, mit Nahrung versorgen’; Ernährung f. Ernährer m. (19. Jh.). Nahrung f. ‘alles zur Ernährung Dienende, Lebensmittel’, ahd. narunga (10. Jh.), mhd. narunge ‘Lebensunterhalt’, Ableitung von (im Nhd. untergegangenem) ahd. nara ‘Erlösung’ (8. Jh.), ‘Nahrung, Unterhalt’ (10. Jh.; vgl. lībnara, 9. Jh., asächs. līfnara ‘Lebensunterhalt’), mhd. nar ‘Heil, Rettung, Nahrung, Unterhalt’ (germ. *nazō-), wozu auch nahrhaft Adj. ‘reich an Nährstoffen, gewinnbringend’ (17. Jh.), älter nahrhaftig (15. Jh.) und Nahrhaftigkeit (16. Jh.). Nahrungsmittel Plur. (17. Jh.).

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Essen · Esswaren · ↗Lebensmittel · ↗Nahrung  ●  ↗Viktualien  veraltet · Esssachen  ugs. · ↗Fressalien  derb
Oberbegriffe
  • nicht lebendes Objekt · unbelebtes Objekt
Unterbegriffe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anbau Bekleidung Decken Energie Erzeugung Facheinzelhandel Getränke Hilfsgüter Kleidung Konsumgütern Medikamente Rohstoffen Tabakwaren Textilien Treibstoff Trinkwasser Versorgung Verteilung Zelte erzeugte genmanipulierte genveränderte gesunde hochwertige importieren pflanzlichen saisonabhängige versorgen veränderte Öl

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nahrungsmittel‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei gaben die Deutschen immer weniger von ihrem Einkommen für Nahrungsmittel aus.
Der Tagesspiegel, 06.01.2000
Sie waren ohne Nahrungsmittel, nachdem humanitäre Organisationen wegen zahlreichen Überfällen das Land verlassen haben.
Süddeutsche Zeitung, 05.01.1996
Ist aber diese industrielle Produktion von Nahrungsmitteln in nächster Zeit schon möglich?
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 326
Wie lange das Essen dünsten muß, hängt von den Nahrungsmitteln ab.
Braun, Anne u. Nell, Edith: Man muß sich nur zu helfen wissen, Leipzig: Verl. für die Frau 1971, S. 170
Auch dieses Vitamin kommt in fast allen natürlichen Nahrungsmitteln vor.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 611
Zitationshilfe
„Nahrungsmittel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nahrungsmittel>, abgerufen am 22.10.2017.

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