Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Nahrungsmittel, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Nahrungsmittels · Nominativ Plural: Nahrungsmittel
Aussprache 
Worttrennung Nah-rungs-mit-tel
Wortzerlegung Nahrung Mittel
eWDG

Bedeutung

Lebensmittel außer Genussmitteln
Beispiele:
ein wertvolles, vitaminreiches, kalorienreiches Nahrungsmittel
Es wurde verboten, den Gefangenen zusätzliche Nahrungsmittel zu übersenden [ Feuchtw.Narrenweisheit405]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

nähren · ernähren · Ernährung · Ernährer · Nahrung · nahrhaft · Nahrungsmittel
nähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, den Unterhalt ermöglichen, pflegen’, ahd. nerien, nerren (8. Jh.), mhd. nern, neren, nerigen, nergen, nerren ‘genesen machen, (er)retten, am Leben erhalten, ernähren’, asächs. aengl. nerian, mnd. nēren, anord. næra, schwed. nära, got. nasjan ‘retten’, germ. *nazjan sind Kausativa (in der ursprünglichen, sehr umfassenden Bedeutung ‘genesen machen’, d. h. ‘retten, davonkommen lassen, durch Nahrung, Pflege am Leben erhalten’) zu dem unter genesen (s. d.) aufgeführten Verb. – ernähren Vb. ‘mit Nahrung versorgen, für jmds. Lebensunterhalt sorgen’, ahd. irnerien, irnerren ‘erretten’ (11. Jh.), mhd. ernern ‘gesund machen, heilen, erretten, am Leben erhalten, mit Nahrung versorgen’; Ernährung f. Ernährer m. (19. Jh.). Nahrung f. ‘alles zur Ernährung Dienende, Lebensmittel’, ahd. narunga (10. Jh.), mhd. narunge ‘Lebensunterhalt’, Ableitung von (im Nhd. untergegangenem) ahd. nara ‘Erlösung’ (8. Jh.), ‘Nahrung, Unterhalt’ (10. Jh.; vgl. lībnara, 9. Jh., asächs. līfnara ‘Lebensunterhalt’), mhd. nar ‘Heil, Rettung, Nahrung, Unterhalt’ (germ. *nazō-), wozu auch nahrhaft Adj. ‘reich an Nährstoffen, gewinnbringend’ (17. Jh.), älter nahrhaftig (15. Jh.) und Nahrhaftigkeit (16. Jh.). Nahrungsmittel Plur. (17. Jh.).

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Essen · Esswaren · Lebensmittel · Nahrung · Nahrungsmittel  ●  Viktualien  veraltend · Esssachen  ugs. · Fressalien  derb
Oberbegriffe
  • nicht lebendes Objekt · unbelebtes Objekt
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Nahrungsmittel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nahrungsmittel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Nahrungsmittel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie lange das Essen dünsten muß, hängt von den Nahrungsmitteln ab. [Braun, Anne u. Nell, Edith: Man muß sich nur zu helfen wissen, Leipzig: Verl. für die Frau 1971, S. 170]
Auch dieses Vitamin kommt in fast allen natürlichen Nahrungsmitteln vor. [Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 611]
Wenn es darum geht, den Hunger auf der Welt zu bekämpfen, genügt es nicht, mehr Nahrungsmittel zu produzieren. [o. A.: Zwischen Unordnung und Neokolonialismus. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1997 [1996]]
Statt der Versorgung mit Nahrungsmitteln ist hier eher die Überernährung ein Problem. [o. A.: Der ewige Kampf gegen Hunger. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1997 [1996]]
Ist aber diese industrielle Produktion von Nahrungsmitteln in nächster Zeit schon möglich? [Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 326]
Zitationshilfe
„Nahrungsmittel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nahrungsmittel>.

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