Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Name, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Namens · Nominativ Plural: Namen
Nebenform selten Namen
Aussprache  [ˈnaːmə] · [ˈnaːmən]
Worttrennung Na-me ● Na-men
Wortbildung  mit ›Name‹ als Erstglied: Namendeutung · Namenforschung · Namengeber · Namengebung · Namengedächtnis · Namenkunde · Namenliste · Namennennung · Namenregister · Namensaktie · Namensbruder · Namenschild · Namensdeutung · Namensetikett · Namensform · Namensforschung · Namensgeber · Namensgebung · Namensgedächtnis · Namensinschrift · Namenskunde · Namenskürzel · Namensliste · Namensnennung · Namenspapier · Namenspatron · Namensraum · Namensregister · Namensschild · Namensschwester · Namensserver · Namensstempel · Namensstreit · Namenstag · Namenstempel · Namensträger · Namensverwechslung · Namensverwendung · Namensverzeichnis · Namensvetter · Namenswahl · Namenswechsel · Namensweihe · Namenszeichen · Namenszug · Namensänderung · Namenverwechslung · Namenverzeichnis · Namenwechsel · Namenweihe · Namenänderung · namenlos · namenslos · namhaft
 ·  mit ›Name‹ als Letztglied: Adelsname · Appellativname · Artname · Autorenname · Beiname · Benutzername · Codename · Dateiname · Deckname · Dichtername · Domain-Name · Domainname · Doppelname · Ehename · Ehrenname · Ehrennamen · Eigenname · Ekelname · Fabelname · Familienname · Fantasiename · Feldname · Firmenname · Flurname · Flussname · Frauenname · Gattungsname · Gemarkungsname · Geschlechtsname · Gewässername · Handelsname · Hundename · Hätschelname · Klarname · Kosename · Künstlername · Ländername · Mannesname · Markenname · Medikamentenname · Monatsname · Mädchenname · Männername · Nachname · Neckname · Nickname · Opernname · Ortsname · Parteiname · Personenname · Pflanzenname · Phantasiename · Privatname · Produktname · Rufname · Sammelname · Schimpfname · Schmeichelname · Schriftstellername · Spitzname · Spottname · Stadtname · Stoffname · Städtename · Tarnname · Taufname · Theatername · Tiername · Ulkname · Variablenname · Vatername · Vatersname · Vorname · Warenname · Zuname
 ·  formal verwandt mit: gleichnamig
eWDG

Bedeutungen

1.
aus einem oder mehreren Wörtern bestehende Bezeichnung für eine Person, ein Tier oder eine Sache, die jmdn., etw. als einmalig, unverwechselbar heraushebt, Eigenname
a)
Bezeichnung für eine Person, Familienname oder Vorname
Beispiele:
ein häufiger, seltener, bekannter, berühmter, angenommener Name
wie ist, wie war doch Ihr (werter) Name?
mein Name ist Müller
sein Name fiel nicht, ist im Zusammenhang mit dieser Angelegenheit genannt worden
die Namen der Anwesenden wurden verlesen
hat das Kind schon einen Namen?
habt ihr schon einen Namen für das Kind?
er wollte seinen Namen nicht nennen
er verschwieg seinen Namen
seinen Namen in eine Liste eintragen
er setzte, schrieb seinen Namen darunter
er konnte seinen eigenen Namen nicht schreiben
er rief ihre Namen (auf)
einen falschen Namen führen, angeben
sich [Dativ] einen fremden Namen beilegen
seinen Namen ändern
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlichmein Name ist Hase (= ich weiß von nichts, bin ahnungslos)
mit Präposition
Grammatik: in Verbindung mit »auf«
Beispiele:
das Sparbuch lautet auf seinen Namen (= er ist der Inhaber des Sparbuchs)
das Geschäft geht auf den Namen seiner Frau (= seine Ehefrau ist Inhaberin des Geschäfts)
ich bestellte das Buch auf meinen Namen (= ich bestellte das Buch auf meine Rechnung)
um sich dort auf den Namen der Viscontis das Fahrgeld bis Paris zu borgen [ St. ZweigBalzac377]
Grammatik: in Verbindung mit »mit«
Beispiele:
ein Mann mit Namen Schulze
er zeichnete den Artikel mit seinem vollen Namen
ein Schriftstück mit seinem Namen unterzeichnen
ihn mit Namen nennen, (auf)rufen
Grammatik: in Verbindung mit »nach«
Beispiele:
nach jmds. Namen fragen
er war mir nur dem Namen nach bekannt (= ich kannte ihn nicht näher)
er ist nur dem Namen nach der Leiter des Unternehmens (= er ist nur nominell der Leiter des Unternehmens)
Grammatik: in Verbindung mit »unter«
Beispiele:
er reiste unter falschem Namen
er hat ein Buch unter dem Namen N veröffentlicht
die Künstlerin tritt unter anderem Namen auf
übertragen Träger eines Eigennamens, Familiennamens
Beispiele:
Wer zählt die Völker, nennt die Namen, / Die gastlich hier zusammenkamen [ SchillerKraniche]
Das Begräbnis war sehr feierlich. Alle die großen alten Namen des Landes beisammen [ BahrHimmelfahrt158]
b)
Bezeichnung für ein Tier
Beispiele:
unser Kanarienvogel hat den Namen Hansi
der Hund hört auf den Namen Nero
c)
Bezeichnung für eine Sache
Beispiele:
der Name des Medikamentes ist mir entfallen
der Name einer Oper
das Küchengerät kam unter dem Namen ›Unimix‹ auf den Markt
der Name bürgt für Qualität
d)
Bezeichnung für geographische Begriffe
Beispiele:
kennst du den Namen dieses Flusses, Gebirges, Landes?
wie ist der Name dieser Stadt?
die Transkription fremder geographischer Namen
[Michael Kohlhaas] besaß, in einem Dorfe, das noch von ihm den Namen führt, einen Meierhof [ KleistKohlhaas3,141]
2.
allgemeine Bezeichnung, Wort
Beispiele:
berlinisch, salopp, scherzhaftdaher der Name Bratkartoffel (= daher eben)
gewisse Dinge (offen) beim rechten Namen nennen (= ohne Rückhalt darüber sprechen)
umgangssprachlich, spöttischdas Kind muss doch einen Namen haben (= die Sache muss doch irgendwie bezeichnet werden, braucht eine Begründung)
einer Krankheit, die unter dem Namen Nachtschweiß lief [ BöllHaus15]
Name ist Schall und Rauch [ GoetheFaust3457]
[der Polizist] belegte die Gäste mit den unflätigsten Namen (= Schimpfnamen) [ H. W. RichterSpuren80]
Biologie Bezeichnung für jeden Vertreter einer Gattung, Gattungsname
3.
Ansehen, das sich mit einem Eigennamen verbindet
Beispiele:
dafür ist mir mein (guter) Name zu schade
sein Name hat in Fachkreisen einen guten Klang
sich seines, eines verpflichtenden Namens würdig erweisen
er machte seinem Namen Ehre
ich bürge dafür, für ihn mit meinem Namen
jmds. (guten) Namen angreifen, besudeln, beschmutzen, in Verruf bringen
den guten Namen retten
sich [Dativ] seinen guten Namen erhalten
seinen Namen zu etw. hergeben
Es gab da eine selbständige Amerikanerin, die seinen alten Namen und seine Manieren zu kaufen bereit war [ BrechtDreigroschenroman140]
Ruhm, Rang
Beispiele:
es gelang ihm, sich [Dativ] in wenigen Jahren einen (guten) Namen zu machen
er hatte sich [Dativ] als Künstler, Schriftsteller einen Namen gemacht
leicht übertriebenalles, was Rang und Namen hat, ist anwesend
es müssen zahllose Autoren von Namen darben [ Roda RodaCicerone157]
Da hatte ein berühmter Geschichtsphilosoph und Kulturkritiker, ein Mann von europäischem Namen, einen Vortrag in der Aula angekündigt [ HesseSteppenw.4,191]
4.
in jmds. Namenals jmds. Vertreter, in jmds. Auftrag, in jmds. Sinn
Beispiele:
ich gratuliere Ihnen (zugleich) im Namen meiner Frau
ich grüße Sie herzlich (auch) im Namen meiner Mutter
in seinem Namen holte ich den Brief ab
die Urteilsverkündung begann mit den Worten: Im Namen des Volkes!
im Namen der Wahrheit, Gerechtigkeit, Menschlichkeit muss ich Folgendes erklären
Heute abend überreiche ich dem Kommandanten … im Namen des Komitees die Fahne [ H. Mann2,251]
umgangssprachlich abgeblasst
Beispiele:
verstärkendin Gottes Namen (= meinetwegen, wenn es denn sein muss)
salopp, derbin (drei) Teufels, des Henkers Namen (= Fluch)
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Name · namhaft · namentlich · nämlich · Namenstag · Namensvetter
Name m. ‘Benennung, Bezeichnung, Eigenname, Ansehen’, ahd. namo (8. Jh.; Genitiv namen), mhd. nam(e), asächs. namo, mnd. mnl. nāme, nl. naam, afries. aengl. nama, engl. name, (mit ursprünglich neutralem Genus) got. namō, germ. *naman-, (und mit veränderter Stammbildung) anord. nafn (aus *namn-), schwed. namn. Außergerm. vergleichbar sind aind. nā́ma, lat. nōmen, griech. ónoma (ὄνομα), aslaw. imę, russ. ímja (имя), air. ainmm. Als Ansatz läßt sich erschließen ie. *en(o)men-, *nomen- ‘Name’, das in den Einzelsprachen in unterschiedlichen Ablautformen vorliegt. S. auch nennen. namhaft Adj. ‘bekannt, berühmt, nennenswert’, ahd. namahaft (8. Jh.), mhd. namhaft. namentlich Adj. heute Adv. ‘besonders erwähnenswert, vornehmlich’, eigentlich ‘(mit Namen) benannt’ (vgl. noch namentliche Abstimmung, namentlich nennen); mit unorganischem t gebildet (15. Jh.) nach mhd. name(n)lich; daneben die umgelautete Form nämlich Adj. in der nämliche ‘eben derselbe’ (heute unüblich), mhd. dirre nemelīche; in älterer Sprache auch ‘namentlich angegeben, ausdrücklich’, vgl. auff einem nähmlichen tag (16. Jh.), ahd. neminlīh (10. Jh.), namalīh (um 1000), mhd. name-, nemelich ‘namentlich benannt, bekannt, bedeutend’. Gebräuchlicher ist heute adverbieller Gebrauch im Sinne von ‘genauer gesagt, das heißt’, vgl. ahd. namalīhho ‘dem Namen nach’ (10. Jh.), mhd. nam(en)-, nem(e)līche ‘mit namentlicher, ausdrücklicher Hervorhebung, vorzugsweise’. Namenstag m. ‘Kalendertag des Heiligen, dessen Namen man trägt’ (17. Jh.). Namensvetter m. ‘wer den gleichen Namen trägt’ (18. Jh.).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Begriff · Name  ●  Bezeichnung  Hauptform · (das richtige) Wort für  ugs. · Begrifflichkeit  fachspr., Amtsdeutsch · Bezeichner (Linguistik)  fachspr. · Designator  geh., lat.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Personenname  Hauptform · Anthroponym  fachspr., griechisch · Name  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe

Typische Verbindungen zu ›Name‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bieten die DWDS-Wortprofile zu ›Name‹ und ›Namen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Name‹, ›Namen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das ist doch ein sehr schöner Name, sagte sie immer. [Brussig, Thomas: Helden wie wir, Berlin: Verl. Volk und Welt 1996 [1995], S. 35]
Diese Frage steht Ihnen, denke ich, nicht zu, wie war doch Ihr Name? [Bobrowski, Johannes: Levins Mühle, Frankfurt a. M.: Fischer 1964, S. 180]
Der Name muß sich also wohl einmal auf eine wirkliche Person bezogen haben. [Röhrich, Lutz: Bellmann. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 1009]
Der Tote ist für sie nicht tot, er wirkt weiter, nur sein Name ist tabu. [Brandenburg, H.: Zigeuner. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 37379]
Der Name, so rätselhaft wie programmatisch, steht für "Year 2 Kilo", Jahr 2000. [Die Zeit, 20.04.2000, Nr. 17]
Zitationshilfe
„Name“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Name>.

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