Namensvetter, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungNa-mens-vet-ter
eWDG, 1974

Bedeutung

Namensbruder
Beispiel:
Es versteht sich, daß der Stadtbaumeister nicht ihm, sondern seinem Namensvetter den Auftrag zugedacht hatte [KusenbergNicht zu glauben141]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Name · namhaft · namentlich · nämlich · Namenstag · Namensvetter
Name m. ‘Benennung, Bezeichnung, Eigenname, Ansehen’, ahd. namo (8. Jh.; Genitiv namen), mhd. nam(e), asächs. namo, mnd. mnl. nāme, nl. naam, afries. aengl. nama, engl. name, (mit ursprünglich neutralem Genus) got. namō, germ. *naman-, (und mit veränderter Stammbildung) anord. nafn (aus *namn-), schwed. namn. Außergerm. vergleichbar sind aind. nā́ma, lat. nōmen, griech. ónoma (ὄνομα), aslaw. imę, russ. ímja (имя), air. ainmm. Als Ansatz läßt sich erschließen ie. *en(o)men-, *nomen- ‘Name’, das in den Einzelsprachen in unterschiedlichen Ablautformen vorliegt. S. auch ↗nennen. namhaft Adj. ‘bekannt, berühmt, nennenswert’, ahd. namahaft (8. Jh.), mhd. namhaft. namentlich Adj. heute Adv. ‘besonders erwähnenswert, vornehmlich’, eigentlich ‘(mit Namen) benannt’ (vgl. noch namentliche Abstimmung, namentlich nennen); mit unorganischem t gebildet (15. Jh.) nach mhd. name(n)lich; daneben die umgelautete Form nämlich Adj. in der nämliche ‘eben derselbe’ (heute unüblich), mhd. dirre nemelīche; in älterer Sprache auch ‘namentlich angegeben, ausdrücklich’, vgl. auff einem nähmlichen tag (16. Jh.), ahd. neminlīh (10. Jh.), namalīh (um 1000), mhd. name-, nemelich ‘namentlich benannt, bekannt, bedeutend’. Gebräuchlicher ist heute adverbieller Gebrauch im Sinne von ‘genauer gesagt, das heißt’, vgl. ahd. namalīhho ‘dem Namen nach’ (10. Jh.), mhd. nam(en)-, nem(e)līche ‘mit namentlicher, ausdrücklicher Hervorhebung, vorzugsweise’. Namenstag m. ‘Kalendertag des Heiligen, dessen Namen man trägt’ (17. Jh.). Namensvetter m. ‘wer den gleichen Namen trägt’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Namenskollege  männl. · Namenskollegin  weibl. · Namensvetter  männl. · Namensvetterin  weibl.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Namensvetter‹

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Gegensatz Landsmann Verwandter Verwechslung bekannt berühmt biblisch literarisch prominent tierisch unterscheiden verwandt verwechseln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Namensvetter‹.

Verwendungsbeispiele für ›Namensvetter‹

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Die Zuweisung der zahlreichen »Werke« an ihn und einen Namensvetter bleibt ein Rätsel der Wissenschaft.
Rubin, Berthold: Byzanz. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1965], S. 15191
Um sich von seinen zwölf Namensvettern zu unterscheiden, bekam es vor langer Zeit den Beinamen Wendisch Buchholz.
Heller, Gisela: Märkischer Bilderbogen, Berlin: Berlin Verlag der Nation 1978, S. 290
In unserer gestrigen Ausgabe wurde irrtümlich ein Foto eines Namensvetters gezeigt.
Bild, 05.09.2002
Im Gegensatz zu ihren europäischen Namensvettern schmecken die Wüstentrüffel nicht in rohem Zustand.
konkret, 1989
Der 8-jährige Beethoven ist zwar trotz seines berühmten Namensvetters unmusikalisch.
Bild, 03.03.2001
Zitationshilfe
„Namensvetter“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Namensvetter>, abgerufen am 19.02.2020.

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