Napf, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Napf(e)s · Nominativ Plural: Näpfe
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Napf‹ als Erstglied: Napfkuchen · Napfschnecke · Napfsülze · Näpfchen · napfförmig
 ·  mit ›Napf‹ als Letztglied: Blechnapf · Essnapf · Fettnapf · Finkennapf · Fressnapf · Futternapf · Holznapf · Hundenapf · Milchnapf · Salznapf · Saugnapf · Seifennapf · Spucknapf · Trinknapf · Zuckernapf
 ·  formal verwandt mit: Eichelnäpfchen · Farbnäpfchen · Salznäpfchen · Vogelnäpfchen
eWDG

Bedeutung

meist für Tiere benutztes einfaches, kleines, rundes, (flaches) einer Schüssel ähnliches Gefäß, besonders aus gebranntem Ton
Beispiele:
ein irdener Napf
der Katze einen Napf (mit) Milch hinstellen
der Hund hat den Napf leergefressen
Der schlechteste Napf mit dem wenigsten Essen [im Gefängnis], das ist die Rache [ RinserGefängnistagebuch99]
ein Laib Brot ist auch da und ein Napf mit Fettigkeit [ SteinbergUhren350]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Napf · Napfkuchen
Napf m. ‘Schale, Schüssel’ (vorwiegend md. und nordd.), vielfach (zumal in alter Sprache und in den Mundarten) auch ‘Trinkgefäß, -schale’, ahd. (h)naph (8. Jh.), mhd. napf, naph, asächs. hnapp, mnd. mnl. nl. nap, aengl. hnæpp (vgl. deminutives amerik.-engl. nappy ‘kleine Schüssel’), anord. hnappr. Herkunft unbekannt. de Vries Nl. 463 denkt daran, germ. *hnappa- als Anlautvariante von germ. *knappa- (wie in anord. knappr ‘Knopf’) aufzufassen (zu der nur erweitert darstellbaren Wurzel ie. *gen- ‘zusammendrücken, kneifen, zusammenknicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’ gehörig, s. Knecht, kneipen2, knicken, kneten, Knopf, Knoten, Knüttel). Napfkuchen m. (Mitte 18. Jh.), besonders nordd.

Thesaurus

Synonymgruppe
Napf · Schale · Schüssel · Terrine

Verwendungsbeispiele für ›Napf‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Rechtzeitig mußte das Huhn aus jedem Napf das Korn herausnehmen. [Hahn, Christian Diederich: Bauernweisheit unterm Mikroskop, Oldenburg i.O.: Stalling 1943 [1939], S. 163]
Wenn es Futter gibt, stürzt er sich auf den vollen Napf und hört von selber nicht mehr auf zu fressen. [Dölling, Beate: Hör auf zu trommeln, Herz, Weinheim: Beltz & Gelberg 2003, S. 97]
Nur hat sich über die Jahre der Weg vom Teller in den Napf bedenklich verlängert. [Die Zeit, 04.02.2004, Nr. 06]
Doch zu den geleerten gelben Näpfen kehren sie immer wieder zurück. [Süddeutsche Zeitung, 16.03.1999]
Erst bekommt der erschöpfte Mann einen ordentlichen Napf voll Brei hingestellt. [Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 60]
Zitationshilfe
„Napf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Napf>.

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