Napf, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Napf(e)s · Nominativ Plural: Näpfe
Aussprache
Wortbildung mit ›Napf‹ als Erstglied: ↗Napfkuchen · ↗Napfkuchenform · ↗Napfsülze · ↗Näpfchen · ↗napfförmig
 ·  mit ›Napf‹ als Letztglied: ↗Blechnapf · ↗Essnapf · ↗Fettnapf · ↗Finkennapf · ↗Fressnapf · ↗Futternapf · ↗Holznapf · ↗Hundenapf · ↗Milchnapf · ↗Saugnapf · ↗Seifennapf · ↗Spucknapf · ↗Trinknapf · ↗Zuckernapf
 ·  formal verwandt mit: ↗Eichelnäpfchen · ↗Farbnäpfchen · ↗Salznäpfchen · ↗Vogelnäpfchen
eWDG, 1974

Bedeutung

meist für Tiere benutztes einfaches, kleines, rundes, (flaches) einer Schüssel ähnliches Gefäß, besonders aus gebranntem Ton
Beispiele:
ein irdener Napf
der Katze einen Napf (mit) Milch hinstellen
der Hund hat den Napf leergefressen
Der schlechteste Napf mit dem wenigsten Essen [im Gefängnis], das ist die Rache [RinserGefängnistagebuch99]
ein Laib Brot ist auch da und ein Napf mit Fettigkeit [SteinbergUhren350]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Napf · Napfkuchen
Napf m. ‘Schale, Schüssel’ (vorwiegend md. und nordd.), vielfach (zumal in alter Sprache und in den Mundarten) auch ‘Trinkgefäß, -schale’, ahd. (h)naph (8. Jh.), mhd. napf, naph, asächs. hnapp, mnd. mnl. nl. nap, aengl. hnæpp (vgl. deminutives amerik.-engl. nappy ‘kleine Schüssel’), anord. hnappr. Herkunft unbekannt. de Vries Nl. 463 denkt daran, germ. *hnappa- als Anlautvariante von germ. *knappa- (wie in anord. knappr ‘Knopf’) aufzufassen (zu der nur erweitert darstellbaren Wurzel ie. *gen- ‘zusammendrücken, kneifen, zusammenknicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’ gehörig, s. ↗Knecht, ↗kneipen, ↗knicken, ↗kneten, ↗Knopf, ↗Knoten, ↗Knüttel). Napfkuchen m. (Mitte 18. Jh.), besonders nordd.

Thesaurus

Synonymgruppe
Napf · ↗Schale · ↗Schüssel · ↗Terrine

Typische Verbindungen
computergeneriert

Becher Decke Flasche Futter Hund Milch Schale Teller Topf Wasser Zäpfchen essen fressen füllen gefüllt golden leer schöpfen spucken trinken voll winzig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Napf‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur hat sich über die Jahre der Weg vom Teller in den Napf bedenklich verlängert.
Die Zeit, 04.02.2004, Nr. 06
Wenn es Futter gibt, stürzt er sich auf den vollen Napf und hört von selber nicht mehr auf zu fressen.
Dölling, Beate: Hör auf zu trommeln, Herz, Weinheim: Beltz & Gelberg 2003, S. 97
Doch zu den geleerten gelben Näpfen kehren sie immer wieder zurück.
Süddeutsche Zeitung, 16.03.1999
Erst bekommt der erschöpfte Mann einen ordentlichen Napf voll Brei hingestellt.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 60
Rechtzeitig mußte das Huhn aus jedem Napf das Korn herausnehmen.
Hahn, Christian Diederich: Bauernweisheit unterm Mikroskop, Oldenburg i.O.: Stalling 1943 [1939], S. 163
Zitationshilfe
„Napf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Napf>, abgerufen am 21.10.2019.

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