Naschwerk, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungNasch-werk (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

Süßigkeiten
Beispiele:
eine Dose, Zuckertüte mit Naschwerk
auf der Weihnachtsfeier erhielt jedes Kind eine bunte Tüte voller Naschwerk
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

naschen · vernaschen · naschhaft · Naschwerk
naschen Vb. ‘in kleinen Mengen Gutes heraussuchen und genießen, heimlich kleine Stückchen essen’, ahd. nascōn ‘schmarotzen’ (11. Jh.), mhd. naschen, neschen ‘Leckerbissen, verbotene Liebesfreuden genießen’, mnd. naschen ‘heimlich an sich bringen, betteln’, schwed. (mundartlich) naska, dän. naske ‘Leckerbissen genießen’. Vgl. nd. gnaschen, dän. gnaske ‘knabbern’, schwed. snaska ‘naschen’, ferner aengl. hnesce, got. hnasqus ‘weich, zart’. Herkunft unklar. Vielleicht zu ↗nagen (s. d.)? Eine Verbindung mit aind. kiknasaḥ ‘Teile des zerriebenen Korns’, griech. knéōros (κνέωρος) eine Nesselart, lett. knosīties ‘mit dem Schnabel im Gefieder rupfen’ und Anschluß an ie. *knēs-, eine s-Erweiterung der Wurzel ie. *ken(ə)- ‘kratzen, schaben, reiben’ (wozu ↗Niete, ↗Nut, s. d.), ist unsicher. vernaschen Vb. ‘naschend aufbrauchen’ (16. Jh.); häufig vernascht sein ‘naschhaft sein’ (16. Jh.). naschhaft Adj. (17. Jh.). Naschwerk n. (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Leckerei · Süßigkeiten · Süßwaren · Zuckerwaren  ●  Leckerchen  ugs. · ↗Leckerli  ugs. · Naschereien  ugs. · ↗Naschkram  ugs. · Naschwerk  ugs. · ↗Schleckerei  ugs. · Süßes  ugs. · ↗Süßkram (leicht abwertend)  ugs. · ↗Zuckerzeug  ugs. · süßes Zeug  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

lecker musikalisch süß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Naschwerk‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Betrieb stellt in der vierten Generation exquisites Naschwerk für den gehobenen Bedarf her.
Süddeutsche Zeitung, 12.01.1998
Bei Kaffee und Kuchen wurde man sich einig, 4400 Mark sollte das Naschwerk kosten.
Die Zeit, 23.02.1996, Nr. 9
Denn das Naschwerk war insofern nicht politisch korrekt, als es mit dem Landeswappen verziert war.
Die Welt, 19.03.2004
Viele Früchte lagen da, allerlei Leckerbissen und Naschwerk, zwischen den Rosen; zur Seite standen die Weine.
Ewers, Hanns Heinz: Alraune, München: Herbig 1973 [1911], S. 320
Butterbrote hatte Cornelius in der Tasche, sie hatte genug Kuchen und Naschwerk mit vom Geburtstage, und es gefiel ihr, ihn noch einmal zu bewirten.
Grimm, Hans: Volk ohne Raum, München: Langen 1932 [1926], S. 57
Zitationshilfe
„Naschwerk“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Naschwerk>, abgerufen am 16.10.2019.

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