Nass, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Nasses · wird nur im Singular verwendet
Ungültige SchreibungNaß, s. Regelwerk: § 2
Wortbildung mit ›Nass‹ als Letztglied: ↗Tränennass
eWDG, 1974

Bedeutung

gehoben Flüssigkeit
Beispiele:
das erfrischende, lebenspendende Nass des Regens, einer Quelle
Gut Nass! (= Gruß der Schwimmer)
ein edles, köstliches Nass (= Getränk)
verschütte nicht das kostbare Nass!
er spürte das warme, klebrige Nass (= Blut) an seiner Hand
dort, wo das Naß vom Schiefer träuft [Droste-Hülsh.285]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

naß · Naß · Nässe · nassen
naß Adj. ‘mit Flüssigkeit benetzt, vollgesogen, feucht’, ahd. (um 800), mhd. naʒ, mnd. mnl. nl. nat, got. *nats (aus der Ableitung natjan ‘benetzen’ zu erschließen, s. ↗netzen), germ. *nata-; vgl. auch anord. Nǫt (Flußname). Falls nicht mit aind. nadī́ ‘Fluß’, nádati ‘tönt, brüllt, rauscht’ zu verbinden, dann vielleicht (nach de Vries Nl. 464) aus einer nicht-ie. Substratsprache stammend. Dazu die Substantivierung Naß n. ‘Flüssigkeit, Regen, Getränk’, mhd. naʒ, und die Abstraktbildung Nässe f. ‘starke Feuchtigkeit’, ahd. naʒʒī, neʒʒī (9. Jh.), mhd. neʒʒe, mnd. nette. nassen Vb. ‘Feuchtigkeit absondern, naß machen’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Wasser  Hauptform · Aqua  fachspr., lat. · H2O  fachspr., Abkürzung · H₂O  fachspr., Abkürzung · Nass  geh. · Quell des Lebens  geh., poetisch · blaues Gold  geh., literarisch · das nasse Element  geh., literarisch · kostbares Nass  geh.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Regen  Hauptform · (das) Nass  geh., literarisch · ↗Niederschlag  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Feuchtigkeit · Nass · ↗Nässe
Assoziationen
  • Kieselgel · Kieselsäuregel · Silicagel · Silikagel

Typische Verbindungen
computergeneriert

Sprung abtauchen aufsaugen benetzen edel eintauchen eiskalt erfrischend ergießen ersehnt feucht gefroren himmlisch kostbar köstlich kühl kühlend lebensnotwendig lebenspendend lebensspendend lebenswichtig plätschern prickelnd salzig sprudeln sprudelnd strömend trüb versprühen waten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nass‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Folge sind extrem niedrige Preise für das kostbare Nass, niemand weiß den Wert so recht zu schätzen.
Der Tagesspiegel, 22.03.2000
Das Naß spritzte durch Löcher seitlich raus - und Eric quietschte vor Vergnügen.
Bild, 29.06.1998
Der Gast versenkt, nachdem er sich bedient hat, das kostbare Naß wieder in den Fluten.
Schwarz, Peter-Paul (Hg.), Gepflegte Gastlichkeit, Wiesbaden: Falken-Verl. Sicker 1967, S. 279
Außerdem schäumt auch ein Teil des köstlichen Nasses aus der Flasche.
Kölling, Alfred: Fachbuch für Kellner, Leipzig: Fachbuchverl. VEB 1962 [1956], S. 384
Zwischen diesen Bäumen plätscherte ein schäumender Bach und überspülte die Kiesel mit klagendem Naß.
Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 194
Zitationshilfe
„Nass“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nass>, abgerufen am 21.02.2019.

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