Naturmensch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungNa-tur-mensch
WortzerlegungNaturMensch1
eWDG, 1974

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
urwüchsiger, unverbildeter Mensch
Beispiel:
Solche urkräftige Naturmenschen sind heutzutage sehr selten [G. Hauptm.WeberIII]
2.
Synonym zu Naturfreund
Beispiel:
Wir Naturmenschen fürchteten uns vor solchem Zauber nicht, ja, er gehörte mit zu unserem romantischen Programm [HartungWunderkinder42]

Thesaurus

Synonymgruppe
Naturbursche · Naturmensch
Synonymgruppe
Naturmensch · edler Wilder

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielleicht stammt die Abneigung des Naturmenschen gegen die Arbeit aus derselben Quelle.
Simmel, Georg: Philosophie des Geldes. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1900], S. 15071
Der Naturmensch ist ein zwar beschränkter, aber gesunder und tüchtiger Mann auf der Erde.
Süddeutsche Zeitung, 20.08.1994
Die Naturmenschen kamen barfuß, in handgewebtes Linnen gehüllt, mit langem Haupthaar und wildem Bart.
Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 167
An sich ist das Maß unsrer Einfühlbarkeit bei dem Verhalten von »Naturmenschen« nicht wesentlich größer.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 5
Die ersten E., die der Naturmensch machte, waren Werkzeuge, später kamen Geräte und Maschinen hinzu.
o. A.: E. In: Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1906], S. 11153
Zitationshilfe
„Naturmensch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Naturmensch>, abgerufen am 23.01.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Naturmaterial
Naturmacht
Naturlyrik
Naturlocke
Naturliebhaber
Naturmythos
naturnah
naturnahe
naturnotwendig
Naturnotwendigkeit