Nelke, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Nelke · Nominativ Plural: Nelken
Aussprache 
Worttrennung Nel-ke (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Nelke‹ als Erstglied: ↗Nelkenbeet · ↗Nelkenstock · ↗Nelkenstrauß · ↗Nelkenwurz · ↗Nelkenöl
 ·  mit ›Nelke‹ als Letztglied: ↗Federnelke · ↗Gartennelke · ↗Gewürznelke · ↗Karthäusernelke · ↗Kornnelke · ↗Mainelke · ↗Pechnelke · ↗Pfingstnelke · ↗Pissnelke · ↗Prachtnelke · ↗Steinnelke
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
im Garten gezogene oder wildwachsende, in vielen Arten verbreitete Blume mit krautigem Stock und wohlduftenden, meist weißen, rosa oder roten Blüten
Beispiele:
ein Strauß roter, weißer Nelken
eine Nelke im Knopfloch tragen
2.
Gewürznelke
Beispiel:
eine süße Suppe mit Zimt und Nelken würzen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nelke f. duftende Wild- und Zierblume. Ahd. negellī(n), nagelken n. (Hs. 13. Jh.), mhd. negel(l)īn, negelkīn n., mnd. nēgelke, ein Deminutivum zu dem unter ↗Nagel (s. d.) behandelten Substantiv, bezeichnet die Gewürznelke, die getrockneten Blütenknospen des auf den Molukken und Philippinen heimischen Gewürznelkenbaumes, deren Form Ähnlichkeit mit kleinen Nägeln hat. Der Name wird auf die einen würzigen Duft ausströmende Gartennelke übertragen (15. Jh.). Aus pluralischen Bildungen wie mnd. nēgelken, md. nelekin, nelchin (15. Jh.) entwickelt sich durch Kontraktion und n-Abfall die als Singular aufgefaßte Form Nelke (Ende 16. Jh.) mit (analog zu anderen Blumennamen) fem. Genus.

Typische Verbindungen zu ›Nelke‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nelke‹.

Verwendungsbeispiele für ›Nelke‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Egon kriegt "vom Volk" rote Nelken, schüttelt Hände, herzt die Veteranen.
Bild, 14.05.2004
Damals war unter dem Symbol der Nelke die Revolution ausgebrochen.
Die Zeit, 24.07.1987, Nr. 31
Auch auf den Gräbern der toten alten Führer liegen hier und da rote Nelken.
o. A.: 1933. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1982], S. 20963
Dann ist es nicht weit von den Rosen zu den roten und weißen Nelken.
Freud, Sigmund: Die Traumdeutung, Leipzig u. a.: Deuticke 1914 [1900], S. 152
Damit will ich natürlich nicht gesagt haben, daß ich mich über die Nelken weniger gefreut habe.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 22.04.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„Nelke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nelke>, abgerufen am 30.09.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Nelanane
Nekymantie
Nekyia
Nekton
Nektiv
Nelkenbeet
Nelkengewächs
Nelkenöl
Nelkenrinde
Nelkenstängel