Nenner, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Nenners · Nominativ Plural: Nenner
Aussprache
WorttrennungNen-ner
Wortbildung mit ›Nenner‹ als Letztglied: ↗Generalnenner · ↗Hauptnenner
eWDG, 1974

Bedeutung

unter dem Bruchstrich stehende Zahl, die angibt, in wie viele Teile ein Ganzes geteilt worden ist
Gegenwort zu Zähler
Beispiele:
jede Bruchzahl besteht aus Zähler und Nenner
mehrere Brüche auf einen (= den gleichen) Nenner bringen
übertragen etw. auf einen, den gleichen, einen gemeinsamen Nenner bringenUnterschiedliches in Einklang bringen
Beispiel:
es ließen sich nicht alle Ansichten auf einen Nenner bringen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

nennen · Nenner
nennen Vb. ‘mit Namen anführen, einen Namen geben’, ahd. nemnen (8. Jh.), mit Assimilation nemmen (um 800) und nennen (9. Jh.), mhd. nemmen, nennen ‘einen Namen geben, mit Namen nennen, festsetzen, bestimmen’, asächs. nemnian, mnd. nennen, aengl. nemnan, anord. nefna, schwed. nämna, got. namnjan (germ. *namnjan) ist eine Ableitung von dem unter ↗Name (s. d.) behandelten Substantiv. Auf einer Ablautform westgerm. *nōmijan beruhen mhd. benuomen ‘namhaft machen’, mnd. nȫmen, mnl. nl. noemen, afries. nōmia ‘nennen’. Nenner m. ‘Zahl unter dem Bruchstrich’, Übersetzung (Anfang 16. Jh.) von mlat. denominator; zuvor (Ende 15. Jh.) vereinzelt für lat. nōminātīvus (s. ↗Nominativ).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bruch Einigung Kompromiß Sachverhalt Suche Zähler allerkleinst begrifflich bringen einfach einheitlich einigen einschwören einzig folgend gemeinsam gemeinschaftlich griffig größtmöglich klein kleinstmöglich knapp kurz lauten multiplizieren niedrig schlicht simpel vereinfacht verständigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nenner‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da blockiert der eine den anderen oder man verständigt sich auf den kleinsten Nenner.
Der Tagesspiegel, 14.02.2002
Einen gemeinsamen Nenner europäischer Kultur wird es (zumindest auf absehbare Zeit) nicht geben.
Die Welt, 26.06.2000
Der gemeinsame Nenner sei gewesen, daß alle seine Position als die einzig vernünftige Politik bezeichnet hätten.
Nr. 2: Gespräch Kohl mit Gorbatschow vom 12. Juni 1989. In: Deutsche Einheit, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 714
Das bedeutet, so gut es irgend geht, nationales Interesse, europäische Pflicht und globale Verantwortung auf einen Nenner zu bringen.
Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 451
Tatsächlich sind aber die verschiedenen Schulen nur schwer auf einen Nenner zu bringen.
Kretschmar, C.: Ophiten und Naassener. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1960], S. 14126
Zitationshilfe
„Nenner“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nenner>, abgerufen am 13.11.2018.

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