Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Neuhumanismus, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache 
Worttrennung Neu-hu-ma-nis-mus
Wortzerlegung neu Humanismus
eWDG

Bedeutung

um 1750 einsetzende, auf das Gedankengut der klassischen Antike zurückgreifende und dem Humanitätsideal verpflichtete philosophisch-pädagogische Richtung
Beispiel:
Herder und Wilhelm von Humboldt gelten als Vertreter des Neuhumanismus

Typische Verbindungen zu ›Neuhumanismus‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Neuhumanismus‹.

Verwendungsbeispiele für ›Neuhumanismus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In Österreich wiederum konnte der Neuhumanismus, obwohl er sich in der Bildungspolitik erst verspätet durchsetzte, an das jesuitische Curriculum der Gegenreformation anschließen. [Die Zeit, 09.01.2012, Nr. 02]
Der Neuhumanismus der Aufklärung und des Klassizismus hat freilich meist wenig mit dem Christentum anzufangen gewußt. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 321]
Wer etwas auf sich hielt, wandte sich der klassischen Antike und dem Neuhumanismus zu, das Morgenländische und Orientalische vergaß man lieber. [Süddeutsche Zeitung, 10.01.2003]
Dieser wiederum wurde gerade in Deutschland, wo er sich vor allem im Philanthropismus niederschlug, durch den Neuhumanismus als philiströs denunziert und überwunden. [Die Zeit, 09.01.2012, Nr. 02]
Dann jedoch gerät sie gegenüber dem Neuhumanismus, der Basedows Pädagogik als plattes Nützlichkeitsdenken diskreditiert, ins Hintertreffen. [Die Zeit, 21.04.2003 (online)]
Zitationshilfe
„Neuhumanismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Neuhumanismus>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Neuhochdeutsche
Neuhochdeutsch
Neuherausgabe
Neuheit
Neuheidentum
Neuigkeit
Neuigkeitswert
Neuinfektion
Neuinfektionsrate
Neuinszenierung