Neuhumanismus

GrammatikSubstantiv
WorttrennungNeu-hu-ma-nis-mus (computergeneriert)
WortzerlegungneuHumanismus
eWDG, 1974

Bedeutung

um 1750 einsetzende, auf das Gedankengut der klassischen Antike zurückgreifende und dem Humanitätsideal verpflichtete philosophisch-pädagogische Richtung
Beispiel:
Herder und Wilhelm von Humboldt gelten als Vertreter des Neuhumanismus

Typische Verbindungen
computergeneriert

Idealismus

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Neuhumanismus‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In Österreich wiederum konnte der Neuhumanismus, obwohl er sich in der Bildungspolitik erst verspätet durchsetzte, an das jesuitische Curriculum der Gegenreformation anschließen.
Die Zeit, 09.01.2012, Nr. 02
Wer etwas auf sich hielt, wandte sich der klassischen Antike und dem Neuhumanismus zu, das Morgenländische und Orientalische vergaß man lieber.
Süddeutsche Zeitung, 10.01.2003
Der Neuhumanismus der Aufklärung und des Klassizismus hat freilich meist wenig mit dem Christentum anzufangen gewußt.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 321
Der Neuhumanismus hatte an die Bildung aller Kräfte des Individuums durch Gebilde des Geistes geglaubt, an eine Bindung vor und fern vom "Leben".
Blättner, Fritz: Geschichte der Pädagogik, Heidelberg: Quelle & Meyer 1961 [1951], S. 158
Das Land der Klassik mit den Augen zu finden, zogen die Anhänger der "Intellektuellen-Religion des Neuhumanismus" (Heinz Gollwitzer) nach Griechenland.
Die Welt, 25.01.2000
Zitationshilfe
„Neuhumanismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Neuhumanismus>, abgerufen am 21.02.2019.

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