Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Niederschlag, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Niederschlag(e)s · Nominativ Plural: Niederschläge
Aussprache 
Worttrennung Nie-der-schlag
Wortbildung  mit ›Niederschlag‹ als Erstglied: Niederschlagsgebiet · Niederschlagsintensität · Niederschlagsmenge · Niederschlagsmesser · Niederschlagsradar · Niederschlagswahrscheinlichkeit · niederschlagsarm · niederschlagsfrei · niederschlagsreich
 ·  mit ›Niederschlag‹ als Letztglied: Feuchtigkeitsniederschlag
eWDG

Bedeutungen

1.
Produkt der Kondensation des in der Luft enthaltenen Wasserdampfes, das zur Erde fällt oder sich an der Erdoberfläche absetzt
Beispiele:
Regen, Schnee, Hagel, Tau, Reif sind Niederschläge
es sind ausgedehnte Niederschläge, teils als Schnee, zu erwarten
in den letzten 24 Stunden gab es keinen, nur geringen Niederschlag
2.
Chemie aus einer Lösung sich absetzende, feinverteilte, feste Substanz, Bodensatz
Beispiel:
es entsteht, bildet sich ein Niederschlag von Eisen, Mangan im Wasser
3.
etw. findet seinen Niederschlagetw. ist schriftlich niedergelegt worden
Beispiele:
Gedanken, Erfahrungen, Arbeitsergebnisse finden ihren Niederschlag in einem Werk, Gesetz, Plan
die veränderten Beziehungen haben ihren Niederschlag (= Auswirkung) auf politischem, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet gefunden

Thesaurus

Synonymgruppe
Niederschlag [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Industriedunst · Smog
Synonymgruppe
Regen  Hauptform · (das) Nass  geh., literarisch · Niederschlag  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Sport
Synonymgruppe
Niederschlag · finaler Treffer  ●  K. o.  Abkürzung · K.-o.-Schlag  Hauptform · Knock-out  engl. · Knockout  engl. · lucky punch  engl.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Niederschlag‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Niederschlag‹.

Verwendungsbeispiele für ›Niederschlag‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In ihm kristallisiert sich der Niederschlag einer spezifischen poetischen Welt. [Wolf, Gerhard: Louis Fürnberg. In: Kaiser, Helmut (Hg.) Die Dichter des sozialistischen Humanismus, München: Dobbeck 1960, S. 90]
Von einem Erschöpfen der alluvialen Niederschläge kann demnach keine Rede sein. [Peters, Carl: Im Goldland des Altertums, München: Lehmann 1902, S. 148]
Diese findet auch in den theoretischen Schriften um 1770 ihren Niederschlag. [Fischer, Kurt von: Variation. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1966], S. 9794]
Ihr theoretischer lehrhafter Niederschlag aber ist nicht nur selten in den Religionen, sondern er ist zugleich schwer belastet von dem irrationalen Charakter der P. [Pannenberg, W.: Prädestination. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 26751]
Aber das gilt nur für die nächsten 10 bis 15 Jahre, danach werden die Niederschläge überall auf der Erde zunehmen. [Der Spiegel, 01.01.1990]
Zitationshilfe
„Niederschlag“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Niederschlag>.

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