Niet, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Niet(e)s · Nominativ Plural: Niete
Aussprache
Wortbildung mit ›Niet‹ als Erstglied: ↗Nietautomat · ↗Nietbolzen · ↗Nietenhose · ↗Niethammer · ↗Niethose · ↗Nietschraube · ↗Nietverbindung · ↗nietfest
 ·  mit ›Niet‹ als Letztglied: ↗Flachrundniet · ↗Halbrundniet · ↗Hohlniet · ↗Kontaktniet · ↗Linsenniet · ↗Riemenniet · ↗Rohrniet · ↗Senkniet · ↗Spaltniet · ↗Sprengniet
eWDG, 1974

Bedeutung

Technik Metallbolzen mit Kopf, der zum Verbinden von Werkstücken dient
Beispiele:
ein Niet von 5 Millimeter Durchmesser
Niete einschlagen
Löcher für die Niete bohren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Niete1 · nieten
Niete1 f. fachsprachlich Niet m., ‘Metallbolzen mit verdicktem Ende’ (zum Verbinden von Metallstücken), mhd. niet, niete ‘breitgeschlagener Nagel’, nd. Nēd, nl. niet ist zu dem in ahd. bi(h)niotan ‘schlagen, befestigen’ (8. Jh.), anord. hnjōða ‘schlagen, stoßen, hämmern’ belegten starken Verb gebildet, das mit ablautendem ahd. (h)notōn ‘schütteln’ (8. Jh.), mhd. notten ‘sich hin und her bewegen’, aengl. hnossian ‘klopfen’, ahd. (h)nutten ‘schütteln, schwingen’ (8. Jh.) sowie außergerm. griech. knýzesthai (κνύζεσθαι) ‘sich kratzen’ und knýthos (κνύθος) ‘kleiner Dorn’ an mit Dental erweitertes ie. *kenu-, *kneu- und damit an die Wurzel ie. *ken(ə)- ‘kratzen, schaben, reiben’ (wozu auch ↗genau und ↗Nut, s. d.) angeschlossen werden kann. Vgl. niet- und nagelfest ‘durch und durch fest’ (Anfang 18. Jh.). nieten Vb. ‘mit einer Niete verbinden’, mhd. nieten ‘einen Nagel krumm oder breit schlagen, mit Nieten befestigen’, mnd. nēden, mnl. nieden, nl. nieten.

Thesaurus

Synonymgruppe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Elite Hauptgewinn Leder Lederjacke Nadelstreifen Niet Schraube Schweiß Treffer beschimpfen entpuppen erweisen zusammenhalten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Niet‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Niet wurde so für eine kurze Zeit noch einmal hoch aktuell.
Die Zeit, 02.03.2006, Nr. 10
Den Niet mit der spitzen Seite des Hammers, der Finne, zu bearbeiten, ist in jedem Falle falsch.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 394
Lediglich im Karton der niederländischen Ausgabe "Mens erger je niet" ist auch das deutsche Original verpackt.
Süddeutsche Zeitung, 22.10.1999
Zitationshilfe
„Niet“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Niet>, abgerufen am 21.11.2018.

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