Niete, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Niete · Nominativ Plural: Nieten
Aussprache
WorttrennungNie-te (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

Los, das nicht gewinnt
Beispiel:
eine Niete ziehen
übertragen Fehlschlag, Versager
Beispiel:
die Frage, ob die Tragödie ein Meisterwerk wird oder eine Niete [St. ZweigBalzac48]
umgangssprachlich, abwertend unfähiger Mensch, jmd., mit dem nichts anzufangen ist
Beispiele:
er ist aber auch in allem eine Niete
so eine Niete!
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Niete1 · nieten
Niete1 f. fachsprachlich Niet m., ‘Metallbolzen mit verdicktem Ende’ (zum Verbinden von Metallstücken), mhd. niet, niete ‘breitgeschlagener Nagel’, nd. Nēd, nl. niet ist zu dem in ahd. bi(h)niotan ‘schlagen, befestigen’ (8. Jh.), anord. hnjōða ‘schlagen, stoßen, hämmern’ belegten starken Verb gebildet, das mit ablautendem ahd. (h)notōn ‘schütteln’ (8. Jh.), mhd. notten ‘sich hin und her bewegen’, aengl. hnossian ‘klopfen’, ahd. (h)nutten ‘schütteln, schwingen’ (8. Jh.) sowie außergerm. griech. knýzesthai (κνύζεσθαι) ‘sich kratzen’ und knýthos (κνύθος) ‘kleiner Dorn’ an mit Dental erweitertes ie. *kenu-, *kneu- und damit an die Wurzel ie. *ken(ə)- ‘kratzen, schaben, reiben’ (wozu auch ↗genau und ↗Nut, s. d.) angeschlossen werden kann. Vgl. niet- und nagelfest ‘durch und durch fest’ (Anfang 18. Jh.). nieten Vb. ‘mit einer Niete verbinden’, mhd. nieten ‘einen Nagel krumm oder breit schlagen, mit Nieten befestigen’, mnd. nēden, mnl. nieden, nl. nieten.

Niete2 f. ‘Los, das nicht gewinnt’ dringt als Entlehnung (mit Genuswechsel) aus gleichbed. nl. niet n. Anfang des 18. Jhs. mit dem aus den Niederlanden stammenden Lotteriespiel (s. ↗Lotterie) über Hamburg in den dt. Sprachraum ein. Nl. niet (eigentlich ‘das Nichts, die Null’) ist eine Substantivierung der Verneinungspartikel niet ‘nicht’, dem hd. ↗nicht (s. d.) entspricht. Ein vereinzelt als Gegenwort belegtes nl. wat ‘Gewinnummer’, nd. Wat (Substantivierung von nl. nd. wat, der Entsprechung von hd. was, s. ↗wer, ↗was sowie ↗etwas) kann sich dagegen nicht durchsetzen. An seine Stelle tritt ↗Treffer (s. d.). Seit dem 19. Jh. wird Niete auch übertragen für ‘Mißerfolg, Versager’ gebraucht.

Thesaurus

Synonymgruppe
Los, das nichts gewinnt · Niete
Synonymgruppe
Niet · Niete (auf Kleidung)
Synonymgruppe
Nichtskönner · ↗Verlierer(typ) · armer Wicht  ●  ↗Versager  Hauptform · ↗(armes) Würstchen  ugs. · ↗Blindgänger  ugs. · ↗Flasche  ugs. · ↗Graupe  ugs. · ↗Heini  ugs., ruhrdt., veraltend · ↗Krücke  ugs. · Lohle  ugs., schwäbisch · ↗Loser  ugs., engl. · ↗Lulli  ugs. · ↗Lusche  ugs. · Luschi  ugs. · Niete  ugs. · ↗Null  ugs. · ↗Nulpe  ugs. · ↗Opfer (jugendspr.)  ugs. · ↗Pfeife  ugs. · Pfeifenheini  ugs., regional · ↗Schwachmat  ugs. · ↗Wurst  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Dämlack · Halbgescheiter · Minderbemittelter · ↗Tölpel  ●  ↗Dummerjan  veraltet · ↗Dummkopf  Hauptform · ('ne) hohle Nuss  ugs. · (eine) geistige Null  ugs. · Armer im Geiste (bibl.)  geh. · ↗Armleuchter  ugs. · Bekloppter  ugs. · Blitzbirne  ugs., ironisch · ↗Blödel  ugs. · Blödi  ugs. · ↗Blödian  ugs. · ↗Blödmann  ugs. · ↗Dackel  ugs., schwäbisch, abwertend · Denkzwerg  ugs. · ↗Depp  ugs. · Dolm  ugs., österr. · Dulli  ugs. · ↗Dummbart(el)  ugs. · ↗Dummrian  ugs. · ↗Dumpfbacke  ugs. · ↗Dussel  ugs. · ↗Dödel  ugs. · Dösbaddel  ugs., norddeutsch · ↗Döskopp  ugs., norddeutsch · Eierkopp  ugs., norddeutsch · Eiernacken  ugs. · ↗Einfaltspinsel  ugs. · ↗Esel  ugs. · ↗Flachpfeife  ugs. · ↗Flitzpiepe  ugs., abwertend · Halbdackel  derb, schwäbisch, stark abwertend · Hein Blöd  ugs., regional · ↗Heini  ugs., veraltet · ↗Hirni  ugs. · ↗Hohlbirne  ugs. · ↗Hohlfigur  ugs. · ↗Hohlkopf  ugs. · ↗Holzkopf  ugs. · ↗Honk  ugs. · ↗Hornochse  ugs. · ↗Horst  ugs. · ↗Idiot  derb · ↗Klappspaten  ugs. · ↗Knallcharge  geh. · Knallidiot  ugs. · ↗Knallkopf  ugs. · ↗Kretin  geh., franz. · ↗Lapp  derb, österr. · ↗Napfsülze  ugs. · ↗Narr  geh. · Niete  ugs., fig. · Nullchecker  ugs., jugendsprachlich · Pannemann  ugs. · ↗Pappnase  ugs. · Pfeifenwichs(er)  vulg. · ↗Piesepampel  ugs. · ↗Rindvieh  ugs. · Sacklpicker  ugs., österr. · ↗Schnellmerker  ugs., ironisch · ↗Schwachkopf  derb · ↗Schwachmat  ugs. · Spacko  ugs. · ↗Spast  ugs., jugendsprachlich · ↗Spasti  derb · ↗Spaten  ugs. · ↗Spatzenhirn  ugs. · ↗Stoffel  ugs. · ↗Strohkopf  ugs. · ↗Tepp  ugs. · Todel  ugs., österr. · ↗Torfkopf  ugs. · ↗Torfnase  ugs., ostfriesisch · ↗Trottel  derb · Tuppe  ugs., kärntnerisch · ↗Vollhorst  ugs. · ↗Vollidiot  derb · ↗Vollpfosten  ugs. · Vollspast  ugs. · ↗Volltrottel  derb · armer Irrer  ugs. · dumme Gans  ugs. · dumme Nuss  ugs. · dummes Huhn  ugs. · dummes Schaf  ugs. · dämlicher Hund  ugs., veraltend · en Beschmierten  ugs., ruhrdt. · geistiger Tiefflieger  ugs. · keine Leuchte  ugs. · trübe Tasse  ugs.
Unterbegriffe
  • Religiot · religiöser Idiot
Assoziationen
  • Anfänger · ↗Einsteiger · Nachwuchs... · ↗Neueinsteiger · ↗Neuling · ↗Novize · Nullanfänger (Sprachkurs) · Unerfahrener · neu im Geschäft  ●  ↗Newcomer  engl. · ↗Debütant  geh. · ↗Erstsemester  ugs. · ↗Frischling  ugs., scherzhaft, ironisch · ↗Fuchs  ugs. · ↗Greenhorn  ugs., engl. · ↗Grünschnabel  ugs. · Jungfuchs  ugs. · Jungspund  ugs., seemännisch · ↗Kadett  ugs. · ↗Küken  ugs., fig. · ↗Milchbart  ugs. · Newbie  ugs. · Rookie  ugs. · ↗Rotarsch  derb, militärisch · ↗Springinsfeld  ugs. · ↗Spund  ugs. · ↗Youngster  ugs., engl. · blutiger Anfänger  ugs. · der Neue / die Neue  ugs. · frisch von der Uni  ugs. · junger Dachs  ugs. · junger Hüpfer  ugs. · junger Spritzer  ugs. · junger Spund  ugs. · neu hier (sein)  ugs. · noch nicht lange dabei  ugs. · unbeschriebenes Blatt  ugs., fig.
  • (armer) Wicht · ↗Hanswurst · Lachplatte · ↗Witzblattfigur · dummer August  ●  ↗Fuzzi  ugs. · ↗Komiker  ugs. · ↗Pflaumenaugust  ugs. · ↗Schießbudenfigur  ugs. · ↗Witzfigur  ugs., Hauptform · ↗Wurst  ugs.
  • (bei jemandem) fällt der Groschen in Pfennigen · ↗Spätzünder · ↗begriffsstutzig (sein) · keine schnelle Auffassungsgabe haben  ●  (ein) Brett vor dem Kopf haben  ugs. · (eine) lange Leitung haben  ugs. · ↗(geradezu ein) Blitzmerker  ugs., ironisch · (sich) dumm anstellen  ugs. · auf der Leitung stehen  ugs. · eine Ladehemmung haben  ugs., fig. · kein Blitzmerker  ugs. · nicht die hellste Birne im Kronleuchter  ugs., fig. · nicht die hellste Kerze auf der Torte  ugs., fig. · schwer von Begriff (sein)  ugs. · schwer von Kapee (sein)  ugs.
  • Nichtskönner · ↗Verlierer(typ) · armer Wicht  ●  ↗Versager  Hauptform · ↗(armes) Würstchen  ugs. · ↗Blindgänger  ugs. · ↗Flasche  ugs. · ↗Graupe  ugs. · ↗Heini  ugs., ruhrdt., veraltend · ↗Krücke  ugs. · Lohle  ugs., schwäbisch · ↗Loser  ugs., engl. · ↗Lulli  ugs. · ↗Lusche  ugs. · Luschi  ugs. · Niete  ugs. · ↗Null  ugs. · ↗Nulpe  ugs. · ↗Opfer (jugendspr.)  ugs. · ↗Pfeife  ugs. · Pfeifenheini  ugs., regional · ↗Schwachmat  ugs. · ↗Wurst  ugs.
  • Hillbilly  engl. · Hilly-Billy  engl. · ↗Hinterwäldler  Hauptform · ↗Bauerntrampel  ugs. · ↗Bauerntölpel  ugs. · ↗Dorfdepp  ugs. · Dorftrampel  ugs. · ↗Dorftrottel  derb
  • (geistig) beschränkt · ↗(geistig) minderbemittelt · ↗blöd · ↗blöde · ↗dämlich · geistig nicht (mehr) auf der Höhe · ↗idiotisch · ↗irrsinnig · keinen Grips im Kopf (haben) · nicht besonders helle · nicht gerade helle · ↗schwachköpfig · ↗stockdumm · ↗strohdumm · ↗stupid · ↗stupide · unintelligent · weiß nicht (mehr), was er sagt · weiß nicht (mehr), was er tut  ●  Stroh im Kopf (haben)  fig. · ↗dumm  Hauptform · ↗talentfrei  ironisch · (das) Pulver nicht erfunden haben  ugs. · (die) Weisheit nicht mit Löffeln gegessen haben  ugs. · (die) Weisheit nicht mit dem Schöpflöffel gegessen haben  ugs. · (ein) Spatzenhirn haben  ugs. · (jemandem) haben sie ins Gehirn geschissen  derb · (so dumm) dich beißen doch die Schweine im Galopp  ugs., Spruch · (so) dumm wie 10 Meter Feldweg  ugs. · (so) dumm wie Bohnenstroh  ugs. · (so) dumm, dass ihn die Gänse beißen  ugs. · (so) dumm, dass ihn die Schweine beißen  ugs. · ↗(total) Banane (sein)  ugs. · (voll) panne  ugs. · ballaballa  ugs. · ↗bedeppert  ugs. · ↗behämmert  ugs. · ↗bekloppt  ugs. · ↗beknackt  ugs. · ↗belämmert  ugs. · ↗bescheuert  ugs. · beschruppt  ugs. · besemmelt  ugs. · ↗bestusst  ugs. · birnig  ugs. · ↗deppert  ugs., süddt. · ↗doof  ugs. · dumm wie Brot  ugs. · dumm wie Schifferscheiße  derb · dümmer als die Polizei erlaubt  ugs. · ↗gehirnamputiert  derb · ↗grenzdebil  derb · hirnig  ugs. · ↗hohl  ugs. · ↗merkbefreit  ugs. · naturblöd  ugs. · nicht (ganz) bei Trost  ugs. · nicht bis drei zählen können  ugs. · nicht ganz dicht  ugs. · ↗saublöd  ugs. · ↗saudoof  ugs. · ↗saudumm  ugs. · selten dämlich (Verstärkung)  ugs. · strunzdoof  ugs. · ↗strunzdumm  ugs. · strunzendumm  ugs. · unterbelichtet  ugs. · von allen guten Geistern verlassen  ugs.
  • Kleingeist · ↗Tor  ●  armer Tropf  veraltend · ↗Einfaltspinsel  ugs. · ↗Esel  ugs. · ↗Idiot  ugs. · ↗Kamel  ugs. · ↗Simpel  ugs.
  • (Mann,) war das (vielleicht) ein Idiot!  ugs., variabel · Scheiße, wenn man doof ist.  derb, Spruch · Wie blöd kann man sein!?  ugs., Spruch, variabel · so ein Blödmann!  ugs., variabel · was für ein dämlicher Hund!  ugs., variabel, fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bett Blech Eliten Hauptgewinn Knöpfe Leder Nadelstreifen Nieten Nägel Reißverschlüsse Schrauben Treffer Versager absolute dicken echte entpuppen erwiesen erwischt gezogen goldenen komplette silbernen totale ziehen ziemliche zusammengehalten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Niete‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielleicht beim Abkassieren, aber spielerisch ist der doch eine Niete.
Bild, 22.03.2004
Für das Zusammennieten einzelner Teile brauchten zwei Männer früher zwei Minuten für eine Niete.
Süddeutsche Zeitung, 28.03.1998
Falls Du aber nichts erreichst, bist Du eine Niete, von der ich nichts wissen will.
o. A.: 1947. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 18931
So blieb denn auch von der »Victory« nicht eine Niete übrig.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 431
Wer macht denn dann die Nieten warm in der Kesselschmiede?
Traven, B.: Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 115
Zitationshilfe
„Niete“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Niete#1>, abgerufen am 28.05.2018.

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Niete, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Niete · Nominativ Plural: Nieten
Aussprache
WorttrennungNie-te (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Bolzen aus Metall mit einem verdickten Ende, der dazu dient, (metallene) Werkstücke fest miteinander zu verbinden (wobei das freie, nicht verdickte Ende durch Schlag oder Druck in die Breite verformt wird)
Synonym zu Niet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Niete1 · nieten
Niete1 f. fachsprachlich Niet m., ‘Metallbolzen mit verdicktem Ende’ (zum Verbinden von Metallstücken), mhd. niet, niete ‘breitgeschlagener Nagel’, nd. Nēd, nl. niet ist zu dem in ahd. bi(h)niotan ‘schlagen, befestigen’ (8. Jh.), anord. hnjōða ‘schlagen, stoßen, hämmern’ belegten starken Verb gebildet, das mit ablautendem ahd. (h)notōn ‘schütteln’ (8. Jh.), mhd. notten ‘sich hin und her bewegen’, aengl. hnossian ‘klopfen’, ahd. (h)nutten ‘schütteln, schwingen’ (8. Jh.) sowie außergerm. griech. knýzesthai (κνύζεσθαι) ‘sich kratzen’ und knýthos (κνύθος) ‘kleiner Dorn’ an mit Dental erweitertes ie. *kenu-, *kneu- und damit an die Wurzel ie. *ken(ə)- ‘kratzen, schaben, reiben’ (wozu auch ↗genau und ↗Nut, s. d.) angeschlossen werden kann. Vgl. niet- und nagelfest ‘durch und durch fest’ (Anfang 18. Jh.). nieten Vb. ‘mit einer Niete verbinden’, mhd. nieten ‘einen Nagel krumm oder breit schlagen, mit Nieten befestigen’, mnd. nēden, mnl. nieden, nl. nieten.

Niete2 f. ‘Los, das nicht gewinnt’ dringt als Entlehnung (mit Genuswechsel) aus gleichbed. nl. niet n. Anfang des 18. Jhs. mit dem aus den Niederlanden stammenden Lotteriespiel (s. ↗Lotterie) über Hamburg in den dt. Sprachraum ein. Nl. niet (eigentlich ‘das Nichts, die Null’) ist eine Substantivierung der Verneinungspartikel niet ‘nicht’, dem hd. ↗nicht (s. d.) entspricht. Ein vereinzelt als Gegenwort belegtes nl. wat ‘Gewinnummer’, nd. Wat (Substantivierung von nl. nd. wat, der Entsprechung von hd. was, s. ↗wer, ↗was sowie ↗etwas) kann sich dagegen nicht durchsetzen. An seine Stelle tritt ↗Treffer (s. d.). Seit dem 19. Jh. wird Niete auch übertragen für ‘Mißerfolg, Versager’ gebraucht.

Thesaurus

Synonymgruppe
Los, das nichts gewinnt · Niete
Synonymgruppe
Niet · Niete (auf Kleidung)
Synonymgruppe
Nichtskönner · ↗Verlierer(typ) · armer Wicht  ●  ↗Versager  Hauptform · ↗(armes) Würstchen  ugs. · ↗Blindgänger  ugs. · ↗Flasche  ugs. · ↗Graupe  ugs. · ↗Heini  ugs., ruhrdt., veraltend · ↗Krücke  ugs. · Lohle  ugs., schwäbisch · ↗Loser  ugs., engl. · ↗Lulli  ugs. · ↗Lusche  ugs. · Luschi  ugs. · Niete  ugs. · ↗Null  ugs. · ↗Nulpe  ugs. · ↗Opfer (jugendspr.)  ugs. · ↗Pfeife  ugs. · Pfeifenheini  ugs., regional · ↗Schwachmat  ugs. · ↗Wurst  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
Dämlack · Halbgescheiter · Minderbemittelter · ↗Tölpel  ●  ↗Dummerjan  veraltet · ↗Dummkopf  Hauptform · ('ne) hohle Nuss  ugs. · (eine) geistige Null  ugs. · Armer im Geiste (bibl.)  geh. · ↗Armleuchter  ugs. · Bekloppter  ugs. · Blitzbirne  ugs., ironisch · ↗Blödel  ugs. · Blödi  ugs. · ↗Blödian  ugs. · ↗Blödmann  ugs. · ↗Dackel  ugs., schwäbisch, abwertend · Denkzwerg  ugs. · ↗Depp  ugs. · Dolm  ugs., österr. · Dulli  ugs. · ↗Dummbart(el)  ugs. · ↗Dummrian  ugs. · ↗Dumpfbacke  ugs. · ↗Dussel  ugs. · ↗Dödel  ugs. · Dösbaddel  ugs., norddeutsch · ↗Döskopp  ugs., norddeutsch · Eierkopp  ugs., norddeutsch · Eiernacken  ugs. · ↗Einfaltspinsel  ugs. · ↗Esel  ugs. · ↗Flachpfeife  ugs. · ↗Flitzpiepe  ugs., abwertend · Halbdackel  derb, schwäbisch, stark abwertend · Hein Blöd  ugs., regional · ↗Heini  ugs., veraltet · ↗Hirni  ugs. · ↗Hohlbirne  ugs. · ↗Hohlfigur  ugs. · ↗Hohlkopf  ugs. · ↗Holzkopf  ugs. · ↗Honk  ugs. · ↗Hornochse  ugs. · ↗Horst  ugs. · ↗Idiot  derb · ↗Klappspaten  ugs. · ↗Knallcharge  geh. · Knallidiot  ugs. · ↗Knallkopf  ugs. · ↗Kretin  geh., franz. · ↗Lapp  derb, österr. · ↗Napfsülze  ugs. · ↗Narr  geh. · Niete  ugs., fig. · Nullchecker  ugs., jugendsprachlich · Pannemann  ugs. · ↗Pappnase  ugs. · Pfeifenwichs(er)  vulg. · ↗Piesepampel  ugs. · ↗Rindvieh  ugs. · Sacklpicker  ugs., österr. · ↗Schnellmerker  ugs., ironisch · ↗Schwachkopf  derb · ↗Schwachmat  ugs. · Spacko  ugs. · ↗Spast  ugs., jugendsprachlich · ↗Spasti  derb · ↗Spaten  ugs. · ↗Spatzenhirn  ugs. · ↗Stoffel  ugs. · ↗Strohkopf  ugs. · ↗Tepp  ugs. · Todel  ugs., österr. · ↗Torfkopf  ugs. · ↗Torfnase  ugs., ostfriesisch · ↗Trottel  derb · Tuppe  ugs., kärntnerisch · ↗Vollhorst  ugs. · ↗Vollidiot  derb · ↗Vollpfosten  ugs. · Vollspast  ugs. · ↗Volltrottel  derb · armer Irrer  ugs. · dumme Gans  ugs. · dumme Nuss  ugs. · dummes Huhn  ugs. · dummes Schaf  ugs. · dämlicher Hund  ugs., veraltend · en Beschmierten  ugs., ruhrdt. · geistiger Tiefflieger  ugs. · keine Leuchte  ugs. · trübe Tasse  ugs.
Unterbegriffe
  • Religiot · religiöser Idiot
Assoziationen
  • Anfänger · ↗Einsteiger · Nachwuchs... · ↗Neueinsteiger · ↗Neuling · ↗Novize · Nullanfänger (Sprachkurs) · Unerfahrener · neu im Geschäft  ●  ↗Newcomer  engl. · ↗Debütant  geh. · ↗Erstsemester  ugs. · ↗Frischling  ugs., scherzhaft, ironisch · ↗Fuchs  ugs. · ↗Greenhorn  ugs., engl. · ↗Grünschnabel  ugs. · Jungfuchs  ugs. · Jungspund  ugs., seemännisch · ↗Kadett  ugs. · ↗Küken  ugs., fig. · ↗Milchbart  ugs. · Newbie  ugs. · Rookie  ugs. · ↗Rotarsch  derb, militärisch · ↗Springinsfeld  ugs. · ↗Spund  ugs. · ↗Youngster  ugs., engl. · blutiger Anfänger  ugs. · der Neue / die Neue  ugs. · frisch von der Uni  ugs. · junger Dachs  ugs. · junger Hüpfer  ugs. · junger Spritzer  ugs. · junger Spund  ugs. · neu hier (sein)  ugs. · noch nicht lange dabei  ugs. · unbeschriebenes Blatt  ugs., fig.
  • (armer) Wicht · ↗Hanswurst · Lachplatte · ↗Witzblattfigur · dummer August  ●  ↗Fuzzi  ugs. · ↗Komiker  ugs. · ↗Pflaumenaugust  ugs. · ↗Schießbudenfigur  ugs. · ↗Witzfigur  ugs., Hauptform · ↗Wurst  ugs.
  • (bei jemandem) fällt der Groschen in Pfennigen · ↗Spätzünder · ↗begriffsstutzig (sein) · keine schnelle Auffassungsgabe haben  ●  (ein) Brett vor dem Kopf haben  ugs. · (eine) lange Leitung haben  ugs. · ↗(geradezu ein) Blitzmerker  ugs., ironisch · (sich) dumm anstellen  ugs. · auf der Leitung stehen  ugs. · eine Ladehemmung haben  ugs., fig. · kein Blitzmerker  ugs. · nicht die hellste Birne im Kronleuchter  ugs., fig. · nicht die hellste Kerze auf der Torte  ugs., fig. · schwer von Begriff (sein)  ugs. · schwer von Kapee (sein)  ugs.
  • Nichtskönner · ↗Verlierer(typ) · armer Wicht  ●  ↗Versager  Hauptform · ↗(armes) Würstchen  ugs. · ↗Blindgänger  ugs. · ↗Flasche  ugs. · ↗Graupe  ugs. · ↗Heini  ugs., ruhrdt., veraltend · ↗Krücke  ugs. · Lohle  ugs., schwäbisch · ↗Loser  ugs., engl. · ↗Lulli  ugs. · ↗Lusche  ugs. · Luschi  ugs. · Niete  ugs. · ↗Null  ugs. · ↗Nulpe  ugs. · ↗Opfer (jugendspr.)  ugs. · ↗Pfeife  ugs. · Pfeifenheini  ugs., regional · ↗Schwachmat  ugs. · ↗Wurst  ugs.
  • Hillbilly  engl. · Hilly-Billy  engl. · ↗Hinterwäldler  Hauptform · ↗Bauerntrampel  ugs. · ↗Bauerntölpel  ugs. · ↗Dorfdepp  ugs. · Dorftrampel  ugs. · ↗Dorftrottel  derb
  • (geistig) beschränkt · ↗(geistig) minderbemittelt · ↗blöd · ↗blöde · ↗dämlich · geistig nicht (mehr) auf der Höhe · ↗idiotisch · ↗irrsinnig · keinen Grips im Kopf (haben) · nicht besonders helle · nicht gerade helle · ↗schwachköpfig · ↗stockdumm · ↗strohdumm · ↗stupid · ↗stupide · unintelligent · weiß nicht (mehr), was er sagt · weiß nicht (mehr), was er tut  ●  Stroh im Kopf (haben)  fig. · ↗dumm  Hauptform · ↗talentfrei  ironisch · (das) Pulver nicht erfunden haben  ugs. · (die) Weisheit nicht mit Löffeln gegessen haben  ugs. · (die) Weisheit nicht mit dem Schöpflöffel gegessen haben  ugs. · (ein) Spatzenhirn haben  ugs. · (jemandem) haben sie ins Gehirn geschissen  derb · (so dumm) dich beißen doch die Schweine im Galopp  ugs., Spruch · (so) dumm wie 10 Meter Feldweg  ugs. · (so) dumm wie Bohnenstroh  ugs. · (so) dumm, dass ihn die Gänse beißen  ugs. · (so) dumm, dass ihn die Schweine beißen  ugs. · ↗(total) Banane (sein)  ugs. · (voll) panne  ugs. · ballaballa  ugs. · ↗bedeppert  ugs. · ↗behämmert  ugs. · ↗bekloppt  ugs. · ↗beknackt  ugs. · ↗belämmert  ugs. · ↗bescheuert  ugs. · beschruppt  ugs. · besemmelt  ugs. · ↗bestusst  ugs. · birnig  ugs. · ↗deppert  ugs., süddt. · ↗doof  ugs. · dumm wie Brot  ugs. · dumm wie Schifferscheiße  derb · dümmer als die Polizei erlaubt  ugs. · ↗gehirnamputiert  derb · ↗grenzdebil  derb · hirnig  ugs. · ↗hohl  ugs. · ↗merkbefreit  ugs. · naturblöd  ugs. · nicht (ganz) bei Trost  ugs. · nicht bis drei zählen können  ugs. · nicht ganz dicht  ugs. · ↗saublöd  ugs. · ↗saudoof  ugs. · ↗saudumm  ugs. · selten dämlich (Verstärkung)  ugs. · strunzdoof  ugs. · ↗strunzdumm  ugs. · strunzendumm  ugs. · unterbelichtet  ugs. · von allen guten Geistern verlassen  ugs.
  • Kleingeist · ↗Tor  ●  armer Tropf  veraltend · ↗Einfaltspinsel  ugs. · ↗Esel  ugs. · ↗Idiot  ugs. · ↗Kamel  ugs. · ↗Simpel  ugs.
  • (Mann,) war das (vielleicht) ein Idiot!  ugs., variabel · Scheiße, wenn man doof ist.  derb, Spruch · Wie blöd kann man sein!?  ugs., Spruch, variabel · so ein Blödmann!  ugs., variabel · was für ein dämlicher Hund!  ugs., variabel, fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bett Blech Eliten Hauptgewinn Knöpfe Leder Nadelstreifen Nieten Nägel Reißverschlüsse Schrauben Treffer Versager absolute dicken echte entpuppen erwiesen erwischt gezogen goldenen komplette silbernen totale ziehen ziemliche zusammengehalten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Niete‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielleicht beim Abkassieren, aber spielerisch ist der doch eine Niete.
Bild, 22.03.2004
Für das Zusammennieten einzelner Teile brauchten zwei Männer früher zwei Minuten für eine Niete.
Süddeutsche Zeitung, 28.03.1998
Falls Du aber nichts erreichst, bist Du eine Niete, von der ich nichts wissen will.
o. A.: 1947. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 18931
So blieb denn auch von der »Victory« nicht eine Niete übrig.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 431
Wer macht denn dann die Nieten warm in der Kesselschmiede?
Traven, B.: Das Totenschiff, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1929 [1926], S. 115
Zitationshilfe
„Niete“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Niete#2>, abgerufen am 28.05.2018.

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