Nikotin, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Nikotins · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungNi-ko-tin
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Nikotin‹ als Erstglied: ↗Nikotingehalt · ↗Nikotinvergiftung · ↗nikotinarm · ↗nikotinfrei · ↗nikotinhaltig
eWDG, 1974

Bedeutung

giftiger Stoff, der im Tabak enthalten ist
Beispiele:
der Genuss größerer Mengen von Nikotin kann zu einer Vergiftung führen
gehoben er frönte leidenschaftlich dem Nikotin (= war leidenschaftlicher Raucher)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nikotin n. giftiges Alkaloid des Tabaks, Entlehnung (19. Jh.) von gleichbed. frz. nicotine, einer gelehrten Bildung zu frz. nicotiane ‘Tabakpflanze’, wozu botan.-lat. (herba) Nicotiana (um 1600). Zugrunde liegt der Name des französischen Diplomaten J. Nicot, der als Gesandter in Portugal die Tabakpflanze kennenlernt und 1560 nach Frankreich schickt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Nikotin  ●  Nicotin  fachspr.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Tabak  ●  ↗Tobak  veraltet
  • E-Shisha · elektrische Zigarette · elektronische Zigarette  ●  ↗E-Zigarette  Hauptform · Dampfe  ugs. · Dampfgerät  ugs. · E-Tschick  ugs., österr.
  • Zigarette  ●  ↗Fluppe  ugs. · ↗Glimmstängel  ugs. · ↗Kippe  ugs. · ↗Lulle  ugs. · ↗Lunte  ugs. · ↗Pyro  ugs., negativ · ↗Sargnagel  ugs., scherzhaft-ironisch · ↗Tschick  ugs., österr. · Zichte  ugs. · Ziese  ugs. · Zigi  ugs., schweiz. · ↗Zippe  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alkohol Antikörper Bewegungsmangel Bioverfügbarkeit Cannabis Droge Genußmittel Heroin Höchstwert Kaugummi Koffein Kohlenmonoxid Kondensat Milligramm Rauschgift Risikofaktor Strychnin Sucht Suchtmittel Suchtpotential Tablette Teer abschwören andocken entsagen giftig inhalieren verengen vergilben Übergewicht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nikotin‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich habe dafür nichts getan, und ich bin dabei, sie mit Nikotin zu ruinieren.
Der Tagesspiegel, 10.11.2002
Den Weg des Nikotins konnten die Wissenschaftler verfolgen, weil es mit radioaktiven Isotopen markiert worden war.
Die Zeit, 04.04.1969, Nr. 14
Sein Blut ist an Nikotin gewöhnt und giert immer wieder danach, ähnlich ist es beim Geschlechtstrieb.
Lakaschus, Carmen u. Binder, Hans-Jörg: Der Unterschied von Mann und Frau, Frankfurt: Bärmeier und Nikel 1968, S. 136
Ein plumper, von Nikotin gelbgefärbter Fingernagel wies auf den unteren Rand des Papiers.
Neue deutsche Literatur, 1953, Nr. 2, Bd. 1
Mancher fühlt sich nach dem Genusse von Alkohol oder Nikotin wie neu belebt.
o. A.: Heumann-Heilmittel, o. O.: [1936], S. 27
Zitationshilfe
„Nikotin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nikotin>, abgerufen am 13.12.2018.

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