Nimbus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Nimbus · Nominativ Plural: Nimbusse · wird meist im Singular verwendet
WorttrennungNim-bus
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Nimbus‹ als Letztglied: ↗Kreuznimbus
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Glanz, der jmdn., etw. umgibt, (übertriebener) Ruhm
Beispiele:
sein Nimbus als Künstler
ihm missfiel der Nimbus um ihre Person
einen Nimbus begründen, bewahren
den Nimbus von der Unfehlbarkeit seiner Person aufrechterhalten
einer Sache einen Nimbus geben
etw. verleiht einer Person, Sache einen gewissen, besonderen Nimbus, den Nimbus des Skandalösen
diese Sache hatte im Laufe der Zeit ihren Nimbus verloren
einen Nimbus zerstören
jmdm. seinen Nimbus nehmen
gehoben jmdn. seines Nimbus entkleiden
sich, etw. in einen gewissen Nimbus hüllen, mit einem Nimbus umgeben
er steht im Nimbus der Selbstlosigkeit (vor uns)
sein Auftreten passte nicht zu dem Nimbus, der seine Person umgab
Vater war kein Idol mehr für ihn, der Nimbus war unwiederbringlich dahin [NollHolt2,434]
2.
Heiligenschein, Gloriole
Beispiele:
ein leuchtender Nimbus
Nicht nur der Nimbus des Herrn ist für die malerische Haltung bezeichnend, viel mehr noch sind es die großen Noten von hell und dunkel, die im Zentrum des Bildes stehen [WölfflinDürer174]
3.
Meteorologie dunkle Regenwolke
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nimbus m. ‘Ansehen, Glanz, Ruhm, Heiligenschein’, Entlehnung (18. Jh.) von spätlat. nimbus ‘strahlender Glanz um die Köpfe der Heiligen, Heiligenschein’, lat. ‘Nebelhülle, in der die Götter den Menschen erscheinen’ (eigentlich ‘Regenguß, Sturmwolke’, verwandt mit lat. nebula, nhd. ↗Nebel, s. d.).

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Aura · ↗Aureole · ↗Glanz · ↗Glorienschein · ↗Gloriole · ↗Heiligenschein · ↗Korona · Nimbus · ↗Strahlenkranz · Strahlenschein
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Außergewöhnliche Befreier Besondere Geheimnisvolle Macher Trendsetter Unangreifbarkeit Unantastbarkeit Unbesiegbarkeit Unbezwingbarkeit Unfehlbarkeit Unnahbarkeit Unschlagbarkeit Unverwundbarkeit anhaften ankratzen einbüßen geheimnisvoll gewahren kratzen mystisch sakral umgeben umkleiden umstrahlen verblassen verdunkeln verfliegen wahren zehren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nimbus‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es hat nicht viel Geld, es hat noch nicht einmal großen Nimbus.
Die Welt, 26.10.2005
Der Nimbus, der sie umgibt, ist gemeinhin alles andere als gut.
Süddeutsche Zeitung, 13.08.1999
Er ist ohne Nimbus, mit einem Buch in der Linken ausgestattet.
o. A.: Lexikon der Kunst - A. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 15516
Vater war kein Idol mehr für ihn, der Nimbus war unwiederbringlich dahin.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1963], S. 459
Auf dem Boden der frühen Kulturen umstrahlt den Schreiber ein nahezu sakraler Nimbus.
Lanczkowski, G.: Gelehrsamkeit. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 2087
Zitationshilfe
„Nimbus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nimbus>, abgerufen am 19.03.2019.

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