Nocken, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Nockens · Nominativ Plural: Nocken
Aussprache
WorttrennungNo-cken
Wortbildung mit ›Nocken‹ als Erstglied: ↗Nockenschalter · ↗Nockenscheibe · ↗Nockensteuerung · ↗Nockenwelle
eWDG, 1974

Bedeutung

Technik Vorsprung an einer Welle oder Scheibe, der der mechanischen oder elektrischen Steuerung dient
Beispiele:
durch die Nocken werden die Kontakte betätigt
Die Anzahl der Nocken entspricht der Zahl der vorhandenen Ventile [Kraftfahrzeugkunde21]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nocken · Nock · Nocke · Nockerln
Nocken m. ‘Vorsprung an einer Welle oder Scheibe’, Terminus der Technik, in der 1. Hälfte des 20. Jhs. aufkommend im Anschluß an überwiegend landschaftliche Formen wie obd. Nock m. ‘kleiner, gedrungener Berg, Hügel’ (16. Jh.), Nock, Nocken, Nocke m. ‘Mehlkloß’ (18. Jh., doch wohl älter) mit dem Deminutivum (besonders öst.) Nockerln Plur. ‘(Mehl)klößchen’, auch ‘Schaumspeise’, sowie anord. hnykill ‘Knäuel, Geschwulst’ und aus der nd. Seemannssprache stammendes Nock ‘Ende einer Rah, eines Segels’ (16. Jh.), wozu mnl. nocke, nl. nok ‘First, Gipfel, Spitze’, norw. nokke ‘Haken’, schwed. nock, nocke ‘Ende eines Segels, Haken, First’. Zugrunde liegt eine Gutturalerweiterung von ie. *kneu- (s. ↗Nuß), das selbst eine Erweiterung der Wurzel ie. *ken- ‘zusammendrücken, -knicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’ ist (wozu auch ↗Nacken, s. d.).

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Gnocchi · Nocken · Nockerln

Typische Verbindungen
computergeneriert

abstechen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nocken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da streiften auch schon die Nocken der Rahen die Wasseroberfläche.
Die Zeit, 24.07.1952, Nr. 30
Um 18 Uhr bringt der erste Nocken den Schalter in die Einschaltstellung.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 156
Mit zwei EL Nocken ausstechen, in gewürztem Wasser kurz aufkochen, acht Minuten ziehen lassen.
Die Welt, 19.04.2003
Mit einem in Wasser getauchten Löffel Nocken abstechen und in siedendem Salzwasser kochen.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 146
Löcher in Papier oder Nocken auf Walzen werden hier an mechanischen Fühlern vorbeibewegt und können von ihnen abgetastet werden.
Rechenberg, Peter: Was ist Informatik?, München: Hanser 1994 [1991], S. 380
Zitationshilfe
„Nocken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nocken#1>, abgerufen am 12.12.2019.

Weitere Informationen …

Nocken, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungNo-cken
DWDS-Verweisartikel, 2015

Bedeutung

Synonym zu Nocke
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nocken · Nock · Nocke · Nockerln
Nocken m. ‘Vorsprung an einer Welle oder Scheibe’, Terminus der Technik, in der 1. Hälfte des 20. Jhs. aufkommend im Anschluß an überwiegend landschaftliche Formen wie obd. Nock m. ‘kleiner, gedrungener Berg, Hügel’ (16. Jh.), Nock, Nocken, Nocke m. ‘Mehlkloß’ (18. Jh., doch wohl älter) mit dem Deminutivum (besonders öst.) Nockerln Plur. ‘(Mehl)klößchen’, auch ‘Schaumspeise’, sowie anord. hnykill ‘Knäuel, Geschwulst’ und aus der nd. Seemannssprache stammendes Nock ‘Ende einer Rah, eines Segels’ (16. Jh.), wozu mnl. nocke, nl. nok ‘First, Gipfel, Spitze’, norw. nokke ‘Haken’, schwed. nock, nocke ‘Ende eines Segels, Haken, First’. Zugrunde liegt eine Gutturalerweiterung von ie. *kneu- (s. ↗Nuß), das selbst eine Erweiterung der Wurzel ie. *ken- ‘zusammendrücken, -knicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’ ist (wozu auch ↗Nacken, s. d.).

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Gnocchi · Nocken · Nockerln

Typische Verbindungen
computergeneriert

abstechen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nocken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da streiften auch schon die Nocken der Rahen die Wasseroberfläche.
Die Zeit, 24.07.1952, Nr. 30
Um 18 Uhr bringt der erste Nocken den Schalter in die Einschaltstellung.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 156
Mit zwei EL Nocken ausstechen, in gewürztem Wasser kurz aufkochen, acht Minuten ziehen lassen.
Die Welt, 19.04.2003
Mit einem in Wasser getauchten Löffel Nocken abstechen und in siedendem Salzwasser kochen.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 146
Löcher in Papier oder Nocken auf Walzen werden hier an mechanischen Fühlern vorbeibewegt und können von ihnen abgetastet werden.
Rechenberg, Peter: Was ist Informatik?, München: Hanser 1994 [1991], S. 380
Zitationshilfe
„Nocken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nocken#2>, abgerufen am 12.12.2019.

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