Nomade, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Nomaden · Nominativ Plural: Nomaden
Aussprache 
Worttrennung No-ma-de (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Nomade‹ als Erstglied: Nomadendasein · Nomadenleben · Nomadentum · Nomadenvolk · nomadenhaft · nomadisch
 ·  mit ›Nomade‹ als Letztglied: Job-Nomade · Jobnomade · Mietnomade · Steppennomade
Herkunft zu nomádesgriech (νομάδες, Plural) ‘mit ihren Herden umherziehende Hirtenvölker’
eWDG

Bedeutung

Angehöriger eines Hirtenvolkes, Wandervolkes, das innerhalb eines begrenzten Gebietes umherzieht
Beispiele:
die Nomaden zogen mit ihrem Vieh umher
Vier Fünftel seiner Bewohner arbeiten, zum Teil noch als Nomaden, in der Landwirtschaft [ Tageszeitung1958]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nomade · nomadisch
Nomade m. ‘Angehöriger eines nicht seßhaften Hirtenvolkes’ (vereinzelt Ende 16. Jh., geläufig seit dem 18. Jh. unter Einfluß von frz. nomade), entlehnt aus lat. Nomades, griech. nomádes (νομάδες) ‘mit ihren Herden umherziehende Hirtenvölker, die Weidenden’, substantivierter Plural zum Adjektiv lat. nomas, griech. nomás, Genitiv nomádos (νομάς, νομάδος) ‘auf der Weide umherschweifend’, einer Ableitung von griech. nomḗ (νομή) ‘Weide(platz)’ oder griech. nomós (νομός) ‘Weide(platz)’, beide zu griech. némein (νέμειν) ‘aus-, zuteilen, sich aneignen, besitzen, bebauen, als Weide zuteilen, (ab)weiden, verzehren’ (verwandt mit nehmen, s. d.). nomadisch Adj. ‘die Nomaden betreffend, umherziehend, unstet’ (2. Hälfte 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beduine · Nomade · Wüstenbewohner · Wüstensohn  ●  Kameltreiber  derb, beleidigend, fig.
Oberbegriffe
Assoziationen
Geschichte
Synonymgruppe
Nomade · Steppenbewohner
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Sarmaten · Sauromaten

Typische Verbindungen zu ›Nomade‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

AckerbauerBeispielsätze anzeigen Ansässige FilzzeltBeispielsätze anzeigen HalbnomadeBeispielsätze anzeigen HirtBeispielsätze anzeigen JurteBeispielsätze anzeigen LagerfeuerBeispielsätze anzeigen SeßhafteBeispielsätze anzeigen SteppeBeispielsätze anzeigen ViehzüchterBeispielsätze anzeigen WüsteBeispielsätze anzeigen ZeltBeispielsätze anzeigen heimatlosBeispielsätze anzeigen kasachischBeispielsätze anzeigen kirgisischBeispielsätze anzeigen kriegerischBeispielsätze anzeigen mongolischBeispielsätze anzeigen räuberischBeispielsätze anzeigen semitischBeispielsätze anzeigen seßhaftBeispielsätze anzeigen sibirischBeispielsätze anzeigen somalischBeispielsätze anzeigen tibetischBeispielsätze anzeigen turkmenischBeispielsätze anzeigen umherziehendBeispielsätze anzeigen urbanBeispielsätze anzeigen viehzüchtendBeispielsätze anzeigen wanderndBeispielsätze anzeigen zentralasiatischBeispielsätze anzeigen züchtendBeispielsätze anzeigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Nomade‹.

Verwendungsbeispiele für ›Nomade‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zugleich war es für die Nomaden wichtig, stets mit anderen Völkern im Frieden zu leben, sich anzupassen, neue Ideen aufzunehmen.
Süddeutsche Zeitung, 01.08.2000
Das Verhalten der urtümlichen Nomaden war ein Muster für dauerhafte Wirtschaft.
o. A.: Der alltägliche Heizungswahn. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]
Niemand gibt einen besseren und strengeren Bauern ab als solch ein bekehrter Nomade.
Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh II, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 209
Aber noch war der Druck der Nomaden aus dem Norden zu bestehen.
Altheim, Franz: Das alte Iran. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 24396
Eine Interpretation der Bevölkerung als Nomaden trifft jedoch nicht zu.
o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 30618
Zitationshilfe
„Nomade“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Nomade>, abgerufen am 21.09.2021.

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